Nijland übernimmt den Vorsitz der HSG Sottrum/Ottersberg

Stand: 14.10.2026, 14:05 Uhr

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Vorstand der HSG Sottrum/Ottersberg

Der neue Vorstand der HSG Sottrum/Ottersberg: Stephanie Richter, Hauke Herbst, Tom Puschmann, Benjamin Nijland, Pascal Blöthe und Franziska Intemann (v.l.). © HSG Sottrum/Ottersberg

Die Handball-Abteilung des Clubs hat den Nachfolger von Norbert Kühnlein gewählt. Auch eine weitere Vorstandskollegin ist neu dabei.

Sottrum – Für Benjamin Nijland wird die Woche in Zukunft noch voller, als sie ohnehin bereits ist. Denn die Handballer der HSG Sottrum/Ottersberg haben den 38-Jährigen zum neuen Vorsitzenden der Abteilung gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Norbert Kühnlein an, der im Sommer erst als Trainer aufgehört hatte und dann auch dieses leitende Amt niederlegte. Wie sein Vorgänger engagiert sich auch Nijland im Verein in mehrfacher Weise.

Kurz vor dem Beginn der neuen Saison stand die Wahl an. „Man hat immer wieder mit meiner Person geliebäugelt“, verrät der Elsdorfer. „Ich habe dann irgendwann gesagt: ‚Bevor es irgendjemand macht, der nur verwalten will, biete ich mich eben an.‘“ Ohne Gegenkandidaten stimmten die Anwesenden bei einer Enthaltung für ihn. „Ich freue mich auf die Aufgabe, bin da aber noch unerfahren, was das angeht“, erzählt Nijland. Neben ihm ist auch Stephanie Richter als Schiedsrichterwartin neu dabei. In ihren Ämtern bestätigt wurden derweil Spielwart Hauke Herbst, Passwart Tom Puschmann, Kassenwartin Franziska Intemann und Pascal Blöthe, der als Spartenleiter des TSV Ottersberg der Stellvertreter von Nijland ist.

Auch als Schiedsrichter und Trainer im Einsatz

Die Unterstützung von Blöthe & Co. dürfte er benötigen, schließlich ist der neue Chef auch an anderen Stellen im Verein aktiv. Unter anderem gehört er zu den 14 Schiedsrichtern. Zusammen mit seinem Partner Dennis Intemann ist er das Aushängeschild. Gemeinsam leiten sie im zweiten Jahr in Folge Spiele der B-Jugend-Bundesliga. Im Sommer stieg das Duo zudem in den Kader für die Herren-Regionalliga auf. „Das macht Spaß und ist schon sehr professionell“, meint Nijland. Nahezu jedes Wochenende seien die beiden unterwegs, sofern es sein Dienstplan zulässt. Der gebürtige Zevener arbeitet bei der Hamburger Berufsfeuerwehr und schiebt häufig 24-Stunden-Dienste. „Gutes Timing ist da gefragt. Wenn ich beim Handball mal nicht kann, muss ich rechtzeitig einen Freitermin eintragen“, sagt er.

Ein vernünftiges Zeitmanagement benötigt Nijland auch deshalb, weil er weiterhin für die erste Herren in der Regionsoberliga aufläuft und die Damen in der Regionsliga coacht. Gemeinsam mit Richter und seiner Frau Kira Nijland betreut er on top die männliche C-Jugend. Sie ist eine von neun Juniorenmannschaften. Die ältesten Talente tummeln sich in der weiblichen B-Jugend. Der Bereich darüber ist aktuell verwaist. Ein weiteres Problem besteht darin, dass keines der Teams oberhalb der Regionsebene seine Spiele bestreitet.

Optimismus bei zwei Themen

Nichtsdestotrotz schaut Nijland bei zwei Themen optimistisch in die Zukunft. Es schaffe immer wieder einer oder eine aus dem Nachwuchsbereich zu einem höherklassigeren Club, so der neue Abteilungsleiter. Jüngstes Beispiel: Jelle Sackmann. Der Youngster aus Sottrums C-Jugend läuft mit Zweitspielrecht für das gleichaltrige Team des TSV Daverden in der Oberliga auf und gehört der Auswahl des Handballverbandes Niedersachsen-Bremen (HVNB) an. „Wir sind immer offen dafür, dass die Jungs und Mädels ihren Weg gehen, um höher zu spielen“, macht Nijland deutlich. Auch den Mannschaften aus seinem eigenen Verein traut er zu, dass sie wieder in die Landesliga aufsteigen – sowohl im Junioren-, als auch im Erwachsenenbereich. An der Spielgemeinschaft will der neue Chef dabei festhalten. „Unter anderem nutzen wir die zwei Hallen in Ottersberg mit. Das ist essenziell wichtig, gerade für den Trainingsbetrieb“, erklärt Nijland und äußert einen Wunsch: „Wenn man den Namen Sottrum/Ottersberg hört, sollen die Menschen ein positives Bild im Kopf haben.“