Nach Brand-Anschlag: Richter schickt zwei Verdächtige in U-Haft – SEK stürmt in Wohnungen

Stand: 04.09.2026, 14:24 Uhr

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In München kam es im Bereich Innsbrucker Ring zu einem Großeinsatz der Polizei.

Polizeiwagen nach dem Anschlag in der Mühldorfstraße. © Thomas Gaulke

Nach der Attacke am 3. September auf eine Rüstungsfirma in der Mühldorfstraße müssen zwei Bulgaren ins Gefängnis.

München – Nach dem Brand-Anschlag auf eine Rüstungsfirma in München hat ein Haftrichter zwei Verdächtige in Untersuchungshaft geschickt. Ein Bulgare (38) und eine Bulgarin (28) wurden laut Landeskriminalamt (LKA) in verschiedene Gefängnisse in Bayern verbracht.

Brand-Attacke in München: Vorwürfe lauten auf Sachbeschädigung und versuchte Brandstiftung

Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft München wirft den beiden Sachbeschädigung und versuchte Brandstiftung vor.

Sie waren am Donnerstag gegen 2 Uhr morgens an der Esso-Tankstelle am Innsbrucker Ring in einem weißen BMW festgenommen worden – rund zwei Stunden nach der Brand-Attacke in der Nähe der Rüstungsfirmen Helsing und Rohde & Schwarz in der nahe gelegenen Mühldorfstraße. Laut einem Wachmann war ihr Auto am Tatort, als ein Brandsatz hochging. Ziel soll nach tz-Informationen der Drohnenhersteller Helsing gewesen sein, der Kampfdrohnen an die Ukraine liefert.

Einsatz nach Brandstiftung.

Das Auto der Verdächtigen nach der Festnahme. © Thomas Gaulke

Laut LKA stürmten Spezialeinheiten der Polizei am Donnerstag auch drei Wohnungen im Landkreis München. Die wurden durchsucht. Dabei seien „zahlreiche Gegenstände“ sichergestellt worden. Weitere Verdächtige gibt es derzeit nicht, sagte ein LKA-Sprecher auf Anfrage.

Was für Brandsätze geworfen worden waren, sagte das LKA nicht. Nach tz-Informationen waren es keine Molotow-Cocktails und keine Handgranaten. „Mindestens ein Brandsatz setzte um“, so das LKA. Laut einem Sprecher konnten Streifenpolizisten den Brand löschen, sodass kein nennenswerter Schaden entstand. Weiter: „Ein weiterer Brandsatz hatte nicht umgesetzt und wurde durch die Kolleginnen und Kollegen der Technischen Sondergruppe (TSG) des Bayerischen Landeskriminalamtes entschärft.“ Dabei kam auch ein Roboter zum Einsatz.