Putin-Minister Lawrow droht Ukraine-Unterstützern mit Zerstörung – Bundesregierung reagiert
Stand: 17.08.2026, 18:34 Uhr
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Russland gibt offen zu, westliche Nachschubwege anzugreifen – und ein ehemaliger CIA-Chef warnt, was Putin damit wirklich testen will.
Moskau – Russlands Schattenkrieg gegen die Verbündeten der Ukraine trifft auch Deutschland: In der Nacht auf den 5. August wurde der Betrieb am Flughafen Leipzig/Halle lahmgelegt. Ermittler fanden eine manipulierte Drohne mit Semtex-Sprengstoff und Zünder direkt neben einer ukrainischen Antonov An-124 – einem Schwertransporter, der laut Kyiv Independent Militärmunition aus Frankreich geladen hatte. Eine zweite Drohne kollidierte mit einer einfliegenden DHL-Maschine, die nach Hannover umgeleitet wurde. Der sächsische Innenminister Armin Schuster machte den Ernst der Lage klar: „Die Vorfälle am Flughafen Leipzig stellen einen sehr ernsten Sicherheitsvorfall dar.“ Der Kyiv Independent zufolge befanden sich zum Zeitpunkt des Anschlags vier ukrainische Frachtmaschinen auf dem Gelände. Seit Beginn der russischen Invasion ist der Flughafen ein zentraler Knotenpunkt für westliche Militärhilfe an die Ukraine.

Neun Tage nach dem Vorfall äußerte Russlands Außenminister Sergej Lawrow. Zwar vermied er ein offenes Bekenntnis, doch in einem Interview mit dem russischen Staatssender VGTRK am 14. August erklärte er laut RT: „Wir werden unsere eigenen Methoden deutlich verschärfen, um alles zu zerstören, was die Kriegsmaschine Kiews aus dem Westen antreibt. Und das tun wir bereits.“ Politico wertet die Formulierung als kaum verhüllte Andeutung russischer Verantwortung hinter dem Leipziger Anschlag.
Deutsche Reaktion auf Putin-Minister: „Drohungen sind inakzeptabel“
Die Bundesregierung schießt zurück. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es: „Drohungen gegenüber EU und NATO sind völlig inakzeptabel.“ Berlin werde die Hilfe für die Ukraine fortsetzen: „Wir werden uns in unserer Unterstützung nicht einschüchtern lassen.“ Als konkrete Konsequenz gibt die Bundesregierung künftig keine Details mehr zu Lieferungen preis – keine Zeitpläne, keine Mengen, keine Einzelsendungen.
Ex-US-Verteidigungsminister und Ex-CIA-Chef Leon Panetta warnte laut Politico derweil: „Putin will wissen, ob die USA und die NATO tatsächlich zu Artikel 5 stehen.“ Man müsse Moskau unmissverständlich klarmachen, dass Angriffe auf europäische Staaten Konsequenzen haben.
Die Ermittlungen in Leipzig laufen – es gibt eine DNA-Spur, ein eindeutiger Beweis für russische Täterschaft fehlt noch. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigt für den Herbst die bislang umfangreichste Sanktionsliste gegen Russland seit Beginn des Krieges an. (Quellen: Kyiv Independent, Politico, VGTRK) (cgsc)