Mattes AMOLED-Display: TCL bringt Smartphone-Flag­gschiff P80 Ultra ab 549 Euro

Zum MWC noch ein Prototyp, bringt TCL zur IFA nun das eigene Smartphone-Flaggschiff P80 Ultra mit mattem AMOLED-Display in Europa auf den Markt. Die Nxtpaper-Technologie sei ein Augenschutz im digitalen Zeitalter, argumentiert TCL. Das P80 Ultra startet zu Preisen ab 549 Euro und ist dabei direkt mit 256 GB Speicher bestückt.

Drei Smartphones, das P80 Ultra startet für 549 Euro

Insgesamt entlässt TCL mit dem P80 Ultra, P80 Pro und P80 sogar drei Android-Smartphones zur IFA 2026 in den Markt. Mit dem matten Nxtpaper-AMOLED-Display ausgestattet sind die zwei teureren Varianten, die 549 Euro (256 GB) und 599 Euro (512 GB) beim P80 Ultra sowie 429 Euro (256 GB) und 499 Euro (512 GB) beim P80 Pro kosten. Das P80 setzt zwar auf ein gleich großes AMOLED-Display, jedoch ohne Nxtpaper-Technologie, und kostet 349 Euro mit 128 GB sowie 379 Euro mit 256 GB.

Das zeichnet Nxtpaper im Detail aus

Nxtpaper soll bei der neuen P80-Serie von TCL die Vorteile eines klassischen AMOLED-Displays mit einer auf komfortableres Betrachten ausgelegten Darstellung verbinden. Neben hohem Kontrast, kräftigen Farben, bis zu 3.200 cd/m² Spitzenhelligkeit und 120 Hz kommen dabei mehrere Hardware- und Software-basierte Technologien zusammen: Dazu zählen unter anderem eine hardwareseitige Reduzierung des kurzwelligen blauen Lichts, die laut TCL den entsprechenden Anteil auf unter drei Prozent senkt, und die „Natural Light Conversion 2.0“ mit bis zu 95 Prozent zirkularer Polarisation. Zirkulare Polarisation bedeutet, dass sich das elektrische Feld des Lichts spiralförmig (kreisend) ausbreitet statt nur in einer festen Ebene zu schwingen. Dadurch ähnele es TCL zufolge stärker einer natürlichen Lichtquelle, wirke für die Augen angenehmer und reduziere die visuelle Ermüdung.

TCL P80 Ultra

Beim ersten Ausprobieren der Smartphones in den IFA-Hallen war insbesondere die matte Oberfläche des Displays zu erkennen. Eine nano-geätzte Anti-Glare-Schicht soll Spiegelungen und Blendungen durch Sonnenlicht oder starke künstliche Lichtquellen diffus verteilen und dadurch die Ablesbarkeit verbessern. Das kann insbesondere im Freien oder bei ungünstigen Blickwinkeln von Vorteil sein, da weniger Reflexionen mit den dargestellten Inhalten konkurrieren. Bei sehr spitzen Blickwinkeln oder dunklem Wallpaper ließen sich vor Ort aber gewisse Reflexionen nicht gänzlich verhindern.

TCL P80 Ultra

Zusätzlich soll eine Anti-Fingerprint-Beschichtung sichtbare Fingerabdrücke, Öl und Verschmutzungen auf dem Bildschirm reduzieren. Für dunkle Umgebungen setzt TCL auf eine Kombination aus DC-Dimming oberhalb von etwa 80 cd/m² und hochfrequentem PWM-Dimming darunter; die minimale Helligkeit soll bei rund 2 cd/m² liegen. Hinzu kommen eine automatische Anpassung von Helligkeit und Farb­temperatur an das Umgebungs­licht sowie eine von der Tageszeit abhängige Farbtemperatur, die tagsüber kühlere und abends wärmere Farbtöne vorsieht – das bieten auch andere Hersteller.

Dedizierte Nxtpaper-Taste

Auch die Bedienung wurde auf unterschiedliche Nutzungs­situationen zugeschnitten: Über eine dedizierte Nxtpaper-Taste rechtsseitig im Rahmen lässt sich direkt zwischen der normalen Darstellung und verschiedenen Nxtpaper-Modi wechseln. Der Paper Mode bietet vier anpassbare Farbprofile und Optionen für die Farbtemperatur, während der Max-Ink-Modus auf eine monochrome Darstellung für konzentriertes Lesen setzt und auf Wunsch den Zugriff auf ausgewählte Apps einschränken kann.

  1. TCL P80 Ultra

    TCL P80 Ultra

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TCL sieht Nxtpaper mit den genannten Eigenschaften als Zusammenspiel aus Lichtquelle, Displayaufbau, Oberflächen­behandlung und Systemsoftware. Der wesentliche Vorteil soll darin liegen, dass das AMOLED-Display seine hohe Bildqualität behält, sich aber besser an helle und dunkle Umgebungen, das Lesen sowie längere Bildschirmnutzung anpassen lässt.

6,83 Zoll mit 2.772 × 1.280 Pixeln

Nxtpaper ist dabei zwar dem P80 Ultra und P80 Pro vorbehalten, das AMOLED-Display selbst ist aber in allen drei Modellen und damit auch dem regulären P80 zu finden. Bei einer Größe von 6,83 Zoll bietet es eine Auflösung von 2.772 × 1.280 Pixeln, bis zu 120 Hz und deckt 100 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab.

  1. TCL P80 Pro

    TCL P80 Pro (Bild: TCL)

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MediaTek Dimensity 7300 und 7400

Den technischen Unterbau in puncto Prozessor übernimmt durchweg MediaTek, wobei P80 Ultra und P80 Pro auf den Dimensity 7400 setzen und das P80 mit dem Dimensity 7300 ausgestattet ist. Beide Chips sind Octa-Core-Modelle aus der 4-nm-Fertigung von TSMC, für den 7400 taktet MediaTek die CPU-Kerne des Typs Cortex-A78 und A55 sowie die Mali-G615-MC2-GPU jedoch höher. Die Smartphones kommen immer mit 8 GB RAM sowie den eingangs erläuterten Storage-Konfigurationen.

Dritte Kamera für das P80 Ultra

Weitere Unterschiede sind in den Bereichen Akku und Kamera zu finden. Auf 5.800 mAh kommen P80 Ultra und P80 Pro, noch 5.000 mAh sind es für das P80. Das kabel­ge­bundene Laden via USB-C ist hingegen durch die Bank mit maximal 45 Watt möglich.

TCL P80 Ultra
TCL P80 Ultra
TCL P80 Ultra
TCL P80 Ultra (Bild: TCL)

Beim Flaggschiff P80 Ultra ist darüber hinaus eine dritte Kamera mit Periskop-Teleobjektiv ein Alleinstellungs­merkmal der Serie. Damit kommt es auf eine dreifache optische Vergrößerung gegenüber der Hauptkamera, die wie das Teleobjektiv mit 50 MP sowie OIS und EIS arbeitet. Der Sensor der Hauptkamera weist eine Größe von 1/1,56" auf und wird mit f/1.88-Blende kombiniert. Darüber hinaus wird eine 8-MP-Ultraweitwinkelkamera mit Autofokus verbaut. Diese Haupt- und Ultraweitwinkelkamera sind auch im P80 Pro und P80 anzutreffen. Die in das Display ein­ge­las­sene Frontkamera arbeitet in allen drei Smartphones mit 32 MP.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von TCL unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.