Naherholung in Karlsbrunn: Wildpark wertet Gelände mit Schutzhütte auf

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Naherholung in Karlsbrunn Wildpark wertet Gelände mit Schutzhütte auf

Großrosseln · Gegenüber der Damhirsch-Futterstelle lädt eine neue Holzhütte im Wildpark Karlsbrunn zum Verweilen ein. Sie ist auch für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen zugänglich. So viel hat das Projekt gekostet.

14.10.2026 , 20:00 Uhr

 Am Dienstag wurde die neue Schutzhütte im Wildfreigehege Karlsbrunn vorgestellt.

Am Dienstag wurde die neue Schutzhütte im Wildfreigehege Karlsbrunn vorgestellt.

Foto: Thomas Annen

Der Verein zur Förderung der Naherholung Karlsbrunn (VFN) hat sich in den vergangenen Jahren viel einfallen lassen, um noch mehr Besucher in das von ihm betriebene Wildfreigehege zu locken. Unter anderem wurde ein früherer Hochsitz zu einer kleinen Aussichtsplattform umgebaut.

Park hat jetzt Futterautomaten

Am Ziegen- und am Damhirschgehege hat der Verein Automaten aufgestellt, an denen die Gäste Futter für die Tiere kaufen können; außerdem wurden neue Kurzwanderwege ausgewiesen, die übers Wildpark-Gelände führen. Während der Vorstellung der jüngsten Attraktion am Dienstagnachmittag passte das trübe Wetter in gewisser Weise zum freudigen Anlass. Bei leichtem Nieselregen waren die trockenen Plätze in der neuen schmucken Schutz- und Ruhehütte schnell belegt. Sie befindet sich gegenüber der Tränke und Futterstelle der Damhirsche.

Vereinsmitglied Joachim Schneider sprach von einem „optimalen Standort mit viel Publikumsverkehr“. Die Holzhütte, so der Diplom-Forstwirt, bedeute eine Aufwertung des Wildfreigeheges. Treppenstufen führen zu der überdachten Sitzgruppe. Besucher, die mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator unterwegs sind, erreichen sie auch über einen stufenlosen Weg. Bevor ein Kran die komplett vormontierte Hütte aufstellen konnte, musste das Gelände zunächst von Gestrüpp befreit und eingeebnet werden. Neben den Mitarbeitern der Fachfirmen packten auch die Vereinsmitglieder kräftig mit an.

Projekt hat 20.000 Euro gekostet

„Es war viel Arbeit“, betonte der Vereinsvorsitzende Albrecht Wagner. Und ganz billig war es auch nicht. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 20.000 Euro. Die Kosten musste der Trägerverein des Wildparks allerdings nicht alleine stemmen. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Warndt-Saargau hat das Vorhaben zu 80 Prozent mit Landes- und Bundesgeld gefördert: Rund 16.000 Euro beträgt der Zuschuss aus dem sogenannten Regionalbudget. Die Besucher können die Tiere weiterhin kostenfrei das ganze Jahr über in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. „Der VFN bietet Naherholung zum Nulltarif“, betonte Joachim Schneider. (brn/sm)