Stand: 22.10.2026, 19:00 Uhr
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Die sechste Staffel der Erfolgsserie „Slow Horses“ endet mit einem Cliffhanger, der die Besetzung des nächsten James Bond kräftig durcheinanderwirbeln könnte.
London – Warnung: Spoiler zu Staffel sechs von „Slow Horses“. Die jüngste Staffel der Apple-TV+-Serie „Slow Horses“ ist beendet – und sie endet mit einem gewaltigen Cliffhanger. Der wirkt fast zu perfekt getimt, wenn man an eine bestimmte Besetzungsentscheidung denkt.
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Dieser Artikel von David Mouriquand entstand in Kooperation mit Euronews
Die britische Spionagethrillerserie basiert auf den Romanen von Mick Herron. Sie folgt den „Besten der Schlechtesten“: den in Ungnade gefallenen MI5-Agentinnen und -Agenten der Slough-House-Einheit, die unter der fluchfreudigen Aufsicht von Jackson Lamb (Gary Oldman) arbeiten.

Das Finale der sechsten Staffel lief gestern und brachte eine unerwartete Wendung für eine der Hauptfiguren: River Cartwright, gespielt von Jack Lowden. Diese Staffel war besonders blutig. Eine russische Killereinheit nahm die Slow Horses ins Visier, die Todesliste wurde immer länger.
„Slow Horses“ endet mit Cliffhanger
Fanlieblinge wie Struan Loy (Paul Higgins), JK Coe (Tom Brooke) und Emma Flyte (Ruth Bradley) überlebten nicht. Doch den schockierendsten Abschied hob sich die Serie bis zum Schluss auf: River, der zur Stammbesetzung gehört, wurde offenbar in einem letzten, überraschenden Moment aus der Serie geschrieben.
River überstand in dieser Staffel mehrere Mordversuche. Am Ende sieht man ihn im Haus seines Großvaters, kurz vor dem Wiedersehen mit seiner großen Liebe Sid (Olivia Cooke). Er stellt eine Flasche Wein und zwei Gläser bereit, dann bricht er plötzlich zusammen.
Offenbar wurde er durch Rückstände an seinen Händen vergiftet, die von einem Brecheisen stammen, das er Sekunden zuvor angefasst hatte. Nach Luft ringend ruft er Sids Namen – dann wird der Bildschirm schwarz.
Ist Rivers Schicksal tatsächlich besiegelt?
Hat die Serie tatsächlich einen ihrer Hauptstars getötet, der seit Staffel eins im Jahr 2022 zum Inventar von Slough House gehört? Vielleicht. Wer den Vorschau-Trailer zu Staffel sieben ansah, bemerkte, dass Lowden darin fehlt. Stattdessen hört man Standish (Saskia Reeves), die Lamb nach River fragt.
Lamb antwortet trocken: „Ich hab eine Postkarte bekommen. ‚Wetter ist herrlich im Jenseits. Sonnenuntergänge sind zum Sterben schön. Liebe und Umarmungen.‘“ Das klingt ziemlich endgültig. Leserinnen und Leser von Mick Herrons Romanen wissen jedoch: River überlebt seine Nowitschok-Vergiftung. Es ist also gut möglich, dass die Figur in kommenden Staffeln wieder auftaucht.

Gleichzeitig wirkt Rivers mögliches Ende auffallend praktisch – denn in den nächsten Monaten steht die Bekanntgabe des neuen James-Bond-Darstellers an. Lowden zählt derzeit zu den Favoriten für die Nachfolge von Daniel Craig als 007 – neben Callum Turner, Jack Barton und Jacob Elordi.
Sollte Rivers Geschichte nach sechs Staffeln tatsächlich auserzählt sein, wäre der schottische Schauspieler vertraglich frei – und hätte Zeit für die Rolle von Bond. Das bleibt Spekulation, doch das Timing wirkt günstig. Zumal Bond-26-Produzentin Amy Pascal kürzlich erklärte: „Das Jahresende ist eine ziemlich sichere Wette“, wenn es um den Zeitpunkt der Bekanntgabe des neuen 007 geht.
Bond-Bekanntgabe bis Jahresende erwartet
„Ich würde sagen, das Jahresende ist eine gute Wette“, sagte Pascal. „Wir gehen sehr, sehr sorgfältig vor. Ich habe mit Barbara Broccoli im Studio gearbeitet. Daniel Craig ist schwer zu toppen. Es muss etwas wirklich anderes sein, bewegend, aufregend, anders.“
Hinzu kommt ein angeblicher Leak im August: Richard Osman, britischer TV-Moderator und Autor der erfolgreichen „Thursday Murder Club“-Krimireihe, erzählte in seinem Podcast „The Rest Is Entertainment“, er habe Insiderinformationen, wonach Lowden als nächster Bond „stark in Betracht gezogen“ werde.
Lowden ist vor allem durch seine Rolle als River Cartwright in „Slow Horses“ bekannt. Im Kino sah man ihn unter anderem in Christopher Nolans Dunkirk, in Mary Queen of Scots (2018) und Benediction (2021). Später in diesem Jahr spielt er Mr. Darcy in der neuen Netflix-Verfilmung von „Stolz und Vorurteil“.
Vom MI5-Abschiebegleis zum Top-Agenten des MI6?
Damals schrieben wir über Lowden: „Erfahrung mit Geheimdienstrollen? Vorhanden. Charisma? Anzug an und los. Bestehende Verbindung zur Castingdirektorin? Abgehakt. Verheiratet mit Saoirse Ronan, die schon erklärt hat, sie würde gern eine Bond-Schurkin spielen? Bitte möglich machen.“ Vom MI5-Abschiebegleis zum Top-Agenten des MI6? Die Antwort dürften wir bald bekommen.
Bond 26 wird von dem kanadischen Regisseur und vierfachen Oscar-Nominierten Denis Villeneuve inszeniert. Das Drehbuch schreibt „Peaky Blinders“-Schöpfer Steven Knight. Der Drehstart ist für 2027 geplant, der Kinostart für 2028. „Slow Horses“ kehrt für eine siebte Staffel zurück, die im Herbst 2027 erwartet wird.