Milliardär vor Politik-Comeback: Musk will Republikanern bei Midterms helfen

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Wahlkampf in den USA ist immer auch eine Materialschlacht, mit Werbespots im Fernsehen und Radio, Kampagnen in digitalen Medien und Social Media, Anzeigen in klassischen Zeitungen und immer opulenter werdenden Auftritten der Kandidaten, landesweit. Das verschlingt Unsummen: Rund 5,5 Milliarden US-Dollar gaben Kandidaten, Parteien und die unabhängigen Aktionskommitees (Super-PACs) für den Präsidentschaftswahlkampf aus.

Ein großer Teil dieses Geldes kommt von Großspendern; Milliardäre wie Michael Bloomberg oder Elon Musk haben hohe, teils dreistellige Millionenbeträge in die Kriegskassen der Kandidaten fließen lassen.

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Nicht uneigennützig, wie sich am reichsten Mann der Welt ablesen lässt. Musk hatte sich mit insgesamt rund 270 Millionen US-Dollar Einfluss und Zugang zu US-Präsident Donald Trump erkauft, durfte zwischenzeitlich die berüchtigte Entbürokratisierungs-Agentur Doge leiten und war regelmäßig im Weißen Haus zu Gast. Seine SpaceX-Raketenschmiede erhielt zudem Aufträge zum Bau von Transportraketen, die die Nasa dringend für das ambitionierte Raumfahrtprogramm Artemis braucht.

Doch die Bromance zwischen Musk und Trump erkaltete, öffentlichkeitswirksam, im Streit über neue Staatsschulden und die Nasa. Trump nahm Musk die Doge-Leitung weg, der zog sich aus der Politik zurück und widmete sich seinen eigenen Projekten, wie dem Börsengang von SpaceX.

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Warum Musk die Midterms wieder interessieren

Doch mit den heranziehenden Midterms, in denen die Republikaner drohen, wegen Trumps Krieg gegen Teheran ihre knappe Mehrheit nicht nur im Kongress, sondern auch im Senat zu verlieren, scheint Musks Interesse an der Politik wieder geweckt. Meinungsforscher sehen die Demokraten vier bis elf Prozentpunkte vor Trumps Republikanern. Ohne eigene Mehrheit verlöre der US-Präsident die Möglichkeit, eigene Gesetze durch die Kammern zu bringen.

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Das könnte sich negativ auf die Geschäfte des Tech-Milliardärs auswirken. Eine demokratische Mehrheit in den beiden Kammern der US-Legislative könnte dem Südafrikaner gerade im Bereich Künstliche Intelligenz regulatorische Daumenschrauben anlegen, oder neue Aufträge für Satelliten und Raketenstarts an SpaceX-Konkurrenten wie Blue Origin vergeben.

Musk stünde dann unter (noch) mehr Druck – entsprechend hat der reichste Mann der Welt ein ureigenes Interesse daran, dass Trumps Republikaner siegreich aus der Schlacht um Senat und Kongress ziehen. Und Musk scheint bereit, erneut millionenschwere Schützenhilfe zu leisten. Die Plattform „Axios“ berichtete, er habe vor den Kongresswahlen in gut drei Monaten seine Organisation America PAC wiederbelebt – jenes Spendenbecken, mit dem er 2024 mehr als 260 Millionen Dollar (fast 230 Millionen Euro) in den Trump-Wahlkampf pumpte.

America PAC soll Trumps Basis an die Urnen bringen

Welche Summe Musk dieses Mal aufwenden will, ist bisher nicht bekannt. Trumps politischer Berater James Blair sagte jedoch „Axios“, er erhoffe sich durch America PAC „enormen Rückenwind für Republikaner im ganzen Land“. Das Fass ist nach oben offen: Musks America PAC ist ein sogenannter Super-PAC: eine Organisation, die unbegrenzt Spenden eintreiben und damit Wahlwerbung für eine Partei machen kann.

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Erwartet wird, dass America PAC versuchen wird, konservative Wähler zu mobilisieren, die normalerweise nicht bei Kongresswahlen abstimmen. Dies dürfte per Haustürwahlkampf, digitaler Werbung und personalisierten Briefen und Postkarten geschehen. Die Republikaner haben bei solchen Wahlkampfmitteln gegenüber den Demokraten laut „Axios“ derzeit einen Vorsprung von mindestens 300 Millionen Dollar. Trumps Maga-Organisation könnte demnach weitere 400 Millionen Dollar einsetzen.