Stand: 27.07.2026, 13:08 Uhr
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Muss der SV Werder Bremen beim Comeback von Mitchell Weiser noch viel mehr Geduld aufbringen als zuletzt erhofft? So ist der Stand.
Bremen – Vorerst gilt der Schutzmechanismus. Weil Mitchell Weiser beim SV Werder Bremen mehr als ein Jahr wegen eines Kreuzbandrisses samt Meniskusblessur gefehlt hat, wird beim jetzigen Comeback-Versuch des 32-Jährigen absolut kein Risiko eingegangen. Der Flügelflitzer war zwar zuletzt im Zillertal-Trainingslager des Bundesligisten dabei und nach quälend langen Monaten erstmals wieder Teil der Teameinheiten, doch Chefcoach Daniel Thioune legte dabei gehörigen Wert auf den nötigen Sicherheitsabstand.

Noch zwölf Wochen Warterei? Wie Werder Bremen das Comeback von Mitchell Weiser plant
Die allgegenwärtige Frage, ob Mitchell Weiser denn überhaupt rechtzeitig zum Pflichtspielstart im DFB-Pokal (22. August) oder zumindest eine Woche danach beim Liga-Auftakt in Freiburg (30. August) einsatzbereit ist, beantwortet der 52-Jährige in diesen Tagen mit einem unmissverständlichen: „Das weiß ich nicht.“ Und Daniel Thioune entwirft sogar ein Szenario, das eine rundum sorgenfreie Rückkehr erst für den Oktober andeutet.
„Wir haben das jetzt so aufgebaut, dass er die Woche teilaktiv war, aber ohne Körperkontakt“, sagt Thioune über Weisers Wiedereingliederung in Österreich. „Das wird in der nächsten Woche auch so sein.“ Diese beginnt für Werders Profis nach einem freien Montag mit dem Training am Dienstag, ehe am kommenden Wochenende beim Zweitliga-Aufsteiger FC Energie Cottbus (1. August, 15 Uhr) der nächste Test ansteht.
Das Treiben in der Lausitz wird Mitchell Weiser definitiv nur als Zuschauer verfolgen. Die nötige Zweikampfhärte soll der gebürtige Troisdorfer erst demnächst wieder verpasst bekommen. „Er wird zunächst noch ein neutraler Spieler sein, dann kommt der Körperkontakt dazu“, kündigt Thioune perspektivisch an. „Dann werden wir sehen, wie der Körper darauf reagiert, und dann mal schauen, wie lange es noch dauert.“
Verzögert sich das Comeback von Mitchell Weiser bei Werder Bremen weiter?
Die Zurückhaltung kommt nicht von ungefähr. „Ich will da kein Ziel setzen, damit dann nicht irgendwann die Nachfrage kommt, wieso wir es noch nicht geschafft haben“, sagt der Trainer des SV Werder Bremen und betont: „Es sind zwölf Monate vergangen – und dann werden wir schlimmstenfalls auch nochmal zwölf Wochen durchhalten können, falls es so lange dauert.“ Die neue Saison hätte da längst begonnen, mindestens die ersten vier Partien wären dann schon gespielt. Eine knapp dreiwöchige Länderspielphase könnte dann dafür sorgen, dass sich Mitchell Weiser am Osterdeich endgültig den letzten Feinschliff für sein Comeback holt – wenn er es nicht doch noch viel früher schafft. (mbü)