Auszeichnung
Paul Albert Leitner erhält Staatspreis für künstlerische Fotografie
Er wird für sein "vielseitiges, gar überbordendes Oeuvre" ausgezeichnet. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert
Wien – Der 1957 in Jenbach in Tirol geborene Paul Albert Leitner erhält den Österreichischen Staatspreis für künstlerische Fotografie. Das gab das Kulturministerium am Freitag bekannt. Damit wird ein Künstler gewürdigt, "dessen Werk die Kunstszene über Jahrzehnte hinweg auf unverwechselbare Weise bereichert hat", so Kulturminister Andreas Babler (SPÖ). Die Auszeichnung wird seit 1991 in unregelmäßigen Zeitabständen vergeben und ist derzeit mit 25.000 Euro dotiert.
"Paul Albert Leitner zeigt uns, dass Fotografie weit mehr sein kann als das Festhalten eines Augenblicks", wurde Babler in einer Aussendung zitiert. "Sie ist eine Form des genauen Hinschauens, der Neugier und der Auseinandersetzung mit unserer Wirklichkeit."
Leitner absolvierte zwischen 1973 und 1976 eine Ausbildung zum Fotografen. Er entschloss sich in den 1980er-Jahren nach einer Lehre, ausschließlich freischaffend zu arbeiten. Seither wurde sein Werk in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Außerdem sind seine Arbeiten in einigen öffentlichen Sammlungen vertreten.
Kamera "als Werkzeug der Welterfahrung"
Leitners Arbeit ist charakterisiert durch eine Vielzahl fotografischer Genres. Er verwendet die Kamera "als Werkzeug der Welterfahrung und Selbsterkenntnis sowohl auf ausgedehnten Reisen als auch in seiner nächsten Umgebung", hieß es in der Aussendung. Sein "vielseitiges, gar überbordendes Oeuvre, akribisch archivarisch geordnet", stehe nicht nur quer zur akuten Schnelllebigkeit, sondern vermittle vielmehr einen subjektiven künstlerischen Kosmos. Das Werk des Künstlers hebe sich außerdem durch seinen langjährigen Einfluss auf die nationale und internationale Kunstszene ab.
Die Verleihung des elften Staatspreises für künstlerische Fotografie findet im Herbst statt. Bisher wurden Inge Morath-Miller, Franz Hubmann, Erich Lessing, Harry Weber, Friedl Kubelka, Manfred Willmann, Peter Dressler, Margherita Spiluttini, Seiichi Furuya und Aglaia Konrad ausgezeichnet. (APA, 7.8.2026)
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