23 Jahre alt und Unternehmerin: Phoebe Gates
Foto: Anthony Behar / Sipa USA / picture alliance
Dem KI-Shopping-Start-up Phia wird vorgeworfen, zu Unrecht Provisionen für Käufe in Onlineshops kassiert zu haben. Besondere Prominenz bekommt das Unternehmen, da die 23-jährige Tochter Phoebe des Microsoft-Gründers Bill Gates (70)zu den Gründerinnen gehört.
Phia wirbt damit, für seine Nutzerinnen und Nutzer beim Onlineshopping besonders günstige Angebote und Rabattcodes zu finden. Doch eine Recherche von „Bloomberg“ zeigte, dass die Browsererweiterung des Unternehmens offenbar Onlineshops täuschte, um Provisionen zu verdienen. Das Unternehmen hat die umstrittene Praxis mittlerweile beendet.
Bei dem Skandal geht es um sogenannte Affiliate-Links: Medien oder andere Portale verlinken dabei auf Onlineshops und erhalten eine Provision, wenn Nutzerinnen oder Nutzer über diese Links Waren einkaufen. Laut der Recherche öffnete die Browsererweiterung von Phia während des Bezahlvorgangs eines Einkaufs im Hintergrund ein neues Tab und fügte dort einen eigenen Empfehlungscode ein – ohne Interaktion des Käufers. Damit konnten Empfehlungen von anderen Websites überschrieben werden, sodass Phia Provisionen für Verkäufe einfordern konnte, mit denen die App nichts zu tun hatte. Die Praxis nennt man „Cookie-Dropping“ oder „Cookie-Stuffing“.
Phia-Co-Gründerinnen: Phoebe Gates und Sophia Kianni
Foto: Kimberly White / TechCrunch / Getty Images
Wie ein Sprecher des Unternehmens „Bloomberg“ mitteilte, soll Phia die Praxis mittlerweile behoben haben. Die Redaktion konnte dies bestätigen.
Phia wurde 2025 von Phoebe Gates und ihrer ehemaligen Stanford-Mitbewohnerin Sophia Kianni (24) gegründet. Das Start-up hat Finanzmittel im Wert von umgerechnet mehr als 38 Millionen Euro eingetrieben und wird von sehr bekannten Investorinnen unterstützt. Zu den prominenten Gesichtern zählen unter anderem Hailey Bieber (29), Khloé Kardashian (42), Alix Earle (25), Sydney Sweeney (28) und Paris Hilton (45).
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Die Recherche hatte am Wochenende eine Kontroverse im Netz ausgelöst. Phia wurde von Impact.com, einer Plattform für Affiliate-Marketing, gesperrt. Auf TikTok finden sich Clips mit Tausenden Likes zu dem „Tech-Skandal“, bei dem immer wieder auf die Herkunft von Phoebe Gates eingegangen wird.
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Phia ist nicht das erste Tech-Start-up, dem diese Methode vorgeworfen wurde. Aktuell laufen Klagen wegen „Cookie-Stuffing“ gegen die PayPal-Tochter Honey.
kim