Künstliche Intelligenz: Die besten KI-Modelle im aktuellen Ranking 2026

Ranking 2026: Google holt OpenAI mit neuem KI-Modell „Argon“ ein

Der ChatGPT-Entwickler ringt üblicherweise mit Anthropic um den ersten Platz im KI-Rennen. Jetzt schließt Google mit der neuesten Gemini-Version auf.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland benutzt mehr oder weniger regelmäßig Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Foto: Philip Dulian/dpa

Obwohl OpenAIs neues Spitzenmodell Astra erst seit einigen Wochen auf dem Markt ist, haben die Spitzenmodelle von Anthropic bereits einen großen Vorsprung vor dem Erzrivalen, wie aus Zahlen von Artificial Analysis hervorgeht. Hinzu kommt, dass ein anderer Konkurrent nun mit dem ChatGPT-Entwickler gleichzieht: Google.

Mit seinem neuesten Spitzenmodell Gemini 4 Argon hat sich der Suchmaschinenanbieter den zweiten Platz im KI-Rennen gesichert und steht damit auf einer Stufe mit OpenAI. Dabei hatten sich Googles Spitzenmodelle zuletzt eher im Mittelfeld der Top Ten bewegt.

Dass Google nun mit OpenAI gleichzieht, stützt einen Trend, der sich kürzlich abzeichnete. Obwohl der ChatGPT-Entwickler bei der Veröffentlichung seines Modells sogar von ersten Anzeichen „Allgemeiner Künstlicher Intelligenz“ sprach, haben die unabhängigen Analysen des Modells enttäuscht und Anthropic hat seinen Vorsprung beständig ausgebaut.

Das weltweite Rennen um die besten KI-Modelle

KI-Modelle entwickeln sich seit einigen Jahren in immer rasanterer Geschwindigkeit und erreichen oder übertreffen menschliche Leistungen in mehr und mehr Bereichen. Gleichzeitig verbreitet sich die Technologie in beispiellosem Tempo. Weltweit nutzten im vergangenen Jahr rund 88 Prozent der Unternehmen KI. In Europa, das diese Rubrik knapp anführt, waren es 91 Prozent. Auch im privaten Kontext nutzten 2025 mehr als die Hälfte der Menschen generative KI-Modelle. All das geht aus dem „Artificial Intelligence Index Report 2026“ der US-amerikanischen Stanford-Universität hervor.

Um KI-Modelle miteinander zu vergleichen, rankt das Analyseunternehmen Artificial Analysis mit Sitz im US-Bundesstaat Delaware KI-Basismodelle anhand verschiedener Metriken. Dazu zählen der durchschnittliche Preis für komplexe Analyse-Aufgaben, die Geschwindigkeit, mit der Token verarbeitet werden, und das Kontextfenster, also wie viele Token das Modell in seinem „Kurzzeitgedächtnis“ halten und beim aktuellen Prompt berücksichtigen kann. Das Analyseunternehmen wurde 2023 von den ehemaligen Strategieberatern George Cameron und Micah Hill-Smith gegründet und wird unter anderem von den Branchengrößen Nat Friedman (Github), Daniel Gross (Cue) und Andrew Ng (Google Brain und mehr) unterstützt.

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Die vielleicht wichtigste Frage, um ein KI-Modell zu bewerten, lautet jedoch: Wie „intelligent“ ist das Modell? Um das zu beantworten, berechnen die Analysten den sogenannten „Artificial Analysis Intelligence Index“. Der Index vereint die Ergebnisse verschiedener Bewertungen und gewichtet sie anhand von vier Leistungskategorien: Agenten, Programmieren, allgemeine Fähigkeiten und wissenschaftliches Schlussfolgern. Diese Bewertungsmethode wurde kürzlich angepasst. In diesem Zuge sind die Intelligenzwerte aller Modelle um einige Punkte gesunken. Gemessen an den aktuellen Werten sind das die zehn besten KI-Modelle. (Stand: 12. Oktober 2026)

Hinweis: Das Ranking springt teilweise etwa vom neunten auf den siebten Platz, da die leistungsstärksten Modelle verschiedener Anbieter teils denselben Intelligenzwert erreichen.

