Maxim Maurice in Neunkirchen: Zauberer Maxim Maurice und seine besondere Beziehung zu Neunkirchen

Maxim Maurice in Neunkirchen Zauberer Maxim Maurice und seine besondere Beziehung zu Neunkirchen

Neunkirchen · Seit zwei Jahrzehnten ist er als Zauberer auf den Bühnen unterwegs: Maxim Maurice. Als Philipp Daub hatte er 2006 in Neunkirchen seine ersten großen Auftritte. Im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung gibt er Einblicke in sein Leben als Magier.

09.10.2026 , 08:00 Uhr

Maxim Maurice steht für große Illusionen – mit ihnen will er auch in Neunkirchen begeistern.

Foto: Andreas Walocha/Fotonator

Ausgerechnet am 17. Oktober, wenn Zauberer Maxim Maurice auf der Bühne in der Neunkircher Neuen Gebläsehalle steht, wird eine seiner Assistentinnen fehlen. Das an sich ist vielleicht keine Erwähnung wert. Doch beim Namen der charmanten Dame an der Seite des Magiers wird es bei so manchem Liebhaber des Neunkircher Musicalprojektes in den Ohren klingeln. Denn, nicht nur für Philipp Daub, wie der Saarlouiser Zauberkünstler mit bürgerlichem Namen heißt, sondern auch für seine dienstälteste Assistentin Michelle Bußkamp dürfte das Jahr 2006 von ganz besonderer Bedeutung sein. „Michelle wurde mir beim Musicalprojekt Neunkirchen als Assistentin zugeteilt“, erinnert sich Daub. In der Produktion „Hotel. Lobby 20.30“, damals von Ela Otto und Ellen Kärcher produziert, hatte der damals 16 Jahre alte Schüler seine erste eigene Zaubershow vor großem Publikum. „Es war quasi eine Show in der Show und ich stand an acht Abenden auf der großen Bühne“. Das daraus eine so lange Zusammenarbeit zwischen ihm und Michelle entstehen würde, hätten damals beide nicht gedacht. In diesem Jahr begeisterte Bußkamp übrigens in der Hauptrolle der Rita O‘Grady im Musical „Made in Dagenham“. Doch nun ist sie an dem Wochenende, wenn Maxim Maurice zur großen Show der Illusionen nach Neunkirchen einlädt, mit einer Musicalproduktion unterwegs.

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Maxim Maurice unterhält Urlauber auf Kreuzfahrt

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Foto: Marko Völke

Im Jahr 2006 wurde Maxim Maurice geboren

Das Jahr 2006, erklärt Daub, war zugleich das Geburtsjahr der Kunstfigur Maxim Maurice. Mittlerweile ist der Saarlouiser verheiratet, hat zwei Töchter und führt als selbstständiger Zauberer einen Betrieb, in dem er derzeit auch eine Veranstaltungskauffrau ausbildet. Beim Blick auf das Foto, das die beiden damals zeigt, stellt Philipp Daub fest, dass er doch noch sehr jung damals war. Doch schon sehr früh, verrät er, wusste er, dass er Zauberer werden will. Das sei allerdings bei seinen Eltern erst mal nicht so gut angekommen. „Die haben gesagt, ich solle erst mal Realschule, dann Abitur machen“, berichtet er. Und er hat brav seine Abschlüsse gemacht – und auch eine Ausbildung als Veranstaltungskaufmann hat Daub in der saarländischen Landesvertretung in Berlin absolviert. Die, sagt er, habe ihm gutgetan und helfe ihm auch heute noch bei seiner Arbeit im Betrieb. Da allerdings die Politik in Berlin unter der Woche stattfand, konnte er am Wochenende Zauberauftritte absolvieren, „und mir war schon klar, dass mein Weg in die Zauberei und damit in die Selbstständigkeit führen wird.“

Wie vor 20 Jahren alles begann: Auftritt im Musicalprojekt Neunkirchen 2006 mit Assistentin Michelle Bußkamp.

Foto: Roger Paulet

Für ihn sind die zwei Jahrzehnte, auf die er im Jubiläumsjahr zurückblickt, ein „Glücksfall“. Von Beginn an gehe es immer bergauf, dazu gehöre neben der Kreativität vor allem viel Fleiß dazu. Stolz macht ihn auch, dass er mittlerweile eine eigene Lagerhalle, eigene Lkw – „ich habe auch den Lkw-Führerschein gemacht“ – und die Verantwortung für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat. „Die Zeit auf der Bühne nimmt den geringsten Teil ein. Wir haben viel Vorbereitung, viel Training, dazu noch die Buchführung und die Werbung, eben alles, was zu einem Unternehmen dazugehört“, berichtet Daub. Superspannend, so der Magier, sei das Zusammenspiel von Choreografie, Musik und Kostümen. „Da arbeiten wir viel im Team zusammen, viele Ideen entstehen in den Proben.“

Von Pannen und dem Plan B

Die sorgen dafür, dass auf und hinter der Bühne alles klappt – doch nicht immer ist er von Pannen verschont geblieben, wie er erzählt. So habe er einmal eine Panne mit dem Lkw auf dem Weg zum Auftritt gehabt. „Zum Glück war die Werkstatt nicht weit, die hatten auch noch geöffnet und wir bekamen schnelle Hilfe“. Oftmals, verrät er, gibt es einen Plan B oder auch Dinge, die weggelassen werden können – das falle dem Publikum nicht auf. Eine nicht so schöne Erinnerung hat er tatsächlich auch noch an die Neue Gebläsehalle in Neunkirchen: „Da hatten wir bis kurz vor Showbeginn keinen Strom, konnten nicht mal eine Durchsage durchs Mikrofon machen.“ Für die Show „Las Vegas Magie & Illusion“, die am Samstag, 17. Oktober, stattfinden wird, hofft er, dass die Technik funktioniert. Die Crew hinter der Bühne stehe jedenfalls bereit.

Das Programm in Neunkirchen sei absolut familientauglich. „Das Schöne an der Zauberei ist, dass sie Generationen verbindet.“ Zum „Warmwerden mit dem Publikum“ wird er erst einmal allein auf der Bühne stehen, doch dann werden auch die Zuschauerinnen und Zuschauer wieder gefordert sein, mit ihm zu zaubern. „Tatsächlich wähle ich die zufällig aus. Wichtig ist mir aber, dass sie sich auf der Bühne wohlfühlen.“ Wer schon immer mal mit Maxim Maurice auf der Bühne stehen wollte, sollte genau aufpassen, wenn ein Frisbee durch den Saal fliegt. „Wer das fängt, kommt auf die Bühne und kann auch noch was gewinnen.“ Für alle anderen verspricht er einen Abend voller großer Illusionen und Magie, ganz so wie bei seinen großen Vorbildern David Copperfield und Siegfried und Roy. (lck)

Info: Die Show „Las Vegas Magie & Illusion“ mit Zauberkünstler Maxim Maurice ist am Samstag, 17. Oktober, um 20 Uhr in der Neuen Gebläsehalle in Neunkirchen zu Gast (Einlass: 19.30 Uhr). Die Tickets kosten je nach Kategorie ab 29,90 Euro für Erwachsene und ab 24,90 Euro für Schüler und Studenten.