Ärger vor Klopp-Debüt? Diese Personalie sorgt beim DFB offenbar für wachsende Irritationen

Vertrauter von Jürgen Klopp sorgt beim DFB offenbar für „Irritationen“

Stand: 12.09.2026, 12:58 Uhr

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Noch vor Jürgen Klopps DFB-Debüt gibt es erste Irritationen. Im Fokus steht dabei vor allem sein enger Vertrauter Marc Kosicke.

München – Die Vorfreude auf die ersten Auftritte der deutschen Nationalmannschaft unter der Leitung von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp ist riesig. Am 17. September nominiert der 59-Jährige seinen ersten DFB-Kader, bevor es sieben Tage später in Amsterdam den ersten Klopp-Auftritt gegen die Niederlande in der Nations League geben wird. Doch schon vorher scheint es die ersten Risse und Probleme zwischen dem DFB und dem Team um Jürgen Klopp zu geben.

Das Klopp-Debüt beim DFB rückt immer näher.

Das Klopp-Debüt beim DFB rückt immer näher. © picture alliance/dpa | Tom Weller

Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge soll vor allem die Rolle von Marc Kosicke beim DFB für „wachsende Irritationen“ sorgen. Demnach soll der DFB-Aufsichtsrat „keine detaillierten Angaben“ über die Arbeit von Kosicke haben. Klopp selbst hatte seinen engen Vertrauten auf der Antrittspressekonferenz als „Co-Trainer für Strategie, Entwicklung und Innovation“ bezeichnet.

Wegen Klopp-Vertrautem: DFB fürchtet wohl Interessenkonflikt

Zudem soll ebenfalls unklar sein, ob Kosicke weiterhin – in welchem Rahmen auch immer – für die „Onside Sports GmbH“ tätig ist. Die Firma ist auf die Organisation von Testspielen und Trainingslagern spezialisiert. Laut SZ wird der 55-Jährige dort weiter als Gesellschafter geführt. Hinzu kommt, dass die DFB‑Spitze auch über die Tätigkeit bei der von Kosicke gegründeten Firma „Projekt b“ nicht vollständig im Bilde sein soll. Die Firma übernimmt das Management von Sportdirektoren und Trainern.

Demnach leite er die Firma zwar weiter, soll sich aber ausschließlich auf seine Arbeit beim DFB fokussieren. An einer Agentur mit dem Namen „projectFIVE“ soll Kosicke zudem bereits seit über einem Jahr keine Anteile mehr haben. Trotzdem soll der DFB sich über einen möglichen Interessenkonflikt Sorgen machen.

Ähnliche Gedanken äußerte zuletzt auch Bayern-Patron Uli Hoeneß in einem Interview mit RTL/Sky: „Was mir in der Geschichte nicht gefällt, ist, dass sein Berater Marc Kosicke mit eingekauft wurde. Ich weiß nicht genau, was er da machen soll. Das halte ich für ein Problem. Mir kommt die ganze Geschichte vor wie ein ‚friendly takeover‘. Klopp und Co. haben den DFB übernommen und das halte ich für falsch.“

Kosicke selbst verteidigte sich nach den verbalen Hoeneß-Attacken deutlich und erklärte gegenüber der Frankfurter Rundschau: „Es geht nicht um eine Übernahme, es geht einfach darum, die richtigen Dinge zu tun. Dass wir gemeinsam mit den Menschen, die hier arbeiten und denen der Fußball am Herzen liegt, das Optimale für die Nationalmannschaft und den deutschen Fußball herausholen. Immer in einer demokratischen Diskussionskultur.“

Auf Nachfrage der SZ wollte sich der Verband zu den Recherchen nicht weiter äußern und antwortete lediglich: „Die Tätigkeit von Marc Kosicke haben wir Ihnen in Ihren umfangreichen Fragenkatalogen dargelegt.“ Der Fokus dürfte beim DFB ohnehin vorerst auf den Nations-League-Spielen und dem Klopp-Debüt liegen. (ps)