Löwen Frankfurt können Tempo der Großen mithalten

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Positive Erkenntnis trotz Niederlage Löwen können Tempo der Großen mithalten

Trotz Heimniederlage gegen Meister Berlin überwiegt bei den Löwen Frankfurt der Stolz darüber, mit den Großen der DEL mithalten zu können. Das darf den Fans Hoffnung auf eine lange Saison machen.

Löwen Frankfurt im Spiel gegen Berlin

Frankfurts Maksim Matushkin (rechts) behauptet die Scheibe gegen Berlins Jonas Müller Bild © IMAGO / Eibner

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02:06 Min. |03.10.26|Johan Gallwitz

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Als Frankfurts Verteidiger Konrad Abeltshauser nach der 0:2-Niederlage gegen die Eisbären Berlin zur Regeneration auf dem Fahrrad-Ergometer saß, war ihm nicht nur am nassgeschwitzten Unterhemd anzusehen: Diese Partie gegen den amtierenden Meister der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) war kräftezehrend.

Sein Team lieferte vor 6.597 Zuschauern in der Frankfurter Eissporthalle einen aufopferungsvollen Kampf, der zwar am Ende nicht mit Punkten belohnt wurde, aber trotzdem durchaus zufriedene Gesichter bei den Hessen hinterließ. "Die Jungs haben heute wieder super gekämpft. Der Einsatz war von der ersten bis zur letzten Minute da", so Abeltshauser, der an diesem Abend einer der Spieler mit der meisten Eiszeit war.

Pokel: "Müssen uns nicht verstecken"

Die Löwen Frankfurt haben im Vergleich zur Vorsaison in den ersten fünf Partien der neuen DEL-Spielzeit ein komplett anderes Gesicht gezeigt und können selbst mit den Großen der Liga mithalten. "Ich bin stolz auf die Arbeit und den Kampfgeist", so Trainer Tom Pokel. "Das war eins der schnellsten Spiele, die ich gesehen habe. Wir können mitspielen und müssen uns nicht verstecken."

Die mutige und offensive Herangehensweise von beiden Teams sorgte für eine unterhaltsame Begegnung mit etlichen Torchancen, die die Gäste durch zwei Treffer im mittleren Spielabschnitt nutzen konnten. "Solche Spiele machen natürlich am meisten Spaß", sagte Berlins Talent Tobias Krestan. Für den jungen Angreifer war es eine besondere Partie, denn Krestan wurde nur rund 20 Kilometer von der Frankfurter Eissporthalle entfernt in Hanau geboren.

Tobias Krestan beim Spiel gegen die Löwen Frankfurt

Tobias Krestan (rechts) beim Spiel gegen die Löwen Frankfurt Bild © IMAGO / Beautiful Sports

Frankfurts Torwart-Rotation geht auf

Ihm gegenüber, im Frankfurter Tor, stand dieses Mal wieder Adam Scheel, weil sein Trainer die Torhüter-Rotation fortgesetzt hatte. So kamen in dieser Spielzeit schon alle drei Goalies zum Einsatz. Gegen Berlin durfte mit Scheel also die eigentliche Nummer eins wieder ran. Pokel schenkt damit seinem Trio Vertrauen, das es eindrucksvoll zurückzahlt, denn Frankfurt hat bislang die wenigsten Gegentreffer kassiert.

Noch besser als Scheel war an diesem Freitagabend nur Jonas Neffin. Am Torwart der Berliner bissen sich die Löwen die Zähne aus, insbesondere Sommer-Neuzugang Anthony Romano, der einen Penalty nicht im Kasten der Gäste unterbringen konnte. "Er hat Verantwortung übernommen. Im Eishockey hat der Torhüter gegenüber dem Schützen eh immer einen Vorteil - nicht so wie beim Fußball", stärkte ihm sein Mitspieler Abeltshauser den Rücken.

Löwen bilden eine hungrige Einheit

Nicht nur durch solche Aussagen, sondern auch auf den Kufen wird deutlich: Da steht eine gefestigte und geschlossene Löwen-Mannschaft auf dem Eis, die durch den guten Saisonstart hungrig auf mehr geworden ist: "Egal wo wir sind, wir sind nicht zufrieden und wollen mehr", so Pokel.

Dieser Wunsch nach "mehr" kann schon am morgigen Sonntag (14 Uhr) erfüllt werden, denn dann sind die Hessen bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven zu Gast. Falls Frankfurt es schafft, diesen guten Saisonstart fortzusetzen, ist ihnen ein Playoff-Platz und damit eine lange Saison definitiv zuzutrauen.