Remis gegen SV Elversberg Schalke hält die Null gegen Elversberg – Edin Dzeko und Miron Muslic sind zufrieden
Gelsenkirchen · Schalke 04 und die SV Elversberg trennen sich 0:0. Nach dem Abnutzungskampf loben die Schalker ihre Defensive – und S04-Trainer Miron Muslic findet klare Worte für den Aufsteiger aus Elversberg.
21.09.2026 , 13:45 Uhr
SVE-Kapitän Lukas Pinckert (l.) verhinderte in der 45. Minute eine Großchance von Bundesliga-Legende Edin Dzeko.
Foto: Bernd Thissen/dpa/Bernd Thissen
Es war kein Fußball-Leckerbissen, dafür ein echter Abnutzungskampf. Beim Duell zwischen dem FC Schalke 04 und der SV Elversberg zeigte sich, dass die beiden Bundesliga-Aufsteiger keine Punkte liegen lassen wollten – und kämpfen können. Große Chancen blieben über weite Strecken Mangelware, beide Mannschaften neutralisierten sich immer wieder. Am Ende stand ein 0:0, das zum Spielverlauf passte. Die SVE hatte mehr Ballbesitz (56 Prozent), die Schalker dafür mehr Torschüsse – 15:11.
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SVE in der Einzelkritik – Noten zum 0:0 gegen Schalke 04
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Miron Muslic: „Es ist nicht einfach, gegen Schalke ein Tor zu erzielen“
Einer, der sinnbildlich für die Maloche im Ruhrpott stand, war Hasan Kurucay. Der Verteidiger wurde als Spieler des Spiels ausgezeichnet. „Ich glaube, dass drei Punkte besser wären als die Man-of-the-Match-Trophäe. Aber am Ende steht ein Punkt, und wir machen weiter“, sagte der 29-Jährige. Bei ihm standen knapp zehn Kilometer Laufleistung, eine Passquote von 92 Prozent und vor allem viele gewonnene Zweikämpfe auf der Haben-Seite. Die auffälligste Szene hatte der Türke in der 66. Minute: Elversberg kombinierte sich sehenswert in den Schalker Strafraum, wo Kurucay gegen den eingewechselten Elversberger Maurice Krattenmacher eine Monstergrätsche auspackte – und seinen Einsatz anschließend lautstark vor der Schalker Nordkurve bejubelte.
Bejubelt wurde Kurucay auch von Schalke-Trainer Miron Muslic: „Ich bin mit der Entwicklung von Hasan – auf und neben dem Platz – sehr, sehr zufrieden und auch richtig stolz.“ An der Defensivleistung seiner Mannschaft hatte Muslic an diesem Tag generell wenig auszusetzen – wegen Kurucay, aber auch wegen der Leistungen der anderen Innenverteidiger Nikola Katic und Timo Becker. „Es ist nicht einfach, gegen Schalke ein Tor zu erzielen“, sagte Muslic auf der Pressekonferenz mit seinem typischen Lächeln. Das hätte das 0:0 am zweiten Spieltag gegen Bayern München, aber auch das Duell gegen die sonst offensivstarken Elversberger gezeigt. „Elversberg hat natürlich die Qualität, Torchancen zu kreieren. Weil sie einfach eine richtig gut eingestellte Mannschaft mit einer richtig guten Struktur und viel Qualität sind“, lobte Muslic.
Offensiv hatte der Coach dann doch ein paar Kritikpunkte an seinen Schalkern: „Wir waren heute nicht sauber genug, im vorletzten Pass, im vorletzten Zuspiel.“ Der auffälligste Offensiv-Akteur bei den Königsblauen war Kapitän Kenan Karaman, der mehrere gute Aktionen einleitete, doch nie richtig zum Abschluss kam. Doch auch er war unterm Strich zufrieden mit dem Remis. „Ich denke, vor der Saison hätten wir das alle unterschrieben. Bis zur Länderspielpause fünf Punkte zu haben“, sagte Karaman. Seine Mannschaft stehe nicht schlecht da, auch wenn die Schalker „dem Sieg etwas näher als Elversberg“ gewesen seien. „So hat es sich auf dem Platz angefühlt. Wir waren nur einen Tick zu unsauber in manchen Aktionen“, bewertete der Kapitän den Auftritt.
Schalke-Stürmer Edin Dzeko teilt eine große Fußball-Weisheit
Die Schalker hatten am Ende 15 Torschüsse und zehn Flanken. Wenn man dem „kicker“ Glauben schenken mag, dann steht am Ende bei beiden Teams ein „Expected-Goal“-Wert, also ein Wert der erwarteten Tore, von 1,01. Also gleichauf.
Einer, der das Tor hätte schießen können, war Edin Dzeko. Der 40-Jährige stand zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf. „Das war mein erstes Spiel von Anfang an, natürlich bin ich noch nicht 100 Prozent in meiner Form“, sagte der an diesem Tag torlose Dzeko, der 62 Minuten spielte. „Wenn du nicht gewinnen kannst, dann darfst du nicht verlieren“, fasste der Bosnier das Duell zusammen: „Jeder Punkt ist wichtig am Ende. Und wir nehmen diesen Punkt heute mit.“ Dzekos größte Chance verhinderte Lukas Pinckert in der 45. Minute. Der Elversberger Kapitän warf sich mit viel Einsatz in einen Schuss der bosnischen Bundesliga-Legende.
„Der Punkt geht in Ordnung“, sagte Trainer Muslic. Ein Satz, der den Kampf auf Schalke aus beiden Richtungen ziemlich gut zusammenfasste. Jetzt ist erst einmal Länderspielpause. Die Schalker schicken neun ihrer Spieler auf internationale Tour – bei der SVE sind es acht. Bemerkenswert für zwei Aufsteiger.
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