Nach Abschied von König Harald: Starb Prinzessin Astrid an gebrochenem Herzen?
Stand: 12.09.2026, 12:57 Uhr
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Nach König Haralds Tod verlor auch Prinzessin Astrid die Kraft. Hielt sie nur durch, um ihrem Bruder das letzte Geleit zu geben?
Oslo – Norwegen versinkt erneut in Trauer. Kaum zwei Wochen nach dem Tod von König Harald V. (89, † 2026) ist am Freitag, dem 11. September 2026, auch seine ältere Schwester Prinzessin Astrid (94, † 2026) gestorben – nur zwei Tage nach der Beisetzung des Königs in Oslo. Ein Timing, das Experten aus ganz Europa aufwühlt und eine Frage aufwirft, die sich viele stellen: Hielt die Prinzessin nur noch durch, um ihrem geliebten Bruder das letzte Geleit zu geben?
Prinzessin Astrid war die älteste der drei Kinder von König Olav V. und Kronprinzessin Märtha von Schweden – eine Generation, die Krieg, Exil und Wiederaufbau erlebt hatte und dem norwegischen Königshaus über Jahrzehnte Stabilität und Würde verlieh. Ihr ganzes Leben stand im Zeichen der Pflicht: Als ihre Mutter 1954 starb, übernahm sie mit gerade einmal 22 Jahren die Rolle der First Lady an der Seite ihres Vaters und Großvaters. Das norwegische Nachrichtenportal TV 2 berichtet, dass Prinzessin Astrid zuletzt am 12. Mai 2026 bei einem offiziellen Termin – dem 100. Jubiläum der Blindern og Vinderen Sanitetsforening – zu Gast war. Es war ihr letzter Auftritt für das Königshaus. Generalsekretärin Kari Helene Partapuoli erinnert sich: „Wir hatten erwartet, dass sie kurz vorbeischaut – aber sie blieb den ganzen Festabend und hörte aufmerksam zu, was wir zu sagen hatten.“
Prinzessin Astrid: 72 Jahre Schirmherrschaft – und ein letzter Dienst für König Harald und das Königshaus
Das norwegische Magazin Se og Hør zitiert den schwedischen Chefredakteur und Königshaus-Experten Johan Lindwall, der eigens zur Beisetzung König Haralds nach Oslo gereist war und Prinzessin Astrid dort noch persönlich sah: „Ich erkenne jetzt, dass sie bis zum Letzten durchgehalten hat, um beim Begräbnis ihres kleinen Bruders dabei zu sein. Ich habe von Ehepaaren gehört, die 50 oder 60 Jahre zusammen waren und bei denen der eine kurz nach dem anderen stirbt. Ich glaube, hier ist dasselbe passiert – sie wollte sich ein letztes Mal von ihrem Bruder verabschieden. Jetzt sind sie wieder vereint.“

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Der belgische Königshaus-Experte Wim Dehandschutter erklärt gegenüber Se og Hør, die Bilder der trauernden Prinzessin hätten auch in Belgien tief bewegt – und lässt keinen Zweifel an seiner Einschätzung: „Prinzessin Astrid hatte natürlich ein hohes Alter erreicht und war bereits gesundheitlich angeschlagen, sodass die Natur ihren Lauf genommen hat. Aber sie hatte zweifellos auch ein gebrochenes Herz nach dem Tod ihres Bruders.“ Die Verbindung beider Königshäuser ist dabei keine zufällige: Die Mutter von Prinzessin Astrid und König Harald, Kronprinzessin Märtha, und die Mutter des früheren belgischen Königs Albert, Königin Astrid, waren Schwestern – beide übrigens schwedische Prinzessinnen.
Mit dem Tod von Prinzessin Astrid endet eine Epoche. Sie war die Letzte der Kinder von König Olav und Kronprinzessin Märtha – nach ihrer Schwester Prinzessin Ragnhild (82, † 2012) und König Harald verstarb nun auch sie. Historiker Tor Bomann-Larsen, der selbst bei der Trauerfeier in der Kirche zugegen war, beschreibt gegenüber Se og Hør einen Moment, der sich ins Gedächtnis eingebrannt hat: „Ich sah, wie sie im Rollstuhl hereingeleitet wurde – eine nahezu heldenhafte Präsenz am Sarg ihres Bruders.“ Verwendete Quellen: tv2.no, seher.no