Mietkosten in Emden steigen: Der Vergleich zu Niedersachsen zeigt Unterschiede

Stand: 12.09.2026, 23:34 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Mietkosten in Emden steigen: Der Vergleich zu Niedersachsen zeigt Unterschiede

Die Mietpreise in Emden sind zwischen 2010 und 2025 deutlich angestiegen. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa

In Emden sind die Mietkosten kontinuierlich angestiegen. Daten zeigen die Entwicklung über anderthalb Jahrzehnte im Niedersachsen-Vergleich.

Emden – Die Wohnkosten in Niedersachsen haben einen Aufwärtstrend erfahren. Das zeigen Zahlen einer Sonderauswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Auch in der kreisfreien Stadt Emden ist dieser Trend zu beobachten. Die Entwicklung der Mieten zwischen 2010 und 2025 verläuft kontinuierlich nach oben.

Im Jahr 2010 lag die durchschnittliche Miete in Emden noch bei 5,27 Euro je Quadratmeter. Bis 2015 stieg der Wert auf 5,82 Euro an. Im Jahr 2020 waren es bereits 6,36 Euro pro Quadratmeter. Für 2025 weist die Statistik einen Durchschnittswert von 8,03 Euro je Quadratmeter aus. Die jährliche Entwicklung zwischen 2010 und 2020 betrug 1,9 Prozent, zwischen 2015 und 2025 lag sie bei 3,3 Prozent. Im Vergleich dazu liegt die jährliche Mietentwicklung in ganz Niedersachsen im Zeitraum von 2015 bis 2025 bei 4,4 Prozent. Emden bewegt sich damit unterhalb des landesweiten Trends.

Mietkosten bei 8,03 Euro pro Quadratmeter: Die Zahlen für Emden im Überblick

Wie ordnen sich die Werte im landesweiten Vergleich ein? Besonders hohe Angebotsmieten zeigen sich im Landkreis Harburg. Dort lag die durchschnittliche Nettokaltmiete bei Erst- und Wiedervermietungen bei 12,31 Euro je Quadratmeter. Ebenfalls kostspielig waren die Stadt Oldenburg mit 11,68 Euro sowie der Landkreis Lüneburg mit 11,53 Euro pro Quadratmeter. Diese Regionen führen die Statistik der teuersten Wohnstandorte in Niedersachsen an.

Deutlich niedrigere Werte finden sich hingegen in anderen Teilen des Bundeslandes. Die Stadt Salzgitter weist mit durchschnittlich 6,49 Euro pro Quadratmeter nettokalt den günstigsten Wert auf. Im Landkreis Lüchow-Dannenberg lagen die Angebotsmieten bei 6,77 Euro je Quadratmeter, im Landkreis Holzminden bei 6,79 Euro pro Quadratmeter. Diese Regionen bilden das untere Ende der Preisskala in Niedersachsen.

Teure und günstige Mietpreise in Niedersachsen: Die Übersicht der Landkreise, Städte und Regionen

Teure Erst- und Wiedervermietungsmieten (pro qm² 2025)Günstige Erst- und Wiedervermietungsmieten (pro qm² 2025)
12,31 Euro (Landkreis Harburg)6,49 Euro (Stadt Salzgitter)
11,68 Euro (Stadt Oldenburg)6,77 Euro (Landkreis Lüchow-Dannenberg)
11,53 Euro (Landkreis Lüneburg)6,79 Euro (Landkreis Holzminden)
10,96 Euro (Landkreis Stade)6,94 Euro (Stadt Wilhelmshaven)
10,78 Euro (Region Hannover)7,03 Euro (Landkreis Northeim)
10,72 Euro (Landkreis Ammerland)7,17 Euro (Landkreis Goslar)
10,67 Euro (Stadt Osnabrück)7,33 Euro (Landkreis Helmstedt)
10,51 Euro (Grafschaft Bentheim)7,71 Euro (Landkreis Hameln-Pyrmont)
10,22 Euro (Stadt Braunschweig)7,86 Euro (Landkreis Wesermarsch)
10,17 Euro (Landkreis Verden)8,03 Euro (Stadt Emden)

Datenbasis: Sonderauswertungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und die Datenbanken der IDN ImmoDaten GmbH.

Datengrundlage: Unmöblierte Wohnungen mit 30 bis 130 Quadratmetern wurden erfasst

Als Grundlage für die Angebotsmieten dienten Inserate für Bestands- sowie Neubauwohnungen aus Online-Veröffentlichungen. Die Erfassung umfasste sowohl Anzeigen von Immobilienportalen als auch Wohnungsinserate aus Printmedien. Um eine vergleichbare Auswertung auf Kreisebene zu gewährleisten, wurden ausschließlich definierte Wohnungen einbezogen: unmöblierte Objekte zwischen 30 und 130 Quadratmetern Wohnfläche mit mittlerem Ausstattungsstandard. Die angegebenen Beträge beziehen sich auf die Nettokaltmiete ohne Berücksichtigung von Neben- und Heizkosten.

Die Datenbasis stammt von der IDN ImmoDaten GmbH. Dort werden Inserate von mehr als 120 Immobilienportalen und Zeitungen zusammengeführt. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung nimmt die Auswertung dieser Informationen vor und ermittelt daraus die durchschnittlichen Angebotsmieten.