Stand: 14.07.2026, 13:33 Uhr
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Ein 16-Jähriger soll an einem Gymnasium in Schongau Menschen mit einem Messer angegriffen haben. Jetzt ermittelt die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus.
Schongau – Update vom 14. Juli, 13.30 Uhr: Nach der Messerattacke an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau sehen Ermittler Hinweise auf ein extremistisches Motiv. Die Ermittlungen gegen den 16 Jahre alten Verdächtigen, unter anderem wegen versuchten Mordes, habe deshalb die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) übernommen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München mit. Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen werde die Behörde vorerst keine weiteren Auskünfte erteilen.
Messerattacke an Schongauer Gymnasium: Schreiben könnte vom Täter stammen
Bereits kurz nach der Tat war ein Schreiben aufgetaucht, das möglicherweise vom mutmaßlichen Täter verfasst wurde. Das Dokument, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, enthält Beleidigungen gegen mehrere Religionsgemeinschaften und Bevölkerungsgruppen – aber auch gegen Menschen aus dem direkten Umfeld des Verfassers, darunter Mitschüler und Lehrkräfte. Biografische Details wie das Alter des Autors sowie Hinweise auf schulische Konflikte sprechen laut Ermittlern dafür, dass der 16-Jährige hinter dem Text steckt. Zudem prüfen die Behörden, ob der Angriff per Livestream übertragen werden sollte.
Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Ihm werden zwei Fälle des versuchten Mordes zur Last gelegt. Er soll am vergangenen Mittwoch zwei 13-jährige Mädchen auf dem Schulgelände mit einem Messer schwer verletzt haben. Beide Mädchen befanden sich zunächst weiterhin in stationärer Behandlung. Mitschüler leisteten unmittelbar nach der Tat Erste Hilfe – und retteten damit nach Einschätzung der Ermittler wahrscheinlich einem der Opfer das Leben. Überwältigt wurde der Angreifer schließlich von Lehrkräften und Polizeibeamten.
Polizei und Staatsanwaltschaft hatten mitgeteilt, dass gegen den 16-jährigen Kroaten wegen zweier Vorfälle aus dem Jahr 2025 ermittelt wurde, weil er unter anderem Mitschüler bedroht und in sozialen Netzwerken Amokläufe verherrlicht haben soll.
Nach der Tat stellten die Behörden neben dem Messer auch eine Pistole samt Munition sicher. Die Schusswaffe wurde laut dpa-Informationen bei einem Rucksack gefunden, den der 16-Jährige nach dem Angriff auf dem Schulhof in der Nähe des Tatorts abgelegt hatte. Er selbst wies die Polizisten nach seiner Festnahme auf den Rucksack hin. Dem Vernehmen nach soll er mit der Pistole einen Schuss abgegeben haben, bevor die Waffe versagte. Die Schusswaffe habe er sich eigenen Angaben zufolge über das Darknet beschafft. Beim eingesetzten Messer soll es sich nicht um ein gewöhnliches Haushaltsmesser handeln.
Messerattacke an Gymnasium: Hinweise auf extremistisches Motiv nach Angriff in Schongau
Erstmeldung vom 14. Juli, 13.25 Uhr: Nach der Messerattacke an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau sehen Ermittler Hinweise auf ein extremistisches Motiv.

Messerattacke an Gymnasium in Schongau: Hinweise auf extremistisches Motiv
Die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus hat die Ermittlungen gegen den tatverdächtigen 16-Jährigen übernommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft München mitteilte. Der Jugendliche steht unter anderem im Verdacht des versuchten Mordes.