Zudem belegen manche Anbieter wie Anthropic mit verschiedenen Versionen ihrer Modelle gleich mehrere Spitzenplätze. Um ein breiteres Anbieterspektrum abzudecken, werden im Folgenden nur die jeweils leistungsstärksten Modelle eines Anbieters berücksichtigt. Jedoch bieten gerade die führenden Entwickler neben ihren Spitzenmodellen oft auch ältere Modelle zu niedrigeren Preisen an.

Platz 9: Kimi K3 (max) von Moonshot AI

Den neunten Platz teilen sich zwei Modelle. Zunächst wäre da Kimi K3 (max) von Moonshot AI. Im aktuellen Ranking erzielt es einen Intelligenzwert von 44 und ist mit einem Kontextfenster von 1,05 Million Token knapp Spitzenreiter in dieser Kategorie. Der Preis liegt bei 2,00 US-Dollar pro Analyse-Aufgabe. Die Ausgabe-Geschwindigkeit beträgt 41 Token pro Sekunde.

Moonshot AI wurde 2023 von Yang Zhilin, Zhou Xinyu und Wu Yuxin gegründet.

Platz 9: Step 5 Preview von StepFun

Ebenfalls auf Platz neun ist Step 5 Preview mit einem Intelligenzwert von 44. Das Modell hat ein Kontextfenster von einer Million Token, eine Median-Ausgabegeschwindigkeit von 87 Token pro Sekunde und kostet 1,03 US-Dollar pro Analyse-Aufgabe.

Hinter dem Modell steht der chinesische KI-Entwickler StepFun. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai wurde 2023 von den ehemaligen Microsoft-Mitarbeitern Jiang Daxin, Zhu Yibo und Jiao Binxing gegründet.

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Platz 7: GLM-5.3 (max) von Z AI

Auch den siebten Platz teilen sich zwei Modelle. Eines davon ist GLM-5.3 (max) vom KI-Entwickler Z AI. Es erzielt den Analysten zufolge einen Intelligenzwert von 45, hat ein Kontextfenster von einer Million Token, Kosten von 2,01 US-Dollar pro Analyse-Aufgabe und eine Median-Ausgabegeschwindigkeit von 83 Token pro Sekunde.

Das Unternehmen hinter dem Modell wurde 2019 von Li Juanzi und Tang Lie gegründet und hat seinen Sitz in der chinesischen Hauptstadt Peking.

Platz 7: Qwen3.8 Max von Alibaba

Auf dem anderen siebten Platz landet Qwen3.8 Max mit einem Intelligenzwert von 45. Die chinesische KI verfügt über ein Kontextfenster von 984.000 Token, ist mit einer Median-Ausgabegeschwindigkeit von 36 Token pro Sekunde allerdings das langsamste der weltweiten Spitzenmodelle und ist mit 5,41 US-Dollar pro Analyse-Aufgabe das zweitteuerste Spitzenmodell weltweit.

Entwickelt wurde Qwen von Alibaba. Der chinesische Online-Händler und Technologiekonzern wurde bereits 1999 von Jack Ma gegründet und hat seinen Sitz in Hangzhou. Alibaba ist eines der wertvollsten Unternehmen der Welt und gilt teils als chinesisches Pendant zu Amazon.

Platz 5: MiMo-V2.6-Pro von Xiaomi

Auch auf Platz fünf gibt es ein Stechen. Da wäre zunächst MiMo-V2.6-Pro vom Technologieunternehmen Xiaomi. Es verfügt über einen Intelligenzwert von 46, ein Kontextfenster von einer Million Token und eine mittlere Ausgabe-Geschwindigkeit von 43 Token pro Sekunde. Bei einem Preis von 0,13 US-Dollar pro Analyse-Aufgabe ist es das mit Abstand günstigste unter den Spitzenmodellen.

Xiaomi wurde 2010 von Lei Jun gegründet und hat seinen Sitz in der chinesischen Hauptstadt Peking.

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Platz 5: Grok 4.7 (xhigh) von SpaceXAI

Ebenfalls auf Platz fünf ist Elon Musks KI-Firma SpaceXAI. Das leistungsstärkste Modell, Grok 4.7 (xhigh), erreicht einen Intelligenzwert von 46, berücksichtigt 500.000 Token an Kontext und hat eine Ausgabegeschwindigkeit von 64 Token pro Sekunde. Aktuell kostet das Modell 3,74 US-Dollar pro Aufgabe.

