Mit Bundestag-Stipendium: Für Felicia Weinberger und Michael Kellermann geht‘s ein Jahr in die USA

Stand: 09.08.2026, 12:00 Uhr

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Ein Jahr in den USA werden Felicia Weinberger aus Attenkirchen und Michael Kellermann aus Nandlstadt verbringen - zur Freude von MdB Christian Moser (r.).

Ein Jahr in den USA werden Felicia Weinberger aus Attenkirchen und Michael Kellermann aus Nandlstadt verbringen – zur Freude von MdB Christian Moser (r.). © Collage: privat/Moser

Vor einem großen Abenteuer stehen Felicia Weinberger aus Attenkirchen und Michael Kellermann aus Nandlstadt: Sie werden ein Jahr in den USA verbringen und Botschafter Deutschlands im Ausland sein.

Attenkirchen – Die Aufregung bei Felicia Weinberger aus Attenkirchen steigt: Am Montag fliegt die 16-jährige Schülerin für ein Jahr in die USA. Im Rahmen eines Auslandsjahres möchte sie „ein neues Land und neue Leute kennenlernen – und mein Englisch verbessern“, erzählt sie im FT-Gespräch. Das Besondere: Sie hat im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) ein Stipendium des Deutschen Bundestags bekommen und soll dazu beitragen, die deutsch-amerikanischen Beziehungen zu vertiefen (wir haben berichtet).

In Missouri in den USA wird Felicia Weinberger aus Attenkirchen ein Auslandsjahr verbringen.

In Missouri in den USA wird Felicia Weinberger aus Attenkirchen ein Auslandsjahr verbringen. Am Montag startet sie in ihr Abenteuer. © privat

Felicia Weinberger, die gerade die zehnte Klasse am Freisinger Camerloher-Gymnasium absolviert hat, wird in den kommenden Monaten bei einer Gastfamilie in Missouri leben – und dort auch zur Schule gehen. Zu ihren Fächern werden unter anderem „History and Government“ gehören, sprich Fächer, die sich mit der Geschichte der USA und den Grundlagen des US-Regierungssystems befassen. Zudem soll sie sich im Rahmen des Patenschafts-Programms ehrenamtlich engagieren – „mindestens 50 Stunden“, erzählt sie.

Stoff der 11. Klasse schon vorgelernt

Für ihr Auslandsjahr muss sie ihre Schulzeit unterbrechen. Doch das sollte kein Problem sein, sagt sie: „Den Stoff der 11. Klasse habe ich schon in der 9. und 10. Klasse gelernt“, erzählt sie. Dafür hatte sie einmal pro Woche Nachmittagsunterricht gehabt. Wenn sie zurückkehrt, wird sie nach einer Vorbereitungswoche am Gymnasium in der 12. Klasse einsteigen – „auf Probe“, wie sie sagt. Aber die 16-Jährige ist optimistisch, dass sie die schulische Herausforderung meistert.

Auf die Idee, ein Auslandsjahr zu machen, ist sie über einen Informationsabend in der 8. Klasse an der Schule gekommen. Dass sie es über das „PPP“ machen würde, war auch ein bisschen Glück. In den 299 Bundestagswahlkreisen werden 235 Stipendien für Schülerinnen und Schüler sowie 65 Stipendien für junge Berufstätige vergeben. Für den Wahlkreis Freising-Pfaffenhofen durfte MdB Christian Moser (CSU) ein Schülerstipendium vergeben – rund 15 junge Leute hätten sich laut Felicia Weinberger beworben. Sie kam unter die Top 3 und wurde letztlich von Moser ausgewählt.

Junge Fachkräfte sind wichtige Botschafter

Als Botschafter Bayerns in den USA hat MdB Christian Moser (r.) den Elektroniker Michael Kellermann aus Nandlstadt ausgewählt.

Als Botschafter Bayerns in den Staaten hat MdB Christian Moser (r.) den Elektroniker Michael Kellermann aus Nandlstadt ausgewählt. © Moser

Mit Michael Kellermann aus Nandlstadt darf Christian Moser einen weiteren Stipendiaten in die USA schicken – allerdings in der Kategorie „Junge Berufstätige“. Und dieser bringt laut Moser „beste Voraussetzungen“ mit: „Er arbeitet als Elektroniker für Betriebstechnik bei der WOLF GmbH in Mainburg, engagiert sich in der Freiwilligen Feuerwehr und übernimmt als Oberministrant Verantwortung in seiner Heimatgemeinde.“ Moser ist überzeugt, dass Kellermann der richtige Kandidat ist: Gerade junge Fachkräfte seien „wichtige Botschafter Deutschlands im Ausland“. Das gelte insbesondere für Regionen wie die Hallertau, „die traditionell von Handwerk, Mittelstand und starkem ehrenamtlichem Zusammenhalt geprägt“ seien. Michael Kellermann werde laut Moser in den USA nicht nur neue berufliche und persönliche Erfahrungen sammeln, „sondern auch zeigen, wofür Bayern und unsere Heimatregion stehen: Verlässlichkeit, Gemeinschaftssinn und Offenheit gegenüber der Welt“.

Für Felicia Weinberger und Michael Kellermann bedeutet dieses Angebot, dass die Reise-, Programm- und notwendigen Versicherungskosten übernommen und sie, wie auch die anderen Stipendiaten, von erfahrenen Austauschorganisationen betreut werden, die seit vielen Jahren mit dem Deutschen Bundestag zusammenarbeiten.

Am Montag geht‘s nun los. „Ich freue mich darauf“, sagt Felicia Weinberger, „aber der Abschied wird mir schwerfallen.“ Doch auch wenn sie alleine auf Reisen geht, können sie ihre Familie, Freunde und Interessierte „begleiten“: Auf ihrem Instagram-Account @feli.amx wird sie immer wieder Fotos und Infos teilen und von ihrem Auslandsjahr berichten.