Stand: 17.09.2026, 14:07 Uhr

Der Notarztstandort Bad Arolsen bleibt auch über das Jahresende 2026 in Bad Arolsen erhalten. Das wurde mit einem Vertrag erreicht, den der Landkreis Waldeck-Frankenberg mit dem Klinikum Waldeck-Frankenberg und dem DRK schließen konnte.
Bad Arolsen – Die Notärzte werden künftig im wöchentlichen Wechsel vom Klinikum Waldeck-Frankenberg, und aus einem Mediziner-Pool des Instituts für Notfallmedizin (INM) in Arnsberg besetzt. In beiden Fällen handelt es sich jedoch weitgehend um die gleichen Notärzte, die auch bisher schon im Raum Nordwaldeck im Einsatz waren.
Die Mediziner sind jeweils in 24‑Stunden-Schichten im DRK-Haus im Hünighäuser Weg in Bereitschaft. Im gleichen Gebäudekomplex sind die Notfallsanitäter und Notarzt-Einsatzfahrzeuge untergebracht. Das bedeutet kurze Wege. Wenn ein weiter entfernt liegender Notfall, etwa von der Rettungswache in Herbsen aus, zu bedienen ist, werden die Notärzte wie bisher im sogenannten Rendezvous-System zum Einsatzort gefahren.
Gute Lösung für Nordwaldeck
Aus Sicht der Notfallpatienten ändert sich also durch die Neuregelung nichts. Organisatorisch waren allerdings dicke Bretter zu bohren, wie der Erste Kreisbeigeordnete berichtete. Viele Vorschriften seien zu beachten, viele Gespräche zu führen gewesen, seit das Krankenhaus Bad Arolsen signalisiert habe, nach einer internen Neuorganisation keine Notärzte mehr zur Verfügung stellen zu können.
Hier sei dankenswerterweise das Klinikum Waldeck-Frankenberg eingesprungen, so Kral‑Friedrich Frese bei der Unterzeichnung der offiziellen Beauftragung. Er sei überzeugt, dass nun eine gute Lösung für Nordwaldeck gefunden worden sei. Allerdings müsse noch mit den Krankenkassen das Budget für den Notarztstandort verhandelt werden.
Großer Pool qualifizierter Notärzte
Die eingesetzten Notärzte, insgesamt mehr als 20, kommen zum größten Teil als Honorarkräfte aus der Region und waren auch bisher schon hier im Einsatz. Das Institut für Notfallmedizin in Arnsberg betreut mit seinem Pool von rund 800 Notärzten, Honorarkräften und Festangestellten, viele Regionen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, nun auch in Waldeck-Frankenberg. Auch der Telenotarzt in Leipzig gehört zum INM-Team Arnsberg. In Waldeck-Frankenberg sei man jedoch froh, über genügend Notärzte aus Fleisch und Blut verfügen zu können.
Bürgermeister Marko Lambion bekräftigte, er sei froh, dass die Sicherheit in der notärztlichen Betreuung nahtlos auch in Zukunft geregelt sei. Der Rathauschef dankte allen, die sich für diese Lösung eingesetzt haben: Das sei ein wichtiger Baustein für das sichere Zusammenleben in Nordwaldeck.
Die beiden Geschäftsführer des Klinikums Waldeck-Frankenberg, Anne Bülling und Sassan Pur, erklärten, dass sie die wichtige Aufgabe gerne übernommen hätten. Aus Sicht der Krankenhausleitung sei es wichtig, wenn die Krankenhausärzte ihre Qualifikationen auch im Notarzteinsatzwagen einsetzen könnten.