Partielle Mondfinsternis am Freitagmorgen: Auch bei schlechtem Wetter können Sie die MoFi live sehen

Partielle Mondfinsternis im Livestream: So sehen Sie das Spektakel auch bei schlechtem Wetter

Stand: 27.08.2026, 22:51 Uhr

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Die partielle Mondfinsternis am Freitagmorgen kann man auch im Livestream beobachten. Das ist besonders praktisch, sollte das Wetter nicht mitspielen.

Frankfurt – Man kann es drehen und wenden, wie man will: In Deutschland kann man die partielle Mondfinsternis am frühen Morgen des 28. August zwar sehen – allerdings nicht in ihrer kompletten Länge. Und auch das Wetter könnte dazwischenfunken, die Aussichten für Freitagmorgen sehen nicht sehr rosig aus. Doch da die Mondfinsternis überall dort sichtbar ist, wo man den Mond am Himmel sehen kann, gibt es gleich mehrere Livestream-Angebote, die zeigen werden, wie der Mond in den Erdschatten hinein- und wieder herauswandert.

Auch das Griffith-Observatorium in Los Angeles (rechts) plant einen Livestream zur Mondfinsternis am 28. August 2026. (Archivbilder)

Auch das Griffith-Observatorium in Los Angeles (rechts) plant einen Livestream zur Mondfinsternis am 28. August 2026. (Archivbilder) © Oliver Willikonsky/imago/Montage

Das ist nicht nur praktisch, wenn Wolken vor dem Mond aufziehen, sondern auch angenehm für alle, die ungern um halb fünf in der freien Natur stehen möchten. Um diese Zeit beginnt das Himmelsspektakel – und lässt sich mithilfe eines Livestreams auch gemütlich aus dem Bett oder vom Frühstückstisch aus verfolgen.

Partielle Mondfinsternis ist in Deutschland am frühen Morgen zu sehen

Der Zeitplan der Mondfinsternis ist nichts für Langschläfer: Um 3.23 Uhr beginnt der Halbschatten der Erde, über den Mond zu ziehen. Mit bloßem Auge ist dies höchstens als leichter Grauschleier zu erkennen. Fachleute wie Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde empfehlen gegenüber der Frankfurter Rundschau, ab 4.30 Uhr zum Mond zu schauen, denn um 4.33 Uhr beginnt der sichtbare Teil: Der Mond wandert in den Kernschatten der Erde und das ist gut zu erkennen.

Um 6.12 Uhr ist der Mond maximal verfinstert – etwa 93 Prozent seines Durchmessers sind dann im Kernschatten der Erde. Kurze Zeit später geht der Mond in Deutschland schon unter, während er in anderen Teilen der Erde noch lange am Himmel steht. Und spätestens hier kommen die Mondfinsternis-Livestreams ins Spiel.

Mondfinsternis-Livestream am Freitagmorgen: So kann man das Spektakel trotz Wolken sehen

Gibt es irgendwo auf der Erde eine erreichbare Sonnen- oder Mondfinsternis, sind sie dabei: Das Portal timeanddate.de plant einen Mondfinsternis-Livestream mit Schalten zu Teleskopen an verschiedenen Orten. Losgehen soll es um 4 Uhr. Angekündigt sind Bilder aus Sevilla in Spanien, Stavanger in Norwegen, Santiago in Chile, San Diego in den USA sowie Saint John in Kanada. Auch aus Großbritannien sind Livebilder der Mondfinsternis angekündigt – für jeden Standort gilt aber natürlich: Die Mondfinsternis kann man nur sehen, wenn das Wetter vor Ort mitspielt.

Das Griffith-Observatorium in Los Angeles hat sicherlich jeder schon einmal gesehen. Es befindet sich auf dem Mount Hollywood und von dort hat man nicht nur einen perfekten Panoramablick über LA, sondern kann auch den berühmten „Hollywood“-Schriftzug gut sehen. Einen guten Blick auf die partielle Mondfinsternis am 28. August 2026 hat man dort ebenfalls. Das Observatorium hat deshalb einen Livestream angekündigt. Der Stream soll um 4.25 Uhr starten, also direkt bevor der Erdschatten den Mond ab 4.33 Uhr „anknabbert“.

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Livestream der Mondfinsternis aus Italien: Auch in der Toskana ist das Highlight zu sehen

Auch das Virtual Telescope Project aus Italien hat einen Livestream der Mondfinsternis vorbereitet. Um 3.30 Uhr soll er auf Youtube starten und die partielle Verfinsterung des August-Vollmonds aus Manciano in der Toskana zeigen. Allerdings hat Italien dieselben Probleme, die es auch in Deutschland mit der Mondfinsternis gibt: Der Mond steht bereits sehr tief über dem Horizont und wird kurz nach der maximalen Verfinsterung untergehen. Gleichzeitig geht die Sonne auf und macht den Himmel hell.

An Orten, an denen der Mond am Nachthimmel steht – etwa auf dem amerikanischen Kontinent – hat man bei der großen Verfinsterung sogar die Möglichkeit, einen Blutmond zu sehen: Dann färbt sich der fast vollständig verdunkelte Mond rötlich ein. Hintergrund ist die Rayleigh-Streuung. (Quellen: Eigene Recherche, timeanddate.de) (tab)