Publiziert5. August 2026, 20:46
Luis Figo«Niederträchtig»: Fussball-Legende fordert Infantino-Rücktritt
Fussball-Legende Luis Figo hat sich gegen Gianni Infantino ausgesprochen und deutliche Worte gefunden.


Darum gehts
- Fussball-Legende Luis Figo fordert in einem Gastbeitrag für die «Daily Mail» den Rücktritt von Fifa-Präsident Gianni Infantino.
- Auslöser ist Infantinos zurückgezogener Plan, WM-Rechte an private Investoren zu verkaufen.
- Figo, einst Unterstützer Infantinos, wirft ihm Lügen, Täuschung und Selbstbereicherung vor.
Der ehemalige Weltfussballer Luis Figo fordert das Ende der Fifa-Präsidentschaft von Gianni Infantino. «Ich könnte 10'000 Wörter über die Probleme bei der Fifa schreiben. Doch die Lösung lässt sich auf drei Worte reduzieren: Infantino muss gehen», schrieb der ehemalige portugiesische Nationalspieler in einem Gastbeitrag für die «Daily Mail» in England.
«Ich liebe den Fussball mein ganzes Leben lang. Ich war 20 Jahre lang Profifussballer. Und glauben Sie mir: In dieser Zeit bin ich im Fussball einigen zwielichtigen Gestalten begegnet», schrieb Figo weiter. «Doch was in den vergangenen zehn Tagen ans Licht gekommen ist, ist das niederträchtigste, betrügerischste und feigste eigennützige Verhalten, das ich je erlebt habe.»
Figo wettert gegen «Relikt» Infantino
Infantino hat erst unter massivem Druck Pläne wieder zurückgezogen, WM-Rechte an private Investoren zu verkaufen. Der Schweizer muss mittlerweile sogar um sein Amt bangen.
«Ein Mann, der dazu bereit ist – ein Mann, der derart weitreichende Veränderungen allein durchsetzen will, um sich selbst und seine Freunde zu bereichern –, ist ein Relikt aus der Vergangenheit des Fussballs und sollte in seiner Zukunft keinen Platz mehr haben», kritisierte Figo (53).
Figo war einst Unterstützer von Infantino
Der Weltfussballer von 2001 arbeitet selbst als Berater für die Europäische Fussball-Union Uefa, die Infantino scharf kritisiert. Figo wollte sich 2015 als Gegenkandidat des damaligen Fifa-Präsidenten Joseph Blatter bewerben, zog seine Kandidatur dann aber zurück. Nach dem Rücktritt Blatters hatte er Infantino unterstützt.
«Gianni Infantino hat das Amt des Fifa-Präsidenten, das er nach eigenen Worten aufwerten wollte, in Misskredit gebracht. Er hat gelogen, getäuscht und versucht, sich auf Kosten des Spiels, dem er eigentlich dienen sollte, selbst und seinen Vertrauten Vorteile zu verschaffen», meinte Figo. «Für die Wahrung seiner Würde ist es zu spät. Doch für die Rettung des Fussballs ist es noch nicht zu spät. Er sollte gehen. Jetzt.»

Sven Forster (fss) arbeitet seit 2018 für 20 Minuten. Er ist seit Anfang 2024 als Blattmacher im Einsatz. Dazu leitet er seit September 2024 das Sportressort.

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