Microsoft dementiert: Kein neuer Datensammeldienst in Windows 11

Microsoft hat klargestellt, dass ein angeblich neu in Windows 11 in­tegrierter Dienst, der die Leistung überwacht, alles andere als neu ist. Zuvor hatten sich in sozialen Medien Gerüchte verbreitet, dass die Redmonder eine neue Tracking-Funktion eingeführt hätten.

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Microsoft-Manager widerspricht Falschbehauptungen

Microsoft Vice President und Entwickler-Guru Scott Hanselman höchstpersönlich sah sich kürzlich offenbar genötigt, Gerüchten über einen neu integrierten Tracking-Dienst in Windows 11 zu widersprechen, der angeblich nicht nur die Nutzung des PCs überwacht, sondern zusätzlich auch noch die Leistung reduziert.

Zuvor hatte der X/Twitter-User Xilly einen in Großbuchstaben überschriebenen Post veröffentlicht, in dem er behauptete, Microsoft habe einen neuen Hintergrunddienst auf den PCs des Nutzers untergebracht, der alle 15 Minuten Daten an Microsoft überträgt und genaue Performance-Daten zu CPU, Wärmeentwicklung und Akku sammelt.

Der Dienst sei für das Akkumanagement von Laptops gedacht, laufe aber auch auf Desktop-Systemen immer mit. Weil diese ihn aber nicht benötigten, solle man den Dienst doch möglichst umgehend deaktivieren, hieß es. Xilly ist dafür bekannt, auf einer Reihe von Kanälen Tipps und Tricks zur Performance-Verbesserung von Windows-PCs zu geben, gerade wenn es um Gaming-Systeme geht.

Hanselman widersprach den Behauptungen nun aber ausdrücklich. Tatsächlich habe man in Windows 11 einen Dienst namens Windows Health and Optimized Experiences eingeführt. Dies sei jedoch nicht gerade erst erfolgt, sondern bereits im Jahr 2025. Außerdem sei der Dienst nicht nur für Laptops gedacht, stellte der Microsoft-VP klar.

Statt alle 15 Minuten umfangreiche Daten zum System des Nutzers zu sammeln und zu übertragen, kann Windows mit dem auch als "whesvc" abgekürzten Dienst nach Angaben von Hanselman "Leistungsdaten zu Diagnosezwecken" aufzeichnen, um diese dann über den Feedback-Hub an Microsoft zu übermitteln. Dies erfolgt angeblich nur, wenn das Betriebssystem "langsames oder träges Verhalten feststellt", erklärte er weiter. Auch sei der Dienst keineswegs nur für Laptops gedacht.

Tatsächlich dient der X/Twitter-Post von Xilly wohl vor allem einem Ziel: Man will Unsicherheit bei unerfahrenen Nutzern auslösen, um letztlich davon zu profitieren. Xilly bietet selbst nämlich einen Dienst an, bei dem man zu Preisen ab mindestens 85 Dollar per Telefon eine Beratung zur Performance-Optimierung von Windows-PCs buchen kann.

Zusammenfassung

  • Scott Hanselman widerspricht Gerüchten über neuen Windows-Tracker
  • Ein X-Nutzer behauptete, ein Hintergrunddienst spioniere und bremse PCs
  • Der Dienst "whesvc" wurde bereits im Jahr 2025 in Windows 11 integriert
  • Er zeichnet Leistungsdaten nur bei trägem Systemverhalten lokal auf
  • Daten dienen der Diagnose und können über den Feedback-Hub geteilt werden
  • Der Urheber der Falschmeldung verkauft teure PC-Optimierungsberatungen

Siehe auch:

  • Windows Recovery: Microsoft startet neues Update für Windows 11
  • Windows 11: Microsoft will RAM-Bedarf bis Ende 2026 massiv reduzieren
  • Windows 11: Update bringt endlich die verschiebbare Taskleiste zurück
  • Windows 11: Microsoft plant neues Rechtsklick-Menü - Flotter, flexibler
  • Windows 11: Neues Update verbessert Datei-Explorer, Touchpads uvm.