Photovoltaik in Trier Stadt rüstet acht Gebäude mit Solaranlagen aus
Trier · Trier baut die Stromerzeugung durch Photovoltaik auf städtischen Dächern aus. Fünf Anlagen sind bereits fertig, drei folgen noch. Die Stadt spart dadurch jährlich 35.000 Euro Energiekosten.
26.08.2026 , 08:30 Uhr
Nadir Pieper (rechts) und Christine Seiler (Dritte von rechts) von den SWT sowie Marco Wagner vom Hochbauamt (Zweiter von links) stellen Ortsvorsteherin Margret Pfeiffer-Erdel (Zweite von rechts) und Baudezernent Dr. Thilo Becker (Mitte) die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Pfalzeler Kita vor. Deren Leiter Christoph Hein freut sich über die umweltfreundliche Energieversorgung.
Foto: Presseamt der Stadt Trier
Die Stadt Trier baut die klimaschonende Stromerzeugung durch Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern von acht Gebäuden weiter aus. Fünf Anlagen sind bereits fertiggestellt, drei weitere folgen in Kürze. Damit reduziere sich die jährliche CO2-Belastung um rund 182 Tonnen. Das teilt die Stadt Trier mit.
Die Anlagen erzeugen demnach pro Jahr rund 529.000 Kilowattstunden Strom. Davon profitieren demnach nicht nur die acht ausgewählten Gebäude. „Mit acht Standorten und einer Gesamtleistung der Anlagen von 561,76 Kilowatt peak zeigen wir, dass sich Photovoltaik auf städtischen Dächern wirtschaftlich lohnt“, betont Baudezernent Dr. Thilo Becker.
Künftig spare die Stadt dadurch jährlich rund 35.000 Euro Energiekosten und mache sich unabhängiger von Preisschwankungen bei fossilen Energien, sagt Becker weiter.
Er sprach bei einem Ortstermin in der Kita St. Adula in Pfalzel. Auf dem Dach der im September 2024 fertiggestellten Kita, die Platz für 75 Kindergarten- und 24 Krippenkinder bietet, wurde eine der acht Anlagen installiert. Becker bedankte sich bei den Stadtwerken Trier für die Zusammenarbeit bei dem Vorhaben.
Stadt Trier möchte mit Photovoltaikanlagen zukünftig 35.000 Euro jährlich sparen
Abgesehen von den Photovoltaikanlagen werden sämtliche Projekte als Pachtmodell umgesetzt: Die Stadtwerke übernehmen die Investitionen, während die Stadt die Anlagen über eine feste jährliche Pacht nutzt. Vor der Umsetzung bewerteten das städtische Hochbauamt und die Stadtwerke die infrage kommenden Standorte anhand von Lastganganalysen, Ertragsprognosen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen, sodass die Wirtschaftlichkeit laut Pressemitteilung bereits im Vorfeld feststand.
Unter Berücksichtigung der Anlagenpachten, der Nutzung überschüssiger Strommengen im kommunalen Bilanzkreis sowie der dadurch vermiedenen Netzentgelte und Umlagen ergibt sich nach derzeitigem Stand eine Entlastung des städtischen Haushalts von rund 35.000 Euro im Jahr.
Die Anlagen erzeugen Strom für rund 150 Musterhaushalte mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden. Nach Fertigstellung aller Anlagen, bei denen im Vorfeld auch die Statik des Gebäudes, die Dachausrichtung und die Zugänglichkeit geprüft wurden, können auf Basis der aktuellen Verbrauchsprofile voraussichtlich rund 353.000 Kilowattstunden Solarstrom direkt vor Ort genutzt werden.
Weitere rund 176.000 Kilowattstunden stehen innerhalb des kommunalen Bilanzkreises für andere städtische Immobilien zur Verfügung.