Vereine stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt, und prägen in ihrer Vielfalt das Gesicht einer Stadt. Vereine integrieren, sind ein Mittel gegen Einsamkeit und Anonymität. Sie fördern das Miteinander, das Wir. Um der Bedeutung von Vereinen in Potsdam gerecht zu werden, stellen die Potsdamer Neuesten Nachrichten Aktive in der Serie „Vereinsmeierei“ vor.
Heute: FV Turbine Potsdam 55. Die Fragen beantwortete Andreas Ruby. Der 32-Jährige ist 1. Vereinsvorsitzender und Spieler der 1. Herrenmannschaft.
Was sollten Potsdamerinnen und Potsdamer über Ihren Verein wissen?
Der FV Turbine Potsdam 55 wurde 1955 gegründet und kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Wir sind ein gemeinnütziger Verein mit rund 250 Mitgliedern, davon sind etwa 150 Kinder und Jugendliche. Unsere Hauptaktivität ist die Förderung des Fußballsports, mit Mannschaften in verschiedenen Altersklassen – von der Jugend bis zum Erwachsenenbereich. Unser Ziel ist es, jungen Menschen durch den Sport wichtige Werte wie Teamgeist, Fairness und Spaß am Sport zu vermitteln und eine positive Gemeinschaft zu fördern.
Warum ist die Arbeit Ihres Vereins bedeutsam?
Wir sehen uns als wichtigen Teil der Potsdamer Sportlandschaft, speziell in der Waldstadt, und leisten einen wichtigen Beitrag zur dortigen Gemeinschaft. Wir bieten Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und fördern ihre körperliche und soziale Entwicklung.
Welches Vorurteil über Ihren Verein stimmt nicht?
Wir sind uns keiner wirklichen Vorurteile bewusst. Häufig vermischen Außenstehende unseren Verein mit dem des Frauenteams 1. FFC Turbine Potsdam oder vermuten uns als Eigentümer unserer tollen Heimspielstätte „Sportforum Waldstadt“, obwohl dies die Stadt Potsdam ist.

© Tim Bergemann
Was ist Ihr größter Vereinserfolg?
Unser größter Erfolg ist schwer zu benennen, da wir über die Jahrzehnte natürlich viele schöne Momente hatten. Von den frühen Anfängen des FDGB-Kreispokal-Sieges 1961, den Aufstiegen 1966 in die damalige Bezirksklasse und nach 1990 in die Bezirksliga, der dritthöchsten Spielklasse der DDR, bis zum letztjährigen erneuten Aufstieg in die Kreisliga B – es waren alles wichtige Meilensteine. Aber wenn man die lange Geschichte betrachtet, ist vielleicht das kontinuierliche Überleben und die Weiterentwicklung unseres Vereins seit 1955 der größte Erfolg.
Von welchem gemeinsamen Erlebnis spricht man in Ihrem Verein noch heute?
Im Juli 2025 haben wir unser 70. Jubiläum gefeiert. Es war ein großes Fest mit allen Mitgliedern, Nachwuchskickern, ehemaligen Spielern und vielen Freunden und Gönnern. Es war ein wirklich schöner Tag für den Verein, der den Zusammenhalt noch einmal besonders hervorgehoben hat.
Seit 2025 gibt es ein neues Stadtoberhaupt in Potsdam. Was wünschen Sie sich als Verein von Oberbürgermeisterin Noosha Aubel?
Von ihr wünschen wir uns eine Stärkung des Breitensports mit seiner Bedeutung für Gesundheit und das gesellschaftliche Leben Potsdams. Dieser Breitensport ist jedoch durch den geplanten städtischen Haushalt von einer massiven Kürzung der Sportförderung bedroht. Hier fordern wir, zusammen mit dem Stadtsportbund Potsdam und vielen Sportvereinen der Stadt, eine Rückbesinnung auf die Wichtigkeit des Freizeitsports als verbindendes Element gesellschaftlichen Miteinanders!
Wie kann man Ihren Verein am besten unterstützen?
Das kann natürlich auf vielfältige Weise geschehen. Man kann Mitglied werden, sich als Trainer:in engagieren, unseren Vorstand bei Veranstaltungen unterstützen, Spenden leisten oder einfach unsere Spiele besuchen und uns anfeuern. Jede Unterstützung ist willkommen und hilft uns, unsere Arbeit fortzusetzen.
Wo und wie kann man in Ihrem Verein mitmachen?
Informationen über unsere Mannschaften, Trainingszeiten und Ansprechpartner kann man gut auf unserer Website www.fvturbinepotsdam.de finden. Interessierte können uns jederzeit per E-Mail an [email protected] kontaktieren. Wir freuen uns über jede/n neue/n MitspielerIn oder Unterstützer:in!