FCZ-Talent Silas Huber über die Nati: «Muss mir keine Gedanken machen»

Publiziert22. Oktober 2026, 18:59

Silas Huber (21)Murat Yakin? «Momentan muss ich mir keine Gedanken machen»

Silas Huber ist seit dieser Saison beim FC Zürich die Nummer eins. Was er zu seiner Person, Rolle und Entwicklung sagt.

Pascal  Ruckstuhl

Darum gehts

  • Silas Huber (21) ist seit dieser Saison die unumstrittene Nummer eins im Tor des FCZ.
  • Der 1,97 Meter grosse Aargauer folgte auf den zurückgetretenen Yanick Brecher.
  • Mit Heinz Lindner hat der FCZ einen erfahrenen Torhüter als Nummer zwei verpflichtet.
  • Huber schätzt das Verhältnis zu Lindner und will von dessen Erfahrung profitieren.

«Ich liebe es, im Tor zu stehen. Im ersten Moment, in dem man einen Ball halten kann, ist es ein super Gefühl. Wie andere in ihrem Job auch, macht es einem mega Spass.» Silas Huber muss nicht lange überlegen, als er erklären soll, was ihn an seiner Position fasziniert. Der 1,97 Meter grosse FCZ-Goalie ist 21 Jahre jung, macht verbal aber bereits eine abgeklärte Figur.

An der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC Luzern (Samstag, 18.00 Uhr im Liveticker) wird Huber gefragt, ob und wie er sich individuell auf den nächsten Gegner vorbereitet. Seine Antwort kommt mit einem Lachen: «Das seht ihr dann.»

Silas Huber ist Stammgoalie in der U21-Nationalmannschaft der Schweiz.

Silas Huber ist Stammgoalie in der U21-Nationalmannschaft der Schweiz.IMAGO/STEINSIEK.CH

Huber gilt als eines der grössten Goalietalente der Schweiz und ist seit dieser Saison die klare Nummer eins. Seine eigenen Stärken kennt er: «Ich denke, ich bin sicher gut auf der Linie, kann mich aber weiterhin verbessern.» Es ist eine Einschätzung, die zu seinem bisherigen Weg passt: Huber machte inzwischen zwar den nächsten Schritt, ist aber weiterhin hungrig für mehr.

Nati-Boss holte ihn zum FCZ

Auch in der Schweizer U21-Nationalmannschaft ist Huber gesetzt. Bei den jüngsten Spielen gegen Frankreich und Island musste er insgesamt zwölf Gegentore hinnehmen, konnte sich aber trotzdem mehrfach auszeichnen. Ohne ihn hätte es für die Schweiz gar noch schlimmer herauskommen können.

Die A-Nationalmannschaft sei für ihn vorerst aber noch kein konkretes Thema. Nati-Boss Marinko Jurendic hatte Huber in seiner Funktion als damaliger Sportchef des FCZ nach Zürich geholt. «Momentan muss ich mir noch gar keine Gedanken in diese Richtung machen. Ich sehe ja, wo Kobel spielt. Da bin ich noch weit weg», sagt Huber auf die Frage, ob er von Murat Yakin irgendwann mal was gehört habe. «Irgendwann ist es sicher ein Ziel, aber dafür muss ich weiter dranbleiben und arbeiten.»

Eine neue Konstellation im FCZ-Tor

Nach dem Karriereende von Yanick Brecher musste der FCZ sein Goalieteam neu aufstellen und hat das nach demselben Muster gemacht wie früher. Während Huber die klare Nummer eins ist, verpflichteten die Zürcher mit Heinz Lindner einen international erfahrenen Torhüter als Nummer zwei – beide kennen ihre Rollen.

Huber schätzt die neue Konstellation sehr. «Ich habe ein super Verhältnis mit Heinz. Er bringt viel Erfahrung – auch international – und kann mir noch sehr viel weiterhelfen.» Für den 21-Jährigen bedeutet Lindners Anwesenheit also in erster Linie nicht bloss Konkurrenz, sondern auch Entwicklung – was genau seinem Typ entspricht.

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