Promi Big Brother Das Leben des Axel Schulz als ewiger Nicht-Weltmeister
Köln · Axel Schulz verpasste immer die Weltmeisterschaft, doch ein Sieg bei „Promi Big Brother“ ist möglich. Er hatte bisher ein Leben, über das es vor den Kameras viel zu erzählen gäbe.
09.10.2026 , 20:12 Uhr
Der ehemalige Profi-Boxer Axel Schulz ist in die Promi-WG von Sat.1 eingezogen.
Foto: Joyn
Bei „Promi Big Brother“ 2026 sind die Kandidaten bekannt und auch der ehemalige Box-Profi Axel Schulz ist dabei. Er will sich der 24/7-Kameraüberwachung stellen. Einen Auftritt vor so vielen Zuschauern ist er schon gewohnt. Während seiner Karriere hat er zwar nicht mit Trash-TV-Stars zusammengelebt, dafür aber mit Profis wie George Foreman und Wladimir Klitschko geboxt. Wie kam Axel Schulz überhaupt zu „Promi Big Brother“ 2026 und wo war der Boxer die letzten Jahre?
„Promi Big Brother“ 2026 Kandidat Axel Schulz – Er kam über Umwege zum Boxen
Axel Schulz wurde am 9. November 1968 in Bad Saarow geboren. Er ist in der DDR aufgewachsen und schreibt auf seiner Webseite selbst, dass die Karriere als Boxer absolut nicht absehbar war. Als Kind versuchte er sich in mehreren Sportarten und startete mit Fußball. Später versuchte er es mit Schwimmen und Leichtathletik.
Im Alter von zehn Jahren kam er zum Boxen und wurde damit recht schnell erfolgreich. Im Jahr 1982 an wurde er erstmals DDR-Meister Amateurboxen und konnte den Titel im Laufe der Zeit noch vier weitere Male gewinnen. Er ehrt seinen damaligen Trainer Ulli Wegner. Dieser half ihm dabei, die Junioren-Europameisterschaft im Halbschwergewicht im Jahr 1986 zu gewinnen.
In 1988 wechselte Axel Schulz zu den Erwachsenen und wurde von Manfred Wolke trainiert. Im selben Jahr gewann er den Titel des DDR-Meisters im Schwergewicht und kam damit in die in die Nationalmannschaft. 1989 konnte er den Chemie-Pokal für sich gewinnen, holte Silber bei der Europameisterschaft und Bronze bei der Weltmeisterschaft in Moskau.
Er selbst betont, dass die Karriere als Profiboxer eigentlich nie sein Ziel war. Mit dem Mauerfall veränderte sich jedoch vieles, sodass er schlussendlich doch zum Box-Profi aufstieg.
Die Karriere von Axel Schulz – Er ewig verpasste WM-Titel
Axel Schulz boxte im Jahr 1990 in Düsseldorf gegen George Ajio und gewann den Kampf. Zwei Jahre später kam ein Sieg in der deutschen Meisterschaft im Schwergewicht dazu, bevor 1992 der erste große internationale Titelkampf gegen Henry Akinwande folgte. Der Kampf um die Europameisterschaft wurde nach zwölf Runden als unentschieden gewertet.
Im Jahr 1993 folgte dann der Rückkampf, welchen er schlussendlich verlor. Am 22. April 1995 trat Axel Schulz in Las Vegas an, wo es um den IBF-Weltmeistertitel ging. Er kämpfte erneut gegen den Profi George Foreman. Laut eigenen Aussagen wurde er als Außenseiter abgestempelt. Trotz seinem Ruf gab er über 12 Runden alles. Damals entschieden die Richter jedoch mittels Split Decision für seinen Gegner. Das hatte international für viel Kritik gesorgt, woraufhin die IBF einen Rückkampf ansetzte. Dazu kam es jedoch nicht.
Im Dezember 1995 boxte Axel Schulz erneut um den IBF-Titel und stand vor 18 Millionen Fernsehzuschauer im Ring. Sein Gegner war François Botha, gegen den er verlor und zum zweiten Mal den Titel verpasste. Nach dem Sieg wurde einige Tage später bekannt, dass François Botha gedopt war. Ihm wurde nicht nur der Titel aberkannt, auch das Match bekam nachträglich die „No Contest“ Wertung. Den Titel als Weltmeister hatte Axel Schulz trotzdem noch nicht. Der dritte Anlauf folgte im Juni 1996. Axel Schulz trat gegen Michael Moorer an und boxte erneut über 12 Runden. Zuletzt verlor er erneut per Split Decision.
