Meteorologe erklärt: Das macht der Rekord-El Niño mit unserem Winter
Stand: 19.09.2026, 19:23 Uhr
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Der Pazifik heizt sich immer weiter auf; ein Rekord-El-Niño braut sich zusammen. Doch was heißt das für uns in Deutschland? Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt – El Niño ist zurück – und diesmal richtig. Im tropischen Pazifik liegt das Wasser stellenweise über drei Grad wärmer als normal, und es soll eher noch wärmer werden. Das klingt nach wenig, ist es aber überhaupt nicht. Schon so ein Ausschlag reicht, um weltweit ganze Wetterlagen durcheinanderzuwirbeln.

In Südamerika stehen Regionen unter Wasser, in Südostasien vertrocknen die Felder. Und dass dieser kräftige El Niño bis tief in den Winter durchhält, gilt inzwischen als so gut wie sicher. Bei uns kommt das Ganze deutlich abgeschwächt an, Europa liegt einfach zu weit weg vom Pazifik. Trotzdem mischt so ein Kraftpaket in der großen Wetterküche kräftig mit.
Was der rekordverdächtige El Niño für unseren Winter bedeutet
Die Modelle deuten für den kommenden Winter auf eher zu milde Temperaturen und in vielen Regionen auf mehr Niederschlag hin. Wer jetzt auf wochenlangen Dauerfrost hofft, den muss ich erst mal bremsen. Ein durchweg eisiger Winter sieht anders aus – der große Trend zeigt bisher klar Richtung mild und wechselhaft.
Aber Vorsicht: mild im Schnitt heißt nicht langweilig. Ein starker El Niño kann bis hoch in die Stratosphäre wirken und dort den Polarwirbel ins Wanken bringen. Und genau dann wird es spannend.
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Trotz starkem El Niño: Schnee ist trotzdem nicht vom Tisch
Kippt dieser Windring, kann eiskalte Polarluft blitzschnell bis zu uns durchbrechen – mit Frost, Schnee und allem, was dazugehört. Gerade Januar und Februar haben deshalb echtes Überraschungspotenzial. Meinen dicken Wintermantel würde ich jedenfalls noch nicht ganz nach hinten in den Schrank hängen.