Norwegischer Olympia-Held (50) bewusstlos auf Hof gefunden – kurz darauf ist er tot
Stand: 22.07.2026, 06:36 Uhr
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Eine schreckliche Nachricht aus Oslo. Wie die Familie mitteilt, ist der erfolgreichste Ruderer Norwegens verstorben. Er holte zwei olympische Goldmedaillen.
Oslo – Norwegen trauert um den erfolgreichsten Ruderer seiner Geschichte. Der zweimalige Einer-Olympiasieger Olaf Tufte ist im Alter von 50 Jahren gestorben. Das berichteten zuerst norwegische Medien mit Verweis auf eine Mitteilung seiner Familie. Demnach wurde Tufte bewusstlos auf seinem Hof gefunden. Die Todesursache ist bisher unbekannt – es gebe laut der Mitteilung keine Zeugen und keinen Verdacht auf einen Arbeitsunfall.

Trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte sein Leben nicht mehr gerettet werden. Tufte starb im Nationalkrankenhaus in Oslo. Er hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Die Nachricht traf Norwegen mit voller Wucht — kaum ein Sportler des Landes war so verehrt wie der Ruderer, der über zwei Jahrzehnte zu den Besten seines Sports zählte.
Ministerpräsident sagt über Olaf Tufte: „Einer der größten Sporthelden Norwegens“
Ministerpräsident Jonas Gahr Store meldete sich mit bewegenden Worten: „Tufte hat unserem Land unzählige Momente der Freude am Sport geschenkt. Er war einer der größten Sporthelden Norwegens, ein hochdekorierter Olympiateilnehmer, einer der besten Ruderer, die wir je hatten, und für viele ein großes Vorbild. Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.“
Tuftes Karriere war außergewöhnlich lang und erfolgreich. Er gewann Olympia-Gold 2004 in Athen und 2008 in Peking, wurde 2001 und 2003 Weltmeister im Einer. Auch im höheren Alter ließ er nicht nach: Mit 40 Jahren holte er 2016 in Rio de Janeiro noch einmal sensationell Bronze im Doppelzweier.
Und selbst fünf Jahre später – im Alter von 45 Jahren – belegte er in Tokio im Doppelvierer einen respektablen neunten Platz. Bis zuletzt war Tufte dem Rudersport eng verbunden – nicht mehr als Wettkämpfer, sondern als Förderer des Nachwuchses. Noch am Freitag vor seinem Tod hatte er Talente trainiert, die Norwegen wenige Tage später bei den Ruder-Europameisterschaften vertreten sollten.
Frank Ove Reiter, der Präsident des norwegischen Ruderverbandes, zeigte sich in einem Statement fassungslos: „Olaf war ein großartiger Familienvater, Mensch und Sportler. Wir müssen das erst begreifen – es ist ein Schock für den gesamten norwegischen Rudersport. Dafür gibt es keine Worte.“ Erst am Wochenende war in den USA eine Profiboxerin schrecklich ums Leben gekommen. (rele)