Im Jahr 1999 kämpfte Axel Schulz gegen Wladimir Klitschko um die Europameisterschaft. Er erlitt ein technisches K.o. in der achten Runde und beendete nach dem Ergebnis vorerst seine Karriere.
Karriereende nach Niederlagen – Das war das kurze Comeback von Axel Schulz
Bevor er im Showgeschäft auftauchte und letztlich bei „Promi Big Brother“ landete, kam noch ein Comeback im Ring. Nach sieben Jahren Pause wollte Schulz es noch einmal wissen. Im Jahr 2006 verlor er einen Kampf gegen den US-amerikanischen Boxer Brian Minto in der sechsten Runde durch K.o. und verabschiedete sich anschließend endgültig vom Profiboxen. Auch wenn er nicht mehr als aktiver Boxer dabei war, blieb er trotzdem im Sport. In den Jahren danach war Axel Schulz als Kommentator, Moderator und Boxexperte mit dabei.
Axel Schulz nach dem Boxen – Ein Schlaganfall, eine Stasi-Akte und eine Scheidung
Kurz nach dem Kampf gegen Brian Minto musste Axel Schulz einen schweren Rückschlag verkraften. Der ehemalige Profi erlitt einen Schlaganfall. Er hatte Glück, dass dieser nur leicht war. Bleibende Schäden blieben ihm erspart.
In seinem Privatleben war ebenfalls viel passiert. Im Jahr 2021 haben er und seine Frau Patricia sich nach 15 Jahren Ehe scheiden lassen. Unter der Trennung litten nicht nur die Eheleute, sondern auch ihre beiden Töchter. Auch wenn die Ehe nicht gehalten hat, ging das Ex-Paar scheinbar freundschaftlich miteinander um.
Im Laufe der Jahre wurde etwas aus dem Leben in der DDR bekannt. Es existierte eine Stasi-Akte von Axel Schulz, die sich bis in seine Jugend zurückdatieren ließ. Daraus ging hervor, dass er als Inoffizielle Mitarbeiter (IM) der Stasi geführt wurde. Da er damals aber noch minderjährig war und unter Druck gestanden hat, galt er eher als ein Opfer der Umstände. Die Öffentlichkeit hatte also viel Verständnis.
Vom Profiboxer zum Unternehmer bis ins Fernsehen
Als Experte im Boxsport arbeitete Axel Schulz nach seiner aktiven Karriere als Kommentator und war dementsprechend oft im Fernsehen zu sehen. Im Jahr 2022 war er jedoch in einer ganz anderen Sendung zu sehen, als er seinen Auftritt bei „The Masked Dancer“ hatte. Im Schafskostüm stand der Ex-Profi auf der Bühne anstatt im Ring. „Promi Big Brother“ ist also nicht die erste Unterhaltungsshow, die er von innen sieht. Nebenbei vermarktete Axel Schulz seine eigenen Marken und wurde auch damit recht erfolgreich.
Axel Schulz bei „Promi Big Brother“ 2026 – Das führt ihn ins Trash-TV
Im Herbst 2026 wird der ehemalige Profiboxer bei „Promi Big Brother“ einziehen und dafür hat er sich einiges vorgenommen. Er möchte seinen Teil zur Promi-WG beitragen, und zwar mit viel guter Laune. Ob das unter Schlafmangel, wenig Privatsphäre und ständig drohender Eskalation gut klappt? Er betont aber, dass er absolut keinen Streit sucht und eher als Ruhepol auftreten will.
Im Interview mit Joyn hat Axel Schulz einige seiner Gründe genannt, die ihn überhaupt zur Teilnahme gebracht haben. Scheinbar haben ihm einige seiner Freunde dazu geraten. Durch die Show kann er noch einmal Menschen erreichen, die ihn vielleicht gar nicht kennen. Außerdem möchte er damit den Boxsport wieder an die Oberfläche holen.
Wie auch sein Mitbewohner Gedeon Burkhard hat Axel Schulz den finanziellen Benefit im Hinterkopf. Der ehemalige Boxer sagt dazu: „Wenn der Preis stimmt, dann kann man auch drüber reden.“
Das sind die weiteren Kandidaten von Promi Big Brother 2026
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