Neue Filial-Schließungen bei Textil-Gigant bestätigt – auch in Hessen und Niedersachsen

Stand: 24.09.2026, 13:39 Uhr

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Ein Textil-Gigant trennt sich von zahlreichen Filialen – jetzt sind neue betroffene Standorte bekannt. Auch in Hessen und Niedersachsen.

Bönen – Die Schließungswelle beim Textildiscounter Kik setzt sich weiter fort. Das Unternehmen strafft sein bundesweites Filialnetz, in diesem Zusammenhang werden schrittweise immer mehr betroffene Standorte bekannt. Das betrifft auch Niedersachsen und Hessen, wo die Liste weiter wächst.

Kleidung in einer Kik-Filiale (Archivfoto).

Kleidung in einer Kik-Filiale (Archivfoto). © Geisser / Imago

In Niedersachsen trifft es den Landkreis Hameln-Pyrmont: „Die Filiale in Salzhemmendorf wird nach aktuellem Stand Ende des Jahres geschlossen“, bestätigt Kik gegenüber unserer Redaktion. Der Standort reiht sich damit in eine bereits beachtliche Reihe von Filialschließungen im Bundesland ein (siehe Liste unten). So steht im südniedersächsischen Dassel die Schließung für den 28. November an, während die Standorte in Vechta bereits zum 5. August sowie in Salzgitter und Twistringen jeweils Mitte März aufgegeben wurden. Zudem ist die Filiale in Gieboldehausen bereits geschlossen. Schon im ersten Quartal des Jahres hatten zudem die Filialen in Bergen, Dörpen, Emsbüren, Pattensen sowie in der Innenstadt von Nordenham ihren Betrieb endgültig eingestellt.

Diese Kik-Filialen haben 2026 bereits geschlossen oder schließen dieses Jahr noch (sortiert nach Bundesland)

Auch in Hessen steht eine weitere Veränderung an: In Heppenheim schließt nach aktuellem Planungsstand zum Ende des Jahres 2026 eine der beiden dortigen Kik-Filialen. Das bestätigte das Unternehmen laut echo-online.de. Damit setzt sich die Ausdünnung des Netzes auch im hessischen Raum fort. Zuvor war bereits die Filiale in Bad Soden-Salmünster zum 18. April geschlossen worden, ebenso wie der Standort in Oberursel. Bereits im ersten Quartal dieses Jahres zogen zudem die Filialen in Bad Wildungen (Innenstadt), Dreieich-Sprendlingen und an einem Standort in Frankfurt am Main einen Schlussstrich.