Platz 4: Muse Spark 1.3 (max) von Meta

Den vierten Platz sichert sich der Facebook-Konzern. Sein Spitzenmodell Muse Spark 1.3 (max) erzielt einen Intelligenzwert von 48. Es kann einen Kontext von einer Million Token berücksichtigen, kostet 1,60 US-Dollar pro Analyse-Aufgabe und ist mit 175 Token pro Sekunde das mit Abstand schnellste Spitzenmodell der Welt.

Das Unternehmen mit Sitz in Menlo Park, im US-Bundesstaat Kalifornien wurde 2004 von Mark Zuckerberg, Christopher Hughes, Dustin Moskovitz und Eduardo Saverin gegründet – damals noch unter dem Namen Facebook.

Platz 2: Gemini 4 Argon (high) von Google

Auch Platz zwei ist doppelt belegt. Zum einen wäre da Gemini 4 Argon (high). Das Spitzenmodell des US-amerikanischen Suchmaschinenanbieters Google erzielt einen Intelligenzwert von 53. Es kann eine Million Token an Kontext berücksichtigen und kostet 1,99 US-Dollar pro Analyse-Aufgabe. Angaben zur Ausgabe-Geschwindigkeit des Modells macht Artificial Analysis derzeit nicht. In den vergangenen Monaten führten die Spitzenmodelle von Google oft in dieser Kategorie.

Das Entwicklerunternehmen Google wurde 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet. Es hat seinen Sitz im kalifornischen Mountain View und firmiert seit 2015 unter dem Dach der Alphabet Holding.

Platz 2: GPT-6 Astra (max) von OpenAI

Auf dem zweiten Platz landet das Modell, das in einer früheren Version den aktuellen Hype um KI im Jahr 2022 ausgelöst hat: GPT-6 Astra (max) vom US-amerikanischen KI-Entwickler OpenAI. Das Modell erzielt einen Intelligenzwert von 53, kann bis zu eine Million Token an Kontext berücksichtigen und hat eine Ausgabegeschwindigkeit von 47 Token pro Sekunde. Pro Analyse-Aufgabe verlangt OpenAI aktuell 3,26 US-Dollar.

Der KI-Entwickler wurde 2015 von einem vielköpfigen Team gegründet, darunter Sam Altman, Elon Musk und Ilya Sutskever. OpenAI startete zunächst als gemeinnützige Organisation, bevor es 2019 in ein gewinnorientiertes Unternehmen aufging.

Unveröffentlichte KI-Modelle des Unternehmens waren zuletzt autonom aus ihren Testumgebungen ausgebrochen und waren dabei teils in die Systeme von anderen Unternehmen eingedrungen – etwa bei der Entwickler-Plattform Hugging Face. Die Vorfälle haben eine globale Diskussion bezüglich der Risiken und Regulierungen von KI-Modellen losgetreten.

Platz 1: Claude Opus 5.5 (max with Fallback) von Anthropic

Mit weitem Abstand und einem Intelligenzwert von 58 geht der erste Platz an Claude vom US-amerikanischen Entwickler Anthropic. Das leistungsstärkste veröffentlichte Modell Opus 5.5 (max with Fallback) hat ein Kontextfenster von einer Million Token, eine Median-Ausgabegeschwindigkeit von 96 Token pro Sekunde und kostet 5,98 US-Dollar pro Analyse-Aufgabe. Damit ist Anthropics Spitzenmodell das mit Abstand teuerste in diesem Ranking.

Trotz der eigenen Bestrebungen äußert sich das Unternehmen regelmäßig kritisch zur rasanten Entwicklung von Künstlicher Intelligenz. Schon mehrmals haben das Unternehmen und seine Mitarbeiter vorgeschlagen, die weltweite Entwicklung von KI-Modellen zu verlangsamen oder zu pausieren, um zunächst Forschung voranzutreiben, die sicherstellt, dass KI im Interesse der Menschheit agiert.

Das Unternehmen wurde 2021 von Dario und Daniela Amodei sowie Jared Kaplan gegründet und hat seinen Hauptsitz in San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien.

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