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Neuer Herr der Ringe: Offizielle Bilder verdeutlichen größtes Problem des neuen Kinofilms
Fotos der neuen Schauspielerinnen und Schauspieler der Auenlandbewohner werfen die Frage auf, wie glaubwürdig der neue Herr-der-Ringe-Film wird.
Die neuen offiziellen Bilder von den Dreharbeiten zu Der Herr der Ringe: Die Jagd auf Gollum lassen mich äußerst zwiegespalten zurück. Einerseits fühlt man sich sofort wieder in Peter Jacksons Interpretation von Mittelerde zurückversetzt. Andererseits wirken sie auf seltsame Art wie ein Abklatsch der Original-Trilogie. Und das hat einen simplen, nicht zu ändernden Grund.
Seitdem offiziell angekündigt wurde, dass der neue Herr-der-Ringe-Film während der ursprünglichen drei Teile spielt, zermartere ich mir das Hirn, wie es Peter Jackson, Andy Serkis und Co. gelingen soll, die um mehr als 25 Jahre gealterten Schauspielerinnen und Schauspieler glaubhaft darzustellen. Klar, heutzutage ist mittels KI vieles möglich und digitales De-Aging wurde in Hollywood schon oft eingesetzt.
Die Gesichter der Darstellerinnen und Darsteller gehören jedoch zu den wichtigsten Elementen im Film, hier fallen künstliche Veränderungen per CGI am deutlichsten auf. Bislang hat es Hollywood meiner Meinung nach noch nicht hinbekommen, bekannte Gesichter prominenter Schauspielerinnen und Schauspieler glaubhaft zu verjüngen. Doch zurück ins Auenland.
Die neuen Bilder der Dreharbeiten zeigen vertraute Szenen aus Beutelsend. Doch gleichzeitig wirken die frischen Eindrücke aus dem Auenland auch irgendwie seltsam. Man hat das Gefühl, die gezeigten Hobbits bereits zu kennen und dennoch handelt es sich erkennbar um andere Darstellerinnen und Darsteller. Ich sehe mich schon jetzt im Kinosaal sitzen, wie ich mich immer wieder dabei ertappe, auf die Änderungen und die Verjüngung der Gesichter zu achten, statt einfach nur den Film zu genießen.
Sollte das De-Aging der mittlerweile 25 Jahre älteren Hauptdarsteller unglaubwürdig ausfallen, dürfte Der Herr der Ringe: Die Jagd auf Gollum eine große Enttäuschung werden. Erste Bilder des Auenland-Sets zeigen, dass die Präsenz neuer Darstellerinnen und Darsteller als Ersatz für die ursprünglichen Schauspieler wenig stimmig wirkt, da der neue Film ja während der Geschehnisse von Die Gefährten spielt.
Die enttäuschende Hobbit-Trilogie hat gezeigt, dass Peter Jackson schon damals (nur neun Jahre nach seinem letzten Herr-der-Ringe-Film) nicht in der Lage war, den Zauber und die Qualität seiner ersten Mittelerde-Trilogie erneut auf die große Leinwand zu übertragen. Als Produzent muss er es gemeinsam mit Regisseur und Gollum-Darsteller Andy Serkis dieses Mal besser machen.
Der große zeitliche Abstand zu den ursprünglichen Filmen macht dieses Unterfangen ungemein schwierig. Der Film kann in Sachen Handlung und Spannung noch so gut werden, falls das De-Aging jedoch fehlschlägt, dürfte das Kinoerlebnis eher enttäuschend und ernüchternd ausfallen. Ich hoffe nicht, dass wir uns nach Die Jagd auf Gollum wünschen werden, dass Peter Jackson künftig einfach die Finger von Der Herr der Ringe lässt.