Eine Hüpfburg, Malaktionen und Basteln ohne Ende: Die Wiese im Krefelder Stadtwald steht voll. Mit Aktionszelten, Malwänden und Kicker-Spielfeld versüßt der Arbeitskreis Krefelder Frauenverbände Kindern und Jugendlichen die Sommerferien. "Spiel ohne Ranzen" heißt die Aktion.
Spiel und Spaß in Krefeld schon seit mehr als 50 Jahren
In diesem Jahr sind auch zwei Künstler vom Kunstmuseum dabei, die den Jugendlichen in Workshops zur Seite stehen. "Für mich ist es wichtig, dass Kinder Spaß haben. Wenn die Kleinen glücklich sind, dann bin ich es auch" sagt Organisatorin Ursula Stenhorst. Im Schnitt kommen rund 500 kleine Gäste zum traditionellen Sommerspielplatz, der im Krefelder Stadtwald extra für sie aufgebaut wird.
Die Familien müssen ihre Kinder selbst betreuen. Dafür kostet das "Spiel ohne Ranzen" keinen Eintritt. Frühstück, Mittag- und Abendessen sind für die Ferienkinder kostenlos. Ehrenamtliche Helfer ermöglichen die beliebte Aktion, die sich ausschließlich über Spenden finanziert. "Jeder Euro, der reinkommt, fließt sofort in den Spielplatz", erklärt Ursula Stenhorst. "Wir arbeiten alle gerne ehrenamtlich." Der Ferienspaß startet am Sonntag, den 19. Juli, und läuft eine Woche.
Schöne Künste für die Kleinen
Während in vielen Museen die Ferienkurse sofort ausgebucht waren, sind in der Düsseldorfer Kunstsammlung tatsächlich noch einige wenige Restplätze frei. So gibt es zum Beispiel die Workshops "Traumräume aus Farbe" und "Schlüssel zu den Sternen". Beide beginnen am 21. Juli und dauern drei Tage. Kostenpunkt: 60 Euro.
Der Klassiker für sportliche Kids
Na klar, es ist auch in diesem Jahr wieder am Start: das Olympic Adventure Camp. Nicht mehr am Rheinufer, sondern im Düsseldorfer Freizeitpark Ulenbergstraße können sich Kinder und Jugendliche von sechs bis 21 Jahren in der letzten Woche der Sommerferien ordentlich auspowern. Klettern, Basketball, Fechten - Sport, Spiel, Spaß und jede Menge Abenteuer verspricht der Veranstalter. Eintritt wie immer frei.
Beste Ferien-Kumpels: Ponys, Esel und Kaninchen
Die Jugendfarm "Arche Noah" in Meerbusch-Büderich ist seit Jahrzehnten eine echte Institution. Kleinkinder sitzen hier auf der idyllischen Anlage, die ein bisschen an Bullerbü erinnert, zum ersten Mal auf einem Pony. Im Teich drehen Enten ihre Runden, und die Kaninchen dösen in der Sonne. Damit es allen gut geht, muss aber auch gearbeitet werden.
"Ich miste den Stall aus, bringe den Ponys Futter und führe sie auf die Koppel. Klar macht das Spaß", grinst der zwölfjährige Tobi, der hier nicht nur als Ferienkind, sondern auch sonst einmal pro Woche hilft. "Es bietet sich an, hier den Alltag mit den Tieren und eben auch die Arbeit mitzuerleben", sagt Chefin Michaela Danker.
Das "Praktikum" kostet nichts. Das einwöchige Ferienprogramm liegt dagegen bei 250 Euro. Die Aktionstage beginnen täglich um neun Uhr und enden am Nachmittag. Zu dem komplett betreuten Programm gehören Batikkurse, Eisessen mit den Ponys und eine Übernachtung.
Fußball, Zelten und Currywurst in Neuss
Schon seit 25 Jahren lockt "Spaß im Gras" die Neusser Kinder und Jugendlichen ins Freie. Die Aktion gehört zum Neusser Ferienspaß und wird unter anderem vom Sozialdienst Katholischer Männer organisiert. "Das ist ein offenes Angebot, jeder kann dabei sein", sagt Helfer Nikolas Eich. "Alle sollen das machen, was ihnen gefällt, sich selbst einbringen und neue Wege finden."
Fußballspielen, Tanzen, Batiken - am Montagmorgen, den 20. Juli, geht's los auf dem Sportplatz in Neuss-Gnadental. Jeder Tag hier kostet zwölf Euro, Zelten inklusive. Von den 100 heißbegehrten Plätzen wird die Hälfte am Montag vergeben, damit auch Nachzügler noch eine Chance haben.