Rechtes Sprunggelenk verletzt: Nico Schlotterbeck fällt womöglich wieder aus

Nico Schlotterbeck liegt am Boden und wird behandelt

Rechtes Sprunggelenk verletzt Nico Schlotterbeck fällt womöglich wieder aus

Stand: 30.09.2026 • 13:57 Uhr

Nico Schlotterbeck hat sich offenbar beim Training mit der Nationalmannschaft am Fuß verletzt. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Der Schreckmoment um Nico Schlotterbeck passierte bei den munteren Aufwärm-Wettkämpfen der Fußball-Nationalspieler zu Beginn des Abschlusstrainings. Plötzlich lag Borussia Dortmunds Abwehrspieler am Boden und hielt sich die Hände vors Gesicht. Das sah gar nicht gut aus.

Bundestrainer Jürgen Klopp schaute vor dem Nations-League-Spiel gegen Serbien am Donnerstag (20.45 Uhr im Sportschau-Audiostream und Liveticker) in München besorgt auf den BVB-Kapitän. Die medizinische Abteilung rannte auf den Platz und kümmerte sich um den 26-Jährigen, der nach DFB-Angaben zur genauen Untersuchung des rechten Sprunggelenks direkt zum MRT gefahren wurde.

WM-Verletzung gerade erst überwunden

Schon wieder Schlotterbeck. Bei der Weltmeisterschaft im Sommer hatte sich der Innenverteidiger im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste in Toronto so schwer am linken Fuß verletzt, dass nicht nur das Turnier für ihn frühzeitig vorbei war. Er musste monatelang pausieren. Erst kurz vor den aktuellen Länderspielen feierte er bei der Borussia sein Comeback und beim 1:1 im ersten Klopp-Länderspiel gegen die Niederlande auch in der Nationalelf.

Schlotterbeck galt auch als Kandidat für die Kapitänsbinde beim Länderspiel gegen Serbien, weil Joshua Kimmich nicht mehr zum DFB-Kader für die zweite Woche zählt. Klopp musste das Abschlusstraining ohne Schlotterbeck mit den übrigen 24 Akteuren fortsetzen. Für die Partie muss der Bundestrainer ohnehin noch zwei Profis aus dem Aufgebot streichen. Die UEFA erlaubt nur 20 Feldspieler und drei Torhüter im Spieltagskader. Schlotterbeck dürfte nun einer davon sein.

Auch Havertz und Musiala bereits verletzt

Schlotterbeck wäre bereits der dritte verletzte DFB-Akteur. Vor und während Klopps Debüt in den Niederlanden hatten sich Jamal Musiala und Kai Havertz Muskelverletzungen zugezogen und mussten nach dem 1:1 vorzeitig abreisen.

Am Nachmittag reist das DFB-Team nach München, wo erstmals seit 1982 wieder ein Fußball-Länderspiel zur Oktoberfest-Zeit stattfindet. Gemeinsam mit Torwart Jonas Urbig, der in seinem Heimstadion vor seinem DFB-Debüt steht, wird Klopp am Abend in der Allianz Arena über seine Pläne für das Serbien-Spiel sprechen. Und spätestens dann auch ein Update zu Schlotterbeck geben.

Nur ein Punkt nach zwei Spielen

Die DFB-Elf steht nach dem 1:1 in den Niederlanden und dem 0:1 gegen Griechenland in der Gruppenphase der Nations League schon unter Druck. Mit nur einem Zähler liegt man vor dem punktlosen Schlusslicht Serbien auf dem dritten Rang. Tabellenführer Griechenland (6 Punkte) empfängt am Donnerstag Verfolger Niederlande (4).

Der deutsche Kader für die Spiele gegen Serbien und Griechenland

Tor: Noah Atubolu (Eintracht Frankfurt), Finn Dahmen (FC Augsburg), Jonas Urbig (Bayern München)

Abwehr: Waldemar Anton (Borussia Dortmund), Ridle Baku (RB Leipzig), Finn Jeltsch (VfB Stuttgart), Maximilian Mittelstädt (VfB Stuttgart), David Raum (RB Leipzig), Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund), Malick Thiaw (Newcastle United), Philipp Treu (SC Freiburg)

Mittelfeld: Mika Baur (Celtic Glasgow), Tom Bischof (Bayern München), Bambasé Conté (TSG Hoffenheim), Said El Mala (1. FC Köln), Yannik Engelhardt (SC Freiburg), Serge Gnabry (Bayern München), Vitaly Janelt (FC Brentford), Lennart Karl (Bayern München), Felix Keidel (SV Elversberg), Aleksandar Pavlovic (Bayern München), Derry Scherhant (SC Freiburg), Florian Wirtz (FC Liverpool)

Angriff: Jonathan Burkardt (Eintracht Frankfurt), Nick Woltemade (Juventus Turin)

Quelle: dpa/red