Neuer Schwung mit neuen Regeln?

Stand: 14.09.2026, 08:30 Uhr

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"The Masked Singer" - Matthias Opdenhövel wird auch durch die 13. Staffel von "The Masked Singer" führen.

"The Masked Singer" - Matthias Opdenhövel wird auch durch die 13. Staffel von "The Masked Singer" führen. © Joyn/Marc Rehbeck

Auch wenn die Quoten zuletzt sanken, bringt ProSieben „The Masked Singer“ in einer 13. Staffel zurück. Ob die gravierenden Änderungen am Regelwerk und dem Ablauf der Sendung das einstige Aushängeschild vor dem endgültigen Absturz retten können?

Wird es der Auftakt zu einem gelungenen Neustart oder doch eher das letzte Aufbäumen? Das ist die Frage, die sich manche Fans von „The Masked Singer“ dieser Tage stellen. Der einstige Quoten-Hit von ProSieben kehrt mit einigen Änderungen mit einer 13. Staffel zurück. Sechs Folgen sind fortan mittwochs, um 20.15 Uhr, zu sehen. Das Format nimmt damit vom prominenten Sendeplatz am Samstagabend Abschied und läuft nun auf einem quotentechnisch weniger hart umkämpften Platz unter der Woche. Ob die spannende Musikratesendung so aus dem Quotentief kommen und zur alten Relevanz zurückfinden wird?

"The Masked Singer" - Chris Tall (vorne) und Verona Pooth freuen sich, eine weitere Staffel von "The Masked Singer" als Rateteam zu begleiten. Matthias Opdenhövel übernimmt, wie gewohnt, die Moderation.

„The Masked Singer“ - Chris Tall (vorne) und Verona Pooth freuen sich, eine weitere Staffel von „The Masked Singer“ als Rateteam zu begleiten. Matthias Opdenhövel übernimmt, wie gewohnt, die Moderation. © Joyn/Willi Weber

Das einstige Erfolgsformat auf dem absteigenden Ast

Die nach dem Vorbild der südkoreanischen Sendung „King of Masked Singer“ konzipierte Sendung ging erstmals im Juni 2019 in Deutschland auf Sendung. Durchschnittlich 3,15 Millionen Menschen (davon 2,03 Millionen in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen) sahen die erste Staffel, was einem sehr starken Gesamtmarktanteil von durchschnittlich 13,6 Prozent (Zielgruppe: 28,3 Prozent) entsprach. In der zweiten Staffel im Frühjahr 2020 konnte sich das Format noch einmal steigern. Mit der zunächst rührenden Idee, die Show als Trostpflaster während der Corona-Pandemie auf zwei Staffeln pro Jahr zu erweitern und diese am familienfreundlicheren Samstagabend anstatt unter der Woche zu senden, ging es dann jedoch langsam bergab.

Die im Herbst 2024 ausgestrahlte elfte Staffel erreichte durchschnittlich nur noch 1,19 Millionen Menschen (Gesamtmarktanteil: 5,4 Prozent). In der werberelevanten Zielgruppe sah es mit durchschnittlich 0,36 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern und einem durchschnittlichen Marktanteil von 8,1 Prozent, verglichen mit den Anfangsjahren, noch düsterer aus. Der Sender reagierte und verordnete sich selbst eine längere Pause: Fortan sollte es wieder nur noch eine Staffel pro Jahr geben. Doch die Zuschauerzahlen blieben vergleichbar schlecht.

Diesmal treten 16 Masken an

Die nun startende 13. Staffel soll das Ruder wieder rumreißen. Dafür setzen die Verantwortlichen abermals auf einige Änderungen. Seit jeher waren es vor allem die mit viel Liebe zum Detail gestalteten Kostüme, die „The Masked Singer“ zu einer besonderen Sendung machten. Man erinnert sich noch gut an das pinkfarbene Monster (verkörpert von der Boxerin Susianna Kentikian) aus Staffel eins, das seither sowas wie das inoffizielle „The Masked Singer“-Maskottchen ist. Auch der hyperaktive „Mülli Müller“ (Alexander Klaws) wird vielen dank seiner akrobatischen Einlagen noch in Erinnerung sein.

Mit 16 anstatt der bislang üblichen neun oder zehn Masken wird der Pool an zu erratenden Prominenten nun deutlich erhöht. Bereits in der zehnten Staffel hatte man versucht, die Attraktivität der Sendung dadurch zu steigern: Damals galt es, neben den regulären neun Masken das sogenannte „Mysterium“, unter dessen Maske in jeder Folge eine andere prominente Person steckte, die es einzig und allein an ihrem Gesang sowie einigen kryptischen Hinweisen zu erraten galt. Von den nun antretenden 16 Masken wurde im Vorfeld immerhin eine offizielle vorgestellt: Die silberfarbene Gestalt, die ein wenig wie das Michelin Männchen aussieht, hat noch keinen Namen. Vorschläge können Zuschauerinnen und Zuschauer über die Joyn-App einreichen.

Neue Regeln und ein altbekannter Moderator

Auch am Ablauf der Sendung wurde in der langen Pause seit dem letzten Finale im November 2025 noch einmal geschraubt: Erstmals wurde die Sendung bereits im Vorfeld aufgezeichnet: „Wir machen hier genau das, was weltweit längst Standard ist“, begründet Senderchef Hannes Hiller diesen Schritt: „ob USA oder Großbritannien, andere Länder zeichnen die Show schon immer auf. Produktionell birgt das einen enormen Vorteil: Dieser Schritt ermöglicht die Verpflichtung von prominenten Kandidaten, deren Terminkalender eine sechswöchige Live-Präsenz bislang schlichtweg unmöglich gemacht hat.“

Auch können so weitere Pannen wie jener in Staffel neun vermieden werden: Schauspieler Uwe Ochsenknecht verkörperte den Kiwi 2023 mit etwas zu viel Elan, sodass er bereits in der zweiten Folge für einen winzigen Moment demaskiert wurde. Obwohl Screenshots der entsprechenden Szene schon bald durch Presse gingen, blieb der Kiwi zwei weitere Folgen lang im Rennen. Denn, auch das ist das besondere an „The Masked Singer“: Den echten Fans geht es für gewöhnlich weniger um eine perfekte Gesangsstimme, sondern vielmehr um die liebevolle Verkörperung der jeweiligen Figur.

Künftig wird das Publikumsvoting über die Joyn-App nun aber entfallen. Es bleibt spannend, wer in Zukunft darüber entscheiden muss, welche Masken fallen und welche es ins Halbfinale schaffen. Denn auch das ist neu: In den ersten vier Folgen werden jeweils vier Masken gegeneinander antreten, von denen jeweils zwei bereits am selben Abend enttarnt werden. Die übrigen zwei schaffen es ins Halbfinale.

Wie in den vergangenen zwölf Staffeln wird es auch diesmal wieder ein prominentes Rateteam geben. Dieses besteht wie in der letzten Staffel aus Verona Pooth und Chris Tall. Matthias Opdenhövel wird das Format wie gewohnt moderieren. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)