OrtStatus
Bopfingen (Baden-Württemberg)Geschlossen im 1. Quartal
Mengen (Baden-Württemberg)Schließung zum 16.10.
Östringen (Baden-Württemberg)Geschlossen im 1. Quartal
Pfullendorf (Baden-Württemberg)Schließung zu November
Rottenburg (Baden-Württemberg)Geschlossen zum 31.3.
Stuttgart (1 Filiale, Baden-Württemberg)Geschlossen im 1. Quartal
Wutöschingen (Baden-Württemberg)Geschlossen zum 18.9.
Bad Windsheim (Bayern)Geschlossen
Burgthann (Bayern)Geschlossen im 1. Quartal
Freyung (Bayern)Geschlossen im 1. Quartal
Gunzenhausen (Bayern)Schließung zum 15.10.
München-Aubing (Bayern)Geschlossen zum 12.9.
München-Feldmoching (Bayern)Geschlossen zum 16.9.
München-Neuperlach (Bayern)Geschlossen zum 14.7.
Peißenberg (Bayern)Geschlossen im 1. Quartal
Schongau (Bayern)Geschlossen zu Januar
Schweinfurt (Bayern)Geschlossen zu 11.2.
Uffenheim (Bayern)Geschlossen zum 14.3.
Wunsiedel (Bayern)Geschlossen im 1. Quartal
Berlin (2 Filialen)Geschlossen im 1. Quartal
Bad Liebenwerda (Brandenburg)Schließung zum 14.12.
Brandenburg an der Havel (Brandenburg)Geschlossen zum 16.7.
Doberlug-Kirchhain (Brandenburg)Geschlossen im 1. Quartal
Fehrbellin (Brandenburg)Geschlossen
Forst (Brandenburg)Schließung zum 28.11.
Lübbenau (Brandenburg)Geschlossen im 1. Quartal
Potsdam-Babelsberg (Brandenburg)Schließung zum 31.12.
Vetschau (Brandenburg)Geschlossen
Hamburg-BramfeldGeschlossen im 1. Quartal
Hamburg-SteilshoopGeschlossen zum 12.9.
Bad Soden-Salmünster (Hessen)Geschlossen zum 18.4.
Bad Wildungen Innenstadt (Hessen)Geschlossen im 1. Quartal
Dreieich Sprendlingen (Hessen)Geschlossen im 1. Quartal
Frankfurt (1 Filiale, Hessen)Geschlossen im 1. Quartal
Heppenheim (1 Filiale, Hessen)Schließung Ende 2026
Oberursel (Hessen)Geschlossen
Altentreptow (Meckl.-Vorp.)Geschlossen im 1. Quartal
Hagenow (Meckl.-Vorp.)Geschlossen im 1. Quartal
Stralsund (Meckl.-Vorp.)Geschlossen
Bergen (Niedersachsen)Geschlossen im 1. Quartal
Dassel (Niedersachsen)Schließung zum 28.11.
Dörpen (Niedersachsen)Geschlossen im 1. Quartal
Emsbüren (Niedersachsen)Geschlossen im 1. Quartal
Gieboldehausen (Niedersachsen)Geschlossen
Nordenham Innenstadt (Niedersachsen)Geschlossen im 1. Quartal
Pattensen (Niedersachsen)Geschlossen im 1. Quartal
Salzgitter (Niedersachsen)Geschlossen zum 12.3.
Salzhemmendorf (Niedersachsen)Schließung Ende 2026
Twistringen (Niedersachsen)Geschlossen zum 14.3.
Vechta (Niedersachsen)Geschlossen zum 5.8.
Essen (NRW)Geschlossen im 1. Quartal
Hamm (2 Filialen, NRW)Geschlossen zum 27.8. bzw. zu Oktober
Marl (NRW)Geschlossen im 1. Quartal
Ochtrup (NRW)Geschlossen im 1. Quartal
Radevormwald (NRW)Geschlossen
Troisdorf Mitte (NRW)Geschlossen im 1. Quartal
Wassenberg (NRW)Geschlossen zum 14.9.
Dresden (1 Filiale, Sachsen)Geschlossen im 1. Quartal
Falkenstein (Sachsen)Geschlossen im 1. Quartal
Gröditz (Sachsen)Geschlossen zum 17.9.
Plauen (Sachsen)Geschlossen zum 17.9.
Seiffen (Sachsen)Geschlossen im 1. Quartal
Dessau (Sachsen-Anhalt)Geschlossen im 1. Quartal
Halle Südstadt (Sachsen-Anhalt)Geschlossen im 1. Quartal
Magdeburg (1 Filiale, Sachsen-Anhalt)Geschlossen zum 3.9.
Marne (Schleswig-Holstein)Geschlossen seit Mitte Juli
Preetz (Schleswig-Holstein)Geschlossen zum 21.3.
Büdelsdorf (Schleswig-Holstein)Geschlossen zum 13.4.
Bad Frankenhausen (Thüringen)Schließung im Herbst
Hildburghausen (Thüringen)Geschlossen zum 16.5.
Meiningen (Thüringen)Geschlossen im 1. Quartal
Stadtroda (Thüringen)Geschlossen seit Mitte Juli

Hinter den Maßnahmen steht eine bundesweite Neuausrichtung des Discounters. Für das Gesamtjahr 2026 plant Kik zwar deutschlandweit 15 Neueröffnungen, stellt im Gegenzug jedoch rund 150 Standorte ein; europaweit sollen insgesamt 300 Filialen gestrichen werden. Da der Konzern keine Gesamtliste herausgibt, sickern viele Schließungen erst über lokale Meldungen oder Einzelanfragen durch. 

Ziel des Konzerns ist es, die Profitabilität spürbar zu steigern. Nach Angaben der Geschäftsführung war das Netz in der Vergangenheit an vielen Orten zu dicht ausgebaut worden, teils mit Standorten in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander. Durch den Rückbau unrentabler oder überlappender Geschäfte soll das verbleibende Netz aus rund 2.200 Filialen in Deutschland dauerhaft wirtschaftlich gesichert werden. Auch ein Wäsche-Riese trennt sich von diversen Filialen. (Quellen: Statement von Kik, Facebook, echo-online.de, Nürnberger Nachrichten, Thüringische Landeszeitung, Boyens Medien, come-on.de, dpa)