Kaum zu glauben: Neuer Horror-Film spielt an nur einem Wochenende über 100 Millionen Dollar ein

Neuer Gruselfilm dominiert die Kinokassen – und rettet das Horrorjahr

Stand: 21.09.2026, 13:45 Uhr

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Das Horror-Genre erlebt einen neuen Höhenflug: „Resident Evil“ startet mit einem Franchise-Rekord und beschert Sony den bislang größten Erfolg der Reihe.

An diesem Wochenende wurde an den weltweiten Kinokassen die Spooky Season mit einem großen Erfolg eingeläutet. Zach Cregger („Weapons“), einer der unbestrittenen Hoffnungsträger der neuen Generation von Horrorregisseuren, konnte erneut einen Erfolg feiern. Seine Neuinterpretation der umfangreichen Zombie-Welt hauchte dem schwächelnden „Resident Evil“-Franchise neues Leben ein.

Horror-Hit „Resident Evil“ stellt Franchise-Rekord auf.

Horror-Hit „Resident Evil“ stellt Franchise-Rekord auf. © Constantin Film/Sony

Der schlicht „Resident Evil“ betitelte Film startete laut Rentrak (via Entertainment Weekly) mit einem Franchise-Rekord von 60 Millionen US-Dollar in den nordamerikanischen Kinos. Die langlebige Reihe wurde seit ihrem Start im Jahr 2002 maßgeblich von Hauptdarstellerin Milla Jovovich und ihrem Ehemann Paul W.S. Anderson kreativ geprägt.

So erfolgreich startete der neue „Resident Evil“-Film weltweit

Weltweit fallen die Zahlen sogar noch beeindruckender aus. Der mittlerweile achte Film der Videospielverfilmungen spielte bei seinem weltweiten Start 108,3 Millionen US-Dollar ein. Für Deutschland lässt man wissen: „Mit 177.000 Besucherinnen und Besuchern und einem Box Office von 2,1 Mio. Euro erobert 'Resident Evil' auf Anhieb Platz 1 der deutschen Kinocharts“.

Wie willkommen dieses Ergebnis für Cregger, den Verleih Sony und insbesondere Columbia Pictures, eine Sony-Tochter, ist, zeigt ein Blick auf den bisherigen Spitzenreiter der Reihe: „Resident Evil: Afterlife“ aus dem Jahr 2010 kam während seiner gesamten Kinoauswertung auf 60,1 Millionen US-Dollar.

Das Horror-Genre erlebt einen neuen Aufschwung

Die guten Nachrichten enden damit jedoch nicht. Der große Erfolg von „Resident Evil“ ist auch für das Horror-Genre insgesamt von Bedeutung. Im vergangenen Oktober wertete Rentrak, das Unternehmen hieß früher Comscore, die Zahlen aus. Dabei zeigte sich, dass der Start von „The Black Phone 2“ mit 27,3 Millionen US-Dollar dazu beigetragen hatte, das Horrorjahr auf einen neuen Höchststand zu katapultieren.

2017 hatte zuvor die kommerzielle Bestmarke des Genres gesetzt. Filme wie „It“, „The Mummy“, „Resident Evil: The Final Chapter“, „Annabelle: Creation“, „Split“ und „Get Out“ verhalfen dem US-Horrorkino damals zu einem Rekordumsatz von insgesamt 1,16 Milliarden US-Dollar. Im vergangenen Jahr wurde diese Marke bereits im Oktober mit 1,2 Milliarden US-Dollar übertroffen - und zu diesem Zeitpunkt standen noch zwei Monate aus. Hinzu kam der äußerst profitable „Five Nights at Freddy's 2“.

In diesem Jahr wurde bereits exakt die Marke von 2017 erreicht. Dabei stehen noch drei komplette Monate aus. Filme wie „Other Mommy“ mit Jessica Chastain, der düstere DCU-Ausflug „Clayface“ sowie Robert Eggers' „Werewulf“, der am 25. Dezember in den USA startet, dürften ebenfalls starke Ergebnisse erzielen. Für „Werewulf“ vereint Eggers erneut das zentrale Trio seines äußerst erfolgreichen Films „Nosferatu“: Aaron Taylor-Johnson, Lily-Rose Depp und Willem Dafoe.

Warum „Resident Evil“ so erfolgreich ist

Der Erfolg von „Resident Evil“ lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen. Dazu zählen Creggers Verlässlichkeit als Horrorregisseur, die Fans der Reihe, die sich eine neue kreative Richtung gewünscht haben, und möglicherweise vor allem die Besonderheiten der Veröffentlichung. Der Film startete genau zu dem Zeitpunkt, an dem die größten Blockbuster des Jahres, „Spider-Man: Brand New Day“ und „Die Odyssee“, langsam an Schwung verloren. Hier die Filmkritik zu „Resident Evil“ von Serienjunkies.de.

Spider-Man konnte einen historischen Rekord brechen

„Spider-Man: Brand New Day“ spielte in seiner achten Kinowoche lediglich 6,5 Millionen US-Dollar ein. Allerdings war der Film mit einem Rekordstart von 360 Millionen US-Dollar angelaufen. Inzwischen kommt er in Nordamerika auf historische 944,5 Millionen US-Dollar und weltweit auf 2,47 Milliarden US-Dollar. An diesem Wochenende kamen weitere 17,3 Millionen US-Dollar hinzu. Die Filmkritik zu „Spider-Man: Brand New Day“.

„The Odyssey“ spielte in seiner zehnten Kinowoche in Nordamerika 4,9 Millionen US-Dollar ein. Weltweit tauschten die beiden Filme ihre Plätze in der Rangliste. „The Odyssey“ erzielte am Wochenende 21 Millionen US-Dollar und belegte damit den zweiten Platz.

Der Film kommt inzwischen auf 609,7 Millionen US-Dollar auf dem nordamerikanischen Markt und auf 1,72 Milliarden US-Dollar weltweit. Damit fehlen nur noch 140 Millionen US-Dollar, um „Zootopia 2“ aus der weltweiten Top Ten der erfolgreichsten Filme aller Zeiten zu verdrängen. Die Filmkritik zu Nolans „The Odyssey“.

A24 setzt auf „Primetime“

In der kommenden Woche dürfte „Resident Evil“ seine Spitzenposition an den Kinokassen zunächst verteidigen. Mit Spannung wird jedoch erwartet, wie sich der größte Neustart schlagen wird. A24 bereitet die Veröffentlichung von „Primetime“ vor. Der stilisierte Film zeichnet den Werdegang von Chris Hansen nach, der als Moderator der umstrittenen Realityserie „To Catch a Predator“ bekannt wurde. Robert Pattinson, der zuvor in „The Odyssey“ zu sehen war, und natürlich auch der aktuelle Batman ist, übernimmt in dem von Lance Oppenheim inszenierten Film die Rolle von Hansen.

Das Studio und der Verleih konnten in diesem Jahr bereits mit „Backrooms“ einen Hit landen. Auch das extravagante Drama „The Drama“, in dem ebenfalls Pattinson mitspielt, entwickelte sich überraschend zu einem profitablen Erfolg.

Allerdings musste A24 auch Rückschläge hinnehmen. Besonders „Mother Mary“ und „How to Make a Killing“ blieben hinter den Erwartungen zurück. Vor dem kommenden Kinowochenende stellt sich deshalb die Frage: Welche Bedeutung wird „Primetime“ für das Kinojahr von A24 haben? Gerade international ist das Format - abseits von TV-Berichten - eher unbekannt. Der bisher größte Horror-Erfolg bleibt „Obsession“: Aus weniger als einer Million Dollar machte der Regisseur über 515 Millionen an den Kinokassen.