Stand: 07.08.2026, 13:45 Uhr
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Mehr Meerestiere an der kantabrischen Küste führen zu Badeverboten an Stränden in Spanien. Gesundheitsbehörden geben Tipps für den Umgang mit Stichen.
San Sebastián – Im Norden Spaniens treten in diesem Sommer besonders viele Portugiesische Galeeren auf, Meeresorganismen mit giftigen Tentakeln. Vor allem in Kantabrien und im Baskenland schränkten die Behörden den Badebetrieb ein und schlossen mehrere Strände vorübergehend, nachdem sie an einem einzigen Tag mehr als 100 Stiche registrierten.
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Dieser Artikel von Lucia Blasco entstand in Kooperation mit Euronews
Nach Angaben des Rathauses von Donostia-San Sebastián handelte es sich überwiegend um leichte Verletzungen. Im Verhältnis zur Zahl der Badegäste blieb die Zahl der Vorfälle gering.

Die Portugiesische Galeere (Physalia physalis) wird häufig für eine Qualle gehalten, ist aber in Wirklichkeit ein Kolonieorganismus. Ihre langen Tentakeln enthalten Nesselzellen, die starke Schmerzen auslösen können und in einigen Fällen schwere Reaktionen. Die Behörden raten deshalb, jeden Kontakt zu vermeiden, auch wenn das Tier tot ist oder am Strand liegt.
Ausbreitung an der kantabrischen Küste
Das Gesundheitsministerium der baskischen Regierung empfiehlt, sofort aus dem Wasser zu gehen und zum Rettungsdienst am Strand zu kommen oder medizinische Hilfe zu suchen, wenn starke Symptome auftreten. Die Hinweise sollen verhindern, dass sich Verletzungen verschlimmern oder Folgeschäden entstehen, insbesondere bei Kindern, älteren Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.
Zu den offiziellen Empfehlungen gehören unter anderem mehrere konkrete Schritte, die Betroffene direkt am Strand befolgen können. Sie richten sich sowohl an Badegäste als auch an Rettungskräfte und sollen ein einheitliches Vorgehen sicherstellen.
Empfehlungen der Gesundheitsbehörden
Die betroffene Stelle nur mit Meerwasser oder Kochsalzlösung abspülen und darauf achten, dass die Haut nicht zusätzlich gereizt wird. Keinesfalls Süßwasser verwenden, da es sonst zur Freisetzung zusätzlicher Giftmengen kommen und die Beschwerden verschlimmern kann. So soll verhindert werden, dass weitere Nesselzellen aktiviert werden.

Reste von Tentakeln sind möglichst vorsichtig mit einer Pinzette oder einem ähnlichen Gegenstand zu entfernen, niemals mit den Händen. Anschließend sollte die betroffene Stelle gekühlt werden, etwa mit einem in ein Tuch gewickelten Eisbeutel, um Schmerzen und Schwellungen zu lindern.
Wann ärztliche Hilfe nötig ist
Ärztliche Hilfe ist umgehend zu suchen, wenn nach einem Stich Schwindel, Übelkeit, Atembeschwerden oder sehr starke Schmerzen auftreten.
In solchen Fällen kann eine allergische oder anderweitig schwere Reaktion vorliegen, die eine rasche Behandlung erfordert. Auch bei anhaltenden Beschwerden oder wenn große Hautflächen betroffen sind, sollte nicht gezögert werden, medizinische Unterstützung in Anspruch zu nehmen.