Warum die Austria ohne Brustsponsor in die Saison startet

Wenn die Wiener Austria am Donnerstag mit dem ersten Pflichtspiel in Lettland gegen Liepaja in die Saison startet, dann tut sie dies mit breiter Brust. Und mit blanker Brust. Die Veilchen haben noch keinen Hauptsponsor für die prominenteste Stelle auf den Shirts gefunden. Aus finanzieller Sicht nicht optimal, für Finanzvorstand Harald Zagiczek aber auch kein Grund zur Panik.

Harald Zagiczek

Harald Zagiczek

Der Vertrag mit Frankstahl ist nach vier Jahren ausgelaufen, die Zusammenarbeit wird nicht verlängert. Die Trennung erfolgte jedoch im Guten. „Wir sind Frankstahl sehr dankbar, es war eine sehr gute Zusammenarbeit in den letzten vier Jahren“, erklärt Zagiczek.

Zähe Verhandlungen

Die Suche nach einem Nachfolger läuft auf Hochtouren. Der Plan, den neuen Sponsor bei der Präsentation der neuen Dressen bekannt zu geben, ist nicht aufgegangen. „Wir sind mit einigen potenziellen Partnern in Verhandlungen und guter Dinge, dass wir den neuen Sponsor zeitnah präsentieren können“, so Zagiczek, noch gibt es aber nichts Konkretes. Schnellschuss wird es jedenfalls keinen geben, man wolle sich keinesfalls unterpreisig verkaufen. Spätestens Ende August soll der neue Sponsor dann aber auf den Trikots der Veilchen zu sehen sein.

Zunächst gilt die volle Konzentration aber ohnehin der Partie in Lettland. Gespielt wird übrigens nicht in Liepaja, sondern nahe der Hauptstadt Riga, in Jurmala. Das Stadion in Liepaja ist derzeit nicht bespielbar, Grund dafür ist ein Konzert der lettischen Rockband Präta Vetra, das kürzlich dort stattgefunden hat. Der Austria ist das nicht unrecht, gestaltete sich die Anreise so doch angenehmer. Anpfiff ist um 17 Uhr, seit gestern steht fest, dass Puls 4 die Partie live überträgt.

Wiedersehen mit Martins

Der FK Liepaja liegt in der lettischen Ganzjahresmeisterschaft nach 22 Runden auf Rang fünf. Von den letzten fünf Ligaspielen gingen jedoch vier verloren. „Eine gut organisierte Mannschaft mit gefährlichen, physisch starken Konterstürmern“, weiß Veilchen-Trainer Stephan Helm, „da müssen wir aufpassen.“

Einer dieser Stürmer ist der Nigerianer Ede Oloko, der in dieser Saison bei 17 Treffern und zwei Assists in 19 Spielen hält. Allerdings hat er die meisten davon noch für den FK Tukums erzielt, Liepaja hat ihn erst im Juni vom Ligakonkurrenten verpflichtet. Zum Wiedersehen mit Marvin Martins kommt es erst im Rückspiel. Der Luxemburger, der von 2021 bis Jänner 2025 bei der Austria unter Vertrag war, hat im Hinspiel der ersten Quali-Runde Rot gesehen und fehlt am Donnerstag gesperrt. Der Trainer heißt Vladimir Vassiljev und kommt aus Estland.

kurier.at, gut  |  22.07.2026, 6:00