Radsport
Podium in Reichweite: Gall bereits Gesamtvierter bei Vuelta, Tagessieg an Leknessund
Dem Tiroler Gall fehlen nur noch elf Sekunden auf Rang drei. Pogačar baute seine Gesamtführung erneut aus
Vall D'Alba – Felix Gall hat sich bei der spanischen Radrundfahrt im Gesamtklassement weiter nach vorne gearbeitet. Der Osttiroler kam am Freitag auf der siebenten Vuelta-Etappe mit Bergankunft in Aramon Valdelinares auf Rang 20, von den Favoriten war nur der slowenische Leader Tadej Pogačar um sechs Sekunden schneller im Ziel. Gall verbesserte sich vom fünften auf den vierten Gesamtrang, 5:01 Minuten hinter Pogačar.
Den Tagessieg sicherte sich der Norweger Andreas Leknessund. Der 27-Jährige vom Team Uno-X Mobility gewann das knapp 150 Kilometer lange Teilstück mit 34 Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann und Teamkollegen Tobias Johannessen. Für Norwegen bedeutete das am Tag der Nachricht über den Tod von König Harald V. einen Doppelsieg. Für Leknessund war es der erste Sieg bei einer Grand Tour. Dritter wurde mit 47 Sekunden Rückstand der Belgier Wout van Aert.
Gall überholt Carapaz
Gall hatte knapp viereinhalb Minuten Rückstand auf Leknessund, konnte aber mit Unterstützung seines Teamkollegen Gregor Mühlberger – der 25. wurde – Zeit auf die unmittelbare Konkurrenz durch eine Attacke am Schlussanstieg gutmachen. Nur Superstar Pogačar blieb unantastbar. Der im Klassement zweitplatzierte Spanier Enric Mas verlor zehn Sekunden auf Gall. Der auf Rang drei liegende Slowene Primož Roglič büßte 23 Sekunden auf den Österreicher ein, der viermalige Vuelta-Sieger hat nur mehr elf Sekunden Vorsprung auf den 28-Jährigen.
Gall, der Olympiasieger Richard Carapaz aus Ecuador überholte, hat seinerseits im Gesamtklassement mehr als eine Minute Vorsprung auf den nun Fünften, Sepp Kuss aus den USA. Pogačar baute seine Führung indes auf 3:50 Minuten aus. Am Samstag steht eine flache Etappe über 171 Kilometer zwischen Pucol und Xeraco im Osten des Landes an. (APA, 28.8.2026)
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