Extremhitze adé: Jetzt rollt der Regen an – doch reicht er gegen die Jahrhundert-Dürre?

Stand: 16.08.2026, 17:41 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Endlich sinken die Temperaturen, endlich fällt Regen – die große Wetterwende ist da. Doch was noch kommt, könnte die Dürre sogar verschärfen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Frankfurt – Die gute Nachricht zuerst: Die extreme Gluthitze macht eine Pause. Ein kräftiges Tief über Skandinavien und ein mächtiges Blockadehoch über dem Atlantik drehen die Strömung komplett um – kühlere Luft flutet nach Deutschland. Schon zum Wochenstart sacken die Temperaturen ab, verbreitet werden nur noch 17 bis 23 Grad erreicht.

Die Regensummen bis Samstag (22. August).

Die Regensummen bis Samstag (22. August). Im Süden recht ordentlich, sonst eher der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. © METEORED/www.daswetter.com

Vor allem südlich einer Linie vom Saarland bis Sachsen ziehen am Montag (17. August) Schauer und teils kräftige Gewitter durch, die lokal sogar unwetterartig ausfallen können. Am Donnerstag (20. August) und Freitag (21. August) schleift eine Regenfront über den Süden und bringt ordentliche Mengen. Nach Wochen der Dürre klingt das nach der lang ersehnten Wende. Doch der Schein trügt gewaltig.

wetter.net – das Wetter auf den Punkt gebracht!

Dieser Artikel entstand in einer Content-Partnerschaft mit wetter.net. wetter.net bietet Ihnen alles Wissenswerte rund um Wetter und Klima. Auf unseren Seiten finden Sie weltweite Stadt- und Ortsprognosen für die nächsten 14 Tage und das für die ersten 7 Tage in 1-stündiger und für die nachfolgenden Tage in 3-stündiger zeitlicher Auflösung. Wettervorhersagen, Niederschlagsradar, Messwerte, Wetterwarnungen, Deutschlandwetter und Wetter-News informieren über die aktuelle Entwicklung sowie die kommenden Stunden und Tage.

Endlich Durchatmen – doch der große Wetterumschwung ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein

Denn so willkommen der Regen ist – gegen die katastrophale Trockenheit ist er kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Seit acht Monaten fehlt in Deutschland der Niederschlag, im August fielen bislang gerade einmal rund elf Prozent der üblichen Menge.

Die Böden sind bis in tiefe Schichten ausgedörrt, die Grundwasserstände auf alarmierendem Tiefstand, die Flusspegel fallen weiter. Ein paar Schauer im Süden ändern daran nichts. Ausgerechnet der Norden und die Mitte bleiben vielerorts trocken. Um die Speicher wirklich aufzufüllen, bräuchte es wochenlangen, flächendeckenden Landregen – und der ist weit und breit nicht in Sicht.

Ist die Extremhitze für 2026 wirklich Geschichte?

Und jetzt kommt der Punkt, der viele überraschen dürfte: Nein, abgehakt ist dieser Sommer noch lange nicht. Schon zur Wochenmitte klettern die Werte im Süden wieder Richtung 30 Grad, und die Modelle deuten an, dass sich in der letzten Augustdekade erneut Hochdruck breitmachen könnte.

Dann drohen die nächsten Hitzetage – und der Sommer 2026, ohnehin schon einer der heißesten seit Messbeginn, könnte am Ende sogar zum Rekordsommer werden. Die Extremhitze ade? Vielleicht nur für ein paar Tage. Verabschieden Sie sich also noch nicht vom Ventilator – dieser Ausnahmesommer hat womöglich noch ein letztes, heißes Kapitel in petto.