Mitten in der Innenstadt: Beliebtes Stadtcafé schließt

Stand: 18.09.2026, 19:47 Uhr

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PRODUKTION - 14.03.2025, Mecklenburg-Vorpommern, Prerow: Ein Schild „Geschlossen“ an einem Geschäft in dem Ostseebad. Am 15.03.2025 beginnt die Sommersaison für Sonn- und Feiertagsöffnungen der Einzelhandesgeschäfte in Tourismushochburgen von Mecklenburg-Vorpommern.Die allermeisten Geschäfte haben am Sonntag zu.  (zu dpa: „Shoppen am Sonntag?“) Foto: Bernd Wüstneck/dpa - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Nachrichten für Kinder +++ dpa-Nachrichten für Kinder +++

PRODUKTION - 14.03.2025, Mecklenburg-Vorpommern, Prerow: Ein Schild „Geschlossen“ an einem Geschäft in dem Ostseebad. Am 15.03.2025 beginnt die Sommersaison für Sonn- und Feiertagsöffnungen der Einzelhandesgeschäfte in Tourismushochburgen von Mecklenburg-Vorpommern.Die allermeisten Geschäfte haben am Sonntag zu. (zu dpa: „Shoppen am Sonntag?“) Foto: Bernd Wüstneck/dpa - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Nachrichten für Kinder +++ dpa-Nachrichten für Kinder +++ © Bernd Wüstneck/dpa

Ein Herzensprojekt endet: Margarita Tchankotadze schließt das Stadtcafé am 31. Dezember in Nordenham. Sie zieht sich aus familiären Gründen zurück.

Eine Ära endet: Das Stadtcafé in der Nordenhamer Fußgängerzone wird am 31. Dezember zum letzten Mal seine Türen öffnen. Die Betreiberin Margarita Tchankotadze, besser bekannt als Maggi, hat sich schweren Herzens zu diesem Schritt entschieden. „Ich muss vorerst andere Prioritäten setzen“, erklärt sie mit Blick auf familiäre Verpflichtungen gegenüber der Nordwest-Zeitung NWZ.

Mitten in der Innenstadt von Nordenham: Beliebtes Stadtcafé schließt

Margarita Tchankotadze stammt ursprünglich aus Litauen und kam 1992 als Au-pair nach Nordenham. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau im Hotel Am Markt und sammelte wertvolle Erfahrungen im Café in Ullas Backstube am Mittelweg. Im Jahr 2020 erfüllte sie sich schließlich ihren Traum von der Selbstständigkeit, indem sie das Stadtcafé nach einer langen Leerstandsphase von fünfeinhalb Jahren wiedereröffnete.

Die Herausforderungen ließen nicht lange auf sich warten: Nur wenige Wochen nach der Eröffnung im März 2020 musste Maggi die Corona-Lockdowns bewältigen. Doch mit viel Engagement und Unterstützung ihres Teams gelang es ihr, das Stadtcafé zu einem beliebten Treffpunkt in der Innenstadt zu entwickeln.

Ein Herzensprojekt für Maggi und ihre Gäste

Das Stadtcafé ist bekannt für sein reichhaltiges Angebot an Frühstück, Heißgetränken, Kuchen und Snacks. Die Gäste schätzen besonders den Ausblick aus dem Obergeschoss mit seinen rund 60 Sitzplätzen. „Für mich ist das Stadtcafé ein Herzensprojekt“, sagt Maggi der NWZ. „Ich war die Erste, die morgens gekommen ist, und die Letzte, die gegangen ist.“

Maggi ist glücklich verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 18 und 22 Jahren. Die Entscheidung zur Schließung fiel ihr nicht leicht, doch die Familie steht nun im Vordergrund. „All das, was ich hier erlebt habe, wird für immer ein wichtiger Teil meines Lebens bleiben“, betont sie. Dankbar zeigt sie sich auch gegenüber ihrem Team und den Gästen für das entgegengebrachte Vertrauen.

Zukunft ungewiss: Leerstand droht in der Fußgängerzone

Mit der Schließung des Stadtcafés droht der Fußgängerzone in Nordenham ein weiterer Leerstand, da bisher keine Nachfolge in Sicht ist. Maggi hat ihre Mitarbeiterinnen bereits informiert, und der Betrieb soll bis Ende des Jahres wie gewohnt weiterlaufen. Wichtig für alle Kunden: Es werden keine neuen Gutscheine mehr ausgegeben, und vorhandene sollten noch in diesem Jahr eingelöst werden.

Auch für einen Traditionsbetrieb gibt es das Aus nach über 140 Jahren: Beschäftigte und Arbeitgeber müssen nun neue Wege gehen.