Mittelaltermarkt auf historischer Burg lockt mit Ritterkämpfen und einem Riesenrad

Stand: 23.07.2026, 12:28 Uhr

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Drei Tage lang Mittelalter-Feeling gibt es auf einer bekannten Burganlage in NRW zu erleben. Gaukler, Handwerker und Ritter sorgen für ein buntes Programm.

Bielefeld – Vom 24. bis 26. Juli macht die Sparrenburg in Bielefeld einen Sprung von rund 600 Jahren zurück: Beim Sparrenburgfest ziehen Ritter, Gaukler, Handwerker und fahrendes Volk unterhalb der Burganlage ein und lassen dort für drei Tage eine mittelalterliche Zeltstadt entstehen.

Die Sparrenburg in Bielefeld verwandelt sich in ein riesiges Mittelalterfest.

Die Sparrenburg in Bielefeld verwandelt sich in ein riesiges Mittelalterfest. © IMAGO / Hans Blossey / STEINSIEK.CH / Collage:wa.de

Das Gelände ist in mehrere Quartiere aufgeteilt, die jeweils eine eigene mittelalterliche Lebenswelt zeigen, wie es auf der Website des Events heißt. Im Ritterlager kämpfen mehrmals täglich die schwarzen Ritter aus Böhmen in Schaukämpfen gegeneinander, erklären zwischendurch aber auch ihre Rüstungen und lassen Kinder Waffen und Ausrüstung ausprobieren. Wer selbst zu Pfeil und Bogen greifen will, kann sich an der Bogenbahn versuchen. Musikalisch begleiten unter anderem die Gruppen Xandru und Keleti Szél das Geschehen auf der Ritterbühne.

Sparrenburgfest: Von höfischer Musik bis mittelalterlichem Riesenrad alles dabei

Im höfischen Lager hat der diesjährige Graf zu Ravensberg mit seinem Gefolge sein Quartier aufgeschlagen. Neben höfischer Musik von Quattro Mani und einem Auftritt des Spielmanns Giacomo zum gräflichen Bankett gehören auch Tjostkämpfe mit den gräflichen Wachen und der Auftritt des Hofnarren Tumalon zum Programm. Bei Einbruch der Dunkelheit ist zudem ein Feuerspiel geplant, sofern die Waldbrandstufe es zulässt, heißt es. Neu in diesem Jahr ist das Lager der Freibeuter: Ein Teil des Geländes wird zum Hafen mit Seefahrergeschichten, irischer Musik und dem Ein-Personen-Theater „Der fliegende Holländer“.

Im Bauernlager schließlich zeigen Handwerker ihre Arbeit, es gibt Garküchen und eine Taverne, dazu Musik von Satolstelamanderfanz sowie Gaukelei von Max und Moritz. Für Kinder gibt es außerdem Puppentheater mit Petronius Paternoster, ein handbetriebenes Holzkarussell und ein mittelalterliches Riesenrad. Wer tiefer in die Geschichte der Burg eintauchen möchte, kann an allen drei Tagen an einer 45-minütigen Führung durch die Kasematten teilnehmen, dem unterirdischen Gangsystem der Festung.

Eintritt und Anreise

Geöffnet ist das Sparrenburgfest am Freitag von 13 bis 22 Uhr, am Samstag von 11 bis 22 Uhr und am Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, für Kinder bis 14 Jahre (über 1,20 Meter Körpergröße) 4 Euro; kleinere Kinder kommen kostenlos hinein. Tickets gibt es an den Tageskassen vor Ort sowie im Vorverkauf online und in der Tourist-Information. An den meisten Ständen auf dem Gelände wird nur mit Bargeld bezahlt, lediglich der Eintritt kann auch mit Karte beglichen werden.

Wegen Auf- und Abbauarbeiten ist die Burg vom 21. bis 28. Juli nicht mit dem Auto erreichbar, auch mehrere Straßen rund um die Sparrenburg sind gesperrt. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, mit Bus und Bahn anzureisen, etwa über die Haltestellen Adenauerplatz, Landgericht oder Kunsthalle. Wer doch mit dem Auto kommen möchte, sollte die Parkhäuser in der Altstadt nutzen. Das Festgelände liegt unterhalb der Burganlage auf teils unbefestigtem, steilem Untergrund; Barrierefreiheit ist nicht durchgängig gegeben.

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