Mittwoch
Österreichische Straßenzeitungen rufen Aktionstag aus
"Tag der Straßenzeitung Österreich" am 21. Oktober – Blätter wollen damit ein Zeichen für soziale Gerechtigkeit, Menschenwürde und solidarisches Miteinander setzen
Wien –Sieben österreichische und eine Südtiroler Straßenzeitungen küren den 21. Oktober zum "Tag der Straßenzeitung Österreich": Das soll die Notwendigkeit von sozialer Gerechtigkeit, Menschenwürde und solidarischem Miteinander unterstreichen, wie es in einer Aussendung hieß. "Wir sind gekommen, um zu bleiben, denn es braucht uns!", ist denn auch die Botschaft, die von den Blättern in Zeiten von Sparmaßnahmen im Sozialbereich und Medienkrise hinausgetragen werden soll.
Den Aktionstag ausgerufen haben "20er" aus Tirol, "Apropos" aus Salzburg, der in Wien, NÖ und im Burgenland vertriebene "Augustin", "kaz" aus Kärnten, "Kupfermuckn" aus Oberösterreich, "marie" aus Vorarlberg, "Megaphon" aus der Steiermark sowie "zebra" aus Südtirol. Ziel ist es, mit dem Tag sichtbar zu machen, "was im Alltag oft übersehen wird: Armut, Wohnungslosigkeit, gesellschaftliche Ausgrenzung – aber auch den Mut und die Kraft von Menschen, die für einen Neuanfang kämpfen", hieß es.
Die nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" agierenden Straßenzeitungen, bei denen mindestens 50 Prozent der Erlöse an die Verkäufer gehen, seien durch kritischen Journalismus und Selbstermächtigung gekennzeichnet. Mit dem Kauf der Hefte sichere man auch die begleitende Sozialarbeit, die die Verkäufer etwa bei der Unterkunftssuche oder Klärung von Rechtsfragen unterstützt. Mit dem ausgerufenen Aktionstag wollen die Redaktionen zudem animieren, Ursachen sozialer Ungleichheit zu hinterfragen.
Laut der gemeinsamen Website werden die sieben österreichischen Blätter von rund 1.600 Personen verkauft. Man verweist auf 128.800 Leserinnen und Leser. (APA, 20.10.2026)
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