Neuer Pop-up-Weg bei Heimarshausen: Familie Dachs führt durch die Welt des Bodens

Stand: 26.08.2026, 19:28 Uhr

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Hier startet der Pop-up-Weg: (Von links): Johannes Schneider, Bürgermeister Sebastian Lesch, Regina und Wolfgang Schneider sowie der Geschäftsführer des Zweckverbandes Naturpark Habichtswald, Jürgen Depenbrock auf dem Parkplatz des Ferienhofs Schneider.

Hier startet der Pop-up-Weg: (von links) Johannes Schneider, Bürgermeister Sebastian Lesch, Regina und Wolfgang Schneider sowie der Geschäftsführer des Zweckverbandes Naturpark Habichtswald, Jürgen Depenbrock vor der Wandertafel auf dem Parkplatz des Ferienhofs Schneider. © Norbert Müller

Der Naturpark Habichtswald hat einen temporären Wanderweg zum Thema Boden eingerichtet. Auf 20 Tafeln begleitet eine gezeichnete Dachsfamilie die Besucher durch die fast sechs Kilometer lange Strecke.

Heimarshausen – Plötzlich sind sie da und laden in der Natur auf einem festen Kurs zum Entdecken ein: die Pop-up-Wege des Naturparks Habichtswald. Für einige Wochen bleiben sie bestehen, dann werden die Markierungen und Info-Tafeln wieder vom Naturpark abgebaut. Aktuell kann ein Pop-up-Weg zum Thema „Boden“ bei Heimarshausen erwandert werden.

Vor allem Familien mit Kindern nutzen gerne die Wege, sagt Jürgen Depenbrock, Geschäftsführer des Zweckverbandes Naturpark Habichtswald bei der Vorstellung des neuen Weges am Startpunkt auf dem Parkplatz des Ferienhofes Schneider in Heimarshausen. Dort kann man sein Auto kostenlos abstellen und sich zu Fuß auf den fast sechs Kilometer langen Weg machen. Wer lieber radelt und ein Mountainbike oder ein Trekkingrad besitzt, kann den Rundweg auch abfahren, sagt Depenbrock. Allerdings ist das Vergnügen dann in der idyllischen Landschaft deutlich verkürzt. Zu Fuß sei der Genuss doch noch deutlich intensiver.

20 Tafeln

Entlang des Wanderwegs 3 wurde der Pop-up-Weg eingerichtet. Zur Vorbereitung wurde von den Mitarbeitern des Naturparks die Strecke überprüft, wo nötig, die Vegetation etwas freigeschnitten, die Markierungen erneuert und dann auch die Hinweistafeln platziert. 20 Stück sind es insgesamt, die alle 300 Meter gesetzt wurden. Es sind besondere Schilder für den Themenweg „Boden“, wie Jürgen Depenbrock erklärt: „Wir haben für die Gestaltung die Kinderbuchautorin Caroline Pohlenz engagiert. Die hat ein geologisches Grundwissen und die Gabe, die Themen familien- und kindgerecht zu vermitteln.“

Auf den Tafeln tummelt sich eine Dachsfamilie, die die Wanderer auf ihrer Tour begleitet. Vom Parkplatz aus geht es erst mal durch das schöne Fachwerkdörfchen und dann raus in die Natur. Unterwegs laden die Stationen ein, den Boden unter die Lupe zu nehmen, sich mit den Bewohnern in der Welt unter den eigenen Füßen zu beschäftigen und Neues zu entdecken. QR-Codes, die mit dem Handy gelesen werden, liefern spannende Geschichten und bieten auch kleine Aufgaben an. Unterwegs kann man auch noch einen kleinen Abstecher zum imposanten Riesenstein unternehmen, der nicht weit vom Wanderweg gelegen ist.

Untergrund in Wald und Flur

Die Themen beschäftigen sich mit Regenwurm, Maus, Fuchs und natürlich Dachs, aber eben auch mit deutlich kleineren Lebewesen im Boden, die nur selten in das Blickfeld rücken, aber für den Untergrund in Wald und Flur von großer Bedeutung sind. „Es soll sich bei den Nutzern des Weges das Bewusstsein bilden, dass der Boden lebt und es wert ist, dass man achtsam mit ihm umgeht und ihn schützt“, so Jürgen Depenbrock.

Die Pop-up-Wege des Naturparks, sagt Depenbrock, seien in der Corona-Zeit entstanden, als Menschenansammlungen in Gebäuden nicht erlaubt waren und damit auch im Naturparkzentrum kein Publikum erlaubt war. Also verlegte man das Angebot nach draußen, nahe an die Themen in der Natur. Das Interesse an den Wegen habe gezeigt, dass man seitens des Naturparks mit der Idee richtig lag. Und so poppt immer wieder ein neuer Weg im Naturpark Habichtswald auf, mit dem ein bestimmter Schwerpunkt bespielt wird, bis er nach einigen Wochen wieder abgebaut wird. Den aktuellen Rundweg, der den Boden in den Fokus rückt, erklärt Geschäftsführer Depenbrock, „werden wir noch bis zum Ende der Herbstferien hier stehen lassen“.