Neue Eintracht-Marktwerte: Deshalb wurden Onyedika und Atubolu abgewertet
Stand: 05.10.2026, 13:43 Uhr
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Torhüter Noah Atubolu und Raphael Onyedika kamen neu zu Eintracht Frankfurt. Ihre Marktwert-Abwertungen sorgten für Fragezeichen.
Frankfurt – Marktwerte von transfermarkt.de werden oft als bloße Spielerei abgetan – dabei haben sie reale Auswirkungen. Unter anderem für Eintracht Frankfurt ist diese Onlineplattform eine Säule bei der Bewertung eines Marktwertes. Es hat also Bedeutung, wenn die Neuzugänge Raphael Onyedika (von 23 auf 17 Millionen Euro) und Noah Atubolu (von 25 auf 18 Millionen Euro) um zusammengerechnet 13 Millionen Euro abgewertet werden.

Im Fan-Umfeld war die Aufregung groß, da beide Akteure auf Anhieb wichtige Stammspieler wurden. Absolut Eintracht fragte daher Tobias Kröger, Marktwert-Koordinator bei transfermarkt.de, nach: „Die Abwertung von Raphael Onyedika liegt in erster Linie an seiner geringen Ablösesumme. Er wurde von uns in Belgien mit einem Marktwert von 23 Millionen eingeschätzt.“
Eintracht-Neuzugänge verlieren an Marktwert
Kröger erklärte weiter: „Da Onyedika nur noch ein Jahr Restvertrag beim FC Brügge hatte, war es uns bewusst, dass die Ablöse unter dem Marktwert sein wird. In diesem Fall hat die Eintracht aber nur neun Millionen Euro bezahlt. Das ist ein Schnäppchen, aber auch ein sogenanntes Marktsignal. Wir mussten den Spieler deshalb abwerten.“
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Bei Atubolu sei der Fall etwas komplizierter: „Sowohl transfermarkt.de als auch Atubolu und seine Berater haben seinen Wert auf dem Markt im Sommer überschätzt. Er war lange auf dem Markt und konnte keinen Verein finden, der die Ablöseforderung der Freiburger erfüllen wollte.“ Freiburg und Frankfurt hätten final eine Lösung gefunden, „bei der alle Seiten ihr Gesicht wahren konnten“.
Der alte Marktwert von 25 Millionen Euro war somit jedoch nicht mehr haltbar. Kröger betonte: „Man muss festhalten, dass Atubolu bei weitem nicht so gefragt war, wie es vor der Transferphase den Anschein hatte.“ Obwohl der Schlussmann mit den Breisgauern bis ins Europa-League-Finale kam, blieben die erhofften attraktiven Offerten von Topklubs aus England oder Deutschland aus.
Atubolu und Onyedika haben mit starken Leistungen für die Eintracht die Chance, sich wieder nach oben zu kämpfen. Wer in Frankfurt performt, der steigt auch im Hinblick auf Marktwerte schnell auf. Zunächst muss das Duo einen Schritt zurückgehen. Markwerte sind aber keine Einbahnstraße. Mit konstanten Leistungen können Onyedika und Atubolu die aktuelle Abwertung schon in wenigen Monaten wieder vergessen machen.