Basketball | DBBL
Stand: 17.08.2026 18:25 Uhr
Nach zwei dritten Plätzen in den vergangenen drei Jahren streben die Basketballerinnen aus Halle nach mehr: Unter dem neuen Namen halfit Lions soll die Spitze der DBBL angegriffen werden.
Vor vier Jahren fusionierte der Gisa Lions SV Halle mit dem Syntainics MBC aus Weißenfels und etablierte sich in der Folge in der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL). Nun bricht abermals eine neue Zeitrechnung an. Wie der Verein am Montag (17. August) mitteilte, rückt der bisherige Sponsor halfit zum neuen Namensgeber des Teams auf. Künftig laufen die Hallenserinnen als halfit Lions in der DBBL und im DBBL-Pokal auf.
Neuer Name, neues Logo
Die Partnerschaft mit dem Hallenser Fitnessstudio ist zunächst bis zum Saisonende 2028/29 angelegt. Mit der Vergabe des Namensrechts erhalten auch Logo und Markenauftritt der Basketballerinnen eine neue Gestaltung: Die typische Wappenform aller Mannschaften aus der MBC-Familie bleibt zwar erhalten, künftig erstrahlt das Wappen aber in den Farben Grün und Blau. "Wir erhoffen uns eine neue Energie und neue Power mit diesem Namen und wollen in den nächsten drei Jahren Vollgas geben", erklärte MBC-Geschäftsführerin Ulrike Wölfel im Interview mit SPORT IM OSTEN.
Das neue Logo der halfit Lions.
Konkret heißt das, ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden zu können. 2024 und in der abgelaufenen Saison zog Halle bereits ins Playoff-Halbfinale ein und wurde Dritter. Dank des Sponsors und neuen Namensgebers gehören die halfit Lions vom Budget her künftig zu den Top vier der Liga und wollen nun die DBBL-Spitze um die Topteams Rutronik Stars Keltern und Alba Berlin angreifen.
Video: Lions-Geschäftsführerin Wölfel: "Wir wollen um die Meisterschaft mitspielen" (3 Min)
Meisterschaft als anvisiertes Ziel
In Halle macht man aus den Ambitionen zumindest keinen Hehl. "Das Projekt wurde bislang immer durch die Männermannschaft querfinanziert", so Wölfel. "Jetzt wollen wir es mit dem neuen Partner alleine stemmen und um die Meisterschaft mitspielen. Wir gehören zwar nach wie vor zur MBC-Familie, möchten aber als Hallesche Mannschaft gesehen werden. Das ist in den letzten Jahren ein wenig verloren gegangen."
Das Fundament für den sportlichen Erfolg steht bereits. Sechs Spielerinnen konnten gehalten werden, neue vielversprechende sind hinzukommen. So wie Lilly Küppers, die vom Kooperationspartner Chemcats Chemnitz fest nach Halle gewechselt ist. Die Aufbruchstimmung ist auch ihr nicht entgangen. "Es ist schon speziell, mit einem neuen Logo in die Saison zu starten und zeigt, dass hier etwas Neues entsteht", sagte die 21 Jahre alte Flügelspielerin. "Wir sind ein sehr talentiertes Team und können viel erreichen."
Lions hoffen auf besseren Saisonstart
Die Playoffs - so viel ist sicher - sind auch in dieser Saison das Minimalziel. In der vergangenen Spielzeit verpatzte das Team von Headcoach Timur Topal den Saisonstart, steigerte sich dann aber vor allem in der Rückrunde und scheiterte erst im Playoff-Halbfinale am BC Marburg. "Es braucht einen Funken, der über die Saison entzündet wird", weiß auch Sportdirektor Mario Zurkowski. "Die Qualität zeigt sich in den Momenten, in denen es mal nicht so läuft. Letztes Jahr haben wir dieses Tal durchschritten und dann den Peak gehabt. Dieses Jahr wollen wir besser starten."
Video: Lions-Sportdirektor Zurkowski: "Wir haben ein gutes Fundament gelegt" (2 Min)
Bis zum scharfen Start in der DBBL am 4. Oktober gegen TK Hannover bleiben noch rund sechs Wochen. Zeit genug also, um die Neuzugänge zu integrieren, ehe die Früchte der Arbeit geerntet werden sollen. Natürlich sei die Meisterschaft ein "großer Wunsch", erklärt Zurkowski. Durch die zurückliegenden Erfolge habe sich aber auch das eigene Selbstverständnis geändert: "Wir denken gar nicht mehr darüber nach, ob wir es in die Playoffs schaffen. So viel hat letztes Jahr nicht gefehlt, um ins Finale zu kommen. Diese Chance wollen wir uns jetzt erspielen."
jsc/swe
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