93 Prozent verfinstert: Am Freitag um 4.33 Uhr beginnt die Mondfinsternis – dann gibt es lange keine mehr

Mondfinsternis am Freitagmorgen: Ab 4.33 Uhr knabbert der Erdschatten am Vollmond

Stand: 27.08.2026, 22:51 Uhr

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Am frühen Freitagmorgen erlebt Deutschland eine Mondfinsternis. Wer den Wecker früh stellt, hat eine Chance, das Himmelsspektakel zu sehen.

Frankfurt – Am frühen Morgen des 28. August 2026 ist es so weit: Dann wird der Vollmond in den Schatten der Erde eintauchen – eine partielle Mondfinsternis ist am Himmel zu beobachten. Dafür benötigt man – ganz im Gegensatz zur Sonnenfinsternis vor gut zwei Wochen – keinen speziellen Augenschutz. Eine andere Parallele gibt es dagegen: Um die Mondfinsternis gut sehen zu können, sollte man sich bereits im Vorfeld einen Beobachtungsplatz mit freiem Blick nach Westsüdwest suchen.

Am 28. August 2026 wird der Vollmond durch den Erdschatten ziehen – eine partielle Mondfinsternis entsteht. (Archivbild)

Am 28. August 2026 wird der Vollmond durch den Erdschatten ziehen – eine partielle Mondfinsternis entsteht. (Archivbild) © Patrick Pleul/dpa

Dann heißt es: Wettervorhersage für Freitagmorgen überprüfen und den Wecker früh stellen. Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde empfiehlt gegenüber der Frankfurter Rundschau, die Mondfinsternis ab 4.30 Uhr zu beobachten. Denn um 4.33 Uhr geht es los, dann „knabbert“ der Erdschatten den Mond an. Den gesamten Mondfinsternis-Zeitplan finden Sie hier. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass in Deutschland nicht die gesamte Mondfinsternis zu sehen ist: Bereits kurz nach der maximalen Verfinsterung von etwa 93 Prozent geht der Mond im Westsüdwesten unter.

Partielle Mondfinsternis im Liveticker: Je weiter westlich, desto besser sieht man den Mond

Wer weit im Westen Deutschlands wohnt, hat dabei Glück: Hier geht der Mond erst bis zu 40 Minuten nach der maximalen Verfinsterung unter. Ganz im Osten Deutschlands geht der Vollmond dagegen genau zum Zeitpunkt der maximalen Verfinsterung um 6.12 Uhr unter. Noch weiter im Westen – beispielsweise auf dem amerikanischen Kontinent – kann man die gesamte Mondfinsternis verfolgen, da der Mond dort mitten in der Nacht am Himmel steht. Mondfinsternis-Livestreams zeigen das Spektakel komplett.

Sie sind auch eine gute Anlaufstelle, wenn es hierzulande zu wolkig ist, um die Mondfinsternis selbst am Himmel zu beobachten. Einen positiven Nebeneffekt haben sie auch noch: Man kann das Himmelsspektakel am frühen Morgen gemütlich aus dem Bett oder vom Frühstückstisch aus bewundern – und muss nicht morgens um halb fünf im freien Feld stehen und Richtung Horizont schauen. Dabei kann man bei der Mondfinsternis am 28. August tolle Aufnahmen machen, wenn man irdische Elemente ins Motiv integriert, empfiehlt Pilz.

Nächste Mondfinsternis in Deutschland lässt auf sich warten

Wer die Mondfinsternis am 28. August verpasst, hat so bald keine neue Chance: Die Mondfinsternisse im Jahr 2027 sind unspektakulär – erst am Silvesterabend 2028 gibt es in Deutschland wieder eine Mondfinsternis mit einer nennenswerten Verfinsterung. Genauer: Dann wird wieder ein roter Blutmond am Himmel über Deutschland stehen, denn es handelt sich im Dezember 2028 um eine totale Mondfinsternis. (Quellen: Eigene Recherche, timeanddate.de) (tab)