Neue Umfrage bestätigt Unions-Desaster: Grüne dicht dran – und eine weitere Partei profitiert

Stand: 13.10.2026, 17:13 Uhr

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CDU-Parteivorsitzender Friedrich Merz

CDU-Parteivorsitzender Friedrich Merz: Die Union liegt im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer auf 19 Prozent. © Kay Nietfeld/dpa

Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer liegt die Union unter der 20‑Prozent-Marke. Auch der Bundeskanzler ist weiterhin unbeliebt.

Berlin – Der Abwärtstrend der Union setzt sich fort: Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer verliert die CDU/CSU einen weiteren Prozentpunkt und bleibt mit 19 Prozent unter der 20‑Prozent-Marke. Damit verharrt die Union auf einem Tiefstwert, während die Grünen ihr mit 16 Prozent dicht folgen. Einziger Gewinner der jüngsten Forsa-Erhebung ist die Linke, die einen Prozentpunkt gutmachen kann.

Die Sozialdemokraten stagnieren derweil weiterhin bei 14 Prozent und bleiben damit hinter Grünen und Union. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 26 Prozent. FDP (4 Prozent) und BSW (unter 3 Prozent) liegen nach wie vor unter der Fünf-Prozent-Hürde. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 24 Prozent.

Die aktuellen Umfragewerte im Überblick

ParteiAktueller WertVeränderung
AfD26 %unverändert
CDU/CSU19 %unverändert
Die Grünen17 %unverändert
SPD14 %unverändert
Die Linke12 %+1 %
FDP4 %unverändert
Sonstige8 %–

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa für das RTL/ntv-Trendbarometer vom 6. bis 12. Oktober 2026 erhoben. Datenbasis: 2502 wahlberechtigte Personen. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge.

Niedrige Werte bei Problemlösungskompetenz und Kanzlerzufriedenheit

Geringe Werte verzeichnet die Union auch beim Vertrauen in die politische Problemlösungskompetenz: Lediglich 9 Prozent der Bundesbürger trauen der CDU/CSU derzeit zu, die drängenden Aufgaben in Deutschland zu lösen. Zum Vergleich: Der AfD trauen 14 Prozent eine Problemlösung zu, der SPD und den Grünen jeweils 7 Prozent. Eine Mehrheit von 55 Prozent der Befragten traut aktuell keiner Partei zu, die bestehenden Herausforderungen zu bewältigen.

Bei der Zufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz äußern sich 11 Prozent der Befragten zufrieden, während 87 Prozent angeben, mit der Kanzlerschaft unzufrieden zu sein. (Quellen: RTL/ntv) (nak)