Messerattacke an Welfen-Gymnasium: Ermittler sehen nach Angriff in Schongau Hinweise auf Extremismus

Nach dem Angriff in einer Schule in Bayern gibt es laut Ermittlern Hinweise auf ein extremistisches Motiv. Die Zentralstelle für Terrorismusbekämpfung ermittelt.

Quelle: DIE ZEIT, dpa,

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  1. Juli 2026, 13:26 Uhr

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Bei dem Angriff wurden zwei Mädchen schwer verletzt. © Michaela Stache/​AFP/​Getty Images

Die Messerattacke in einer Schule im bayrischen Schongau hatte möglicherweise ein extremistisches Motiv. Die Generalstaatsanwaltschaft München teilte mit, dass die bayrische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus die Ermittlungen gegen den 16 Jahre alten Tatverdächtigen übernommen habe. Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen werde die Behörde vorerst keine weiteren Auskünfte erteilen.

Nach der Messerattacke an dem Gymnasium hatten Ermittler ein Schreiben geprüft, das von dem mutmaßlichen Täter stammen könnte. Das Schreiben, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, ist nach Angaben dieser von Beschimpfungen mehrerer Religionsgemeinschaften und Bevölkerungsgruppen durchsetzt. Beleidigt würden darin aber auch Menschen aus dem Umfeld des Verfassers, darunter Mitschüler und Lehrkräfte.

Für die Autorenschaft des mutmaßlichen Täters sprechen biografische Angaben, etwa das Alter des Verfassers und Details zu Ärger in der Schule. Zudem untersuchten die Ermittler, ob die Tat per Livestream übertragen werden sollte.

Ermittlungen wegen früherer Vorfälle gegen den Tatverdächtigen

Ein 16 Jahre alter Ex-Schüler sitzt unter Tatverdacht in Untersuchungshaft. Ihm wird versuchter Mord in zwei Fällen vorgeworfen. Er soll am vergangenen Mittwoch zwei 13-jährige Mädchen mit einem Messer auf dem Schulgelände schwer verletzt haben. Beide befinden sich noch im Krankenhaus. Mitschüler leisteten Erste-Hilfe und retteten so wahrscheinlich einem der Mädchen das Leben. Der 16-Jährige war von Lehrkräften und Polizeibeamten überwältigt worden.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten mitgeteilt, dass gegen den 16-Jährigen wegen zweier Vorfälle aus dem Jahr 2025 ermittelt wurde, weil er unter anderem Mitschüler bedroht und in sozialen Netzwerken Amokläufe verherrlicht haben soll.

Der Teenager soll bei seinem Angriff auch einen Schuss aus einer Pistole abgegeben haben. Danach soll die Waffe versagt haben. Nach Informationen der dpa soll er angegeben haben, die Waffe im Darknet besorgt zu haben.