Mecklenburg-Vorpommern: Kremlbeauftragter Dmitrijew wirbt vor Wahl für die AfD
Kirill Dmitrijew, Berater des russischen Präsidenten, stellt der AfD vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern günstiges Gas in Aussicht.
Kirill Dmitrijew, Beauftragter des Kremls. Foto: Alexei Druzhinin/Pool Sputnik Kr
Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern bekommt die AfD prominente Unterstützung aus Moskau. Der Beauftragte von Kremlchef Wladimir Putin für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit, Kirill Dmitrijew, äußerte ganz unverhohlen die Bereitschaft zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der Partei nach einem möglichen Wahlsieg. Dabei behauptet Moskau immer wieder, sich nicht in Wahlen anderer Länder einzumischen. „Mecklenburg-Vorpommern wird wieder aufblühen, wenn bezahlbares, zuverlässiges Nord-Stream-Gas durch gemeinsame Arbeit mit der AfD zurückkehrt“, schrieb Dmitrijew auf der Plattform X.
Russland hatte immer wieder angeboten, bei einer möglichen Aufhebung von Sanktionen wieder preiswertes Gas nach Deutschland durch die Ostseepipeline zu pumpen. Nach den Sprengungen an den Ostseepipelines Nord Stream 1 und 2 gibt es nur noch einen intakten, aber nicht genutzten Strang von ursprünglich vier Leitungen. „Niedrigere Energiekosten, mehr Jobs und höheres Wachstum“, meinte Dmitrijew mit Blick auf künftig mögliche Gaslieferungen.
„Kein deutscher Energie- und Industriesuizid mehr“, sagte Dmirijew in einer Antwort auf einen Post der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel, die für Veränderung in Mecklenburg-Vorpommern warb. Er ist auch Putins Chefunterhändler bei den Gesprächen mit den USA über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

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Die AfD setzt sich zwar – wie die Partei BSW – für eine Wiederaufnahme der Moskauer Gaslieferungen ein, damit die deutsche Wirtschaft wie vor Putins Angriff auf die Ukraine wieder preiswerte Energie aus Russland beziehen könne. Allerdings entscheidet die Wahl auf Landesebene nichts Greifbares in der Frage. Russlands Pipelinegas unterliegt Sanktionen in der EU.
Russland setzt vor allem auf ein Scheitern der Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU), auf eine mögliche Neuwahl und einen künftigen Sieg der AfD auf Bundesebene. Dmitrijew hatte zuletzt auch ein Business-Forum für 2027 mit Vertretern Deutschlands, der USA und Russlands angekündigt. Aus Deutschland gebe es schon mehr als 20 Anfragen von deutschen Unternehmen, sagte er.
In Mecklenburg-Vorpommern wird an diesem Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kann sich nach letzten Wahlumfragen Hoffnung auf einen Sieg machen. Lange Zeit lag die AfD in dem ostdeutschen Bundesland in den Umfragen vor der SPD. Putin hatte immer wieder offen seine Sympathien für die AfD geäußert.

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