Millionen-Schatz war in Wänden einbetoniert: Bauarbeiter entdeckt bei Renovierung 49 Goldbarren
Stand: 19.08.2026, 14:04 Uhr
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Beim Verlegen von Abwasserrohren im Keller kam einem Arbeiter etwas seltsam vor. Jetzt bekommt die Polizei Hinweise aus aller Welt.
Dendermonde – Sensationsfunde auf alten Dachböden oder in verlassenen Kellern tauchen häufiger bei Renovierungsarbeiten auf. Ein Installateur entdeckte in Österreich schon einmal Goldmünzen im Wert von 2,3 Millionen Euro. In Belgien hat ein 18-Jähriger bei seinem Sommerjob einen noch viel üppigeren Goldschatz gefunden: Goldbarren und tausende Goldmünzen im Wert von etwa neun Millionen Euro.

Bauarbeiter hatten die Polizei am Dienstag, 11. August 2026, nach eigenen Angaben in der ostflämischen Stadt Dendermonde über eine „große Menge Gold“ informiert. Kurz darauf veröffentlichte die Polizei Fotos von rund 50 Goldbarren und einen Topf mit Goldmünzen.
Bauarbeiter findet mysteriösen Millionen-Goldschatz in der Wand
„Offenbar würden einige Schatzsucher der Fundstelle gerne einen weiteren Besuch abstatten“, erklärte die Polizei, die ihr Profilbild auf Facebook in eine Goldmünze änderte. „Ein goldener Rat: Es ist absolut zwecklos.“ Die Baustelle sei abgesperrt und habe gefährliche Gruben.
Doch die Ereignisse überschlagen sich, wie die Polizei Dendermonde auf Facebook berichtet: „Wir bekommen E-Mails aus allen Ecken der Welt. Von potenziellen Besitzern oder Experten, die ihre Hilfe anbieten möchten.“
Eigentümer aus dem Jenseits melden sich
Polizeichef Patrick Feys schildert gegenüber dem belgischen Sender VRT NWS skurrile Fälle: „Jemand erinnerte sich aus seinem früheren Leben daran, irgendwo Gold versteckt zu haben, wusste aber nicht mehr genau wo. Er sagte, es sei etwa 60 Jahre her und es sei echtes Gold.“
Belgischen Medienberichten zufolge war der Goldschatz in einer Wand einer ehemaligen Brauerei eingemauert. Der letzte Nachkomme der ehemaligen Besitzerfamilie starb 1982. Das Gebäude ging mit der Auflage, es für einen guten Zweck zu nutzen, an die Abtei Dendermonde. Heute gehört es der gemeinnützigen Organisation CAW. Der Historiker und ehemalige Bürgermeister von Dendermonde, Piet Buyse, erklärt bei VRT NWS seine Theorie: „Der Goldschatz stammt aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals besaß die Familie Van Assche bereits ein sehr großes Vermögen. Es ist durchaus möglich, dass sie dieses Vermögen in Gold angelegt haben.“
Der Schatz liegt inzwischen in einem Hochsicherheitstresor des belgischen Staates. Der rechtmäßige Eigentümer hat fünf Jahre Zeit, sich zu melden. Nach dem Ablauf der Frist geht der Fund zu einer Hälfte an den Finder, zur anderen an den Eigentümer des Grundstücks. Allerdings laufen zuerst Ermittlungen, ob es eine „kriminelle Verbindung zum Gold“ gibt, betont die Polizei.
Spuren der Vergangenheit sind faszinierend. Auf einer Urlaubsinsel tauchte ein mysteriöser Abschiedsbrief von 1997 auf. In einer Villa entdeckte ein Elektriker einen wertvollen Kunstschatz. (Quellen: Police Dendermonde, VRT NWS) (